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Im Netzwerk erscheint jedes virtuelle wie ein normales System. Es lässt sich unabhängig managen, ist ohne Betriebsunterbrechung migrierbar und steht in seinen Fähigkeiten einem physischen System kaum nach. Das macht diese Option so interessant für Hosting-Anbieter. Sie können die Datenbereiche ihrer Kunden zuverlässig auf einem unabhängig aussehenden Storage präsentieren und profitieren hinter den Kulissen von der Konsolidierung mehrerer Kundeninstanzen auf einer Plattform. Kombiniert mit Thin Provisioning lässt sich diese Plattform einfacher und kosteneffizienter verwalten. Und das wirkt sich bis auf Backup und Disaster Recovery aus.
Auch dem, der vorhandene Strukturen weiterentwickeln will und muss, bietet sich mit der Virtualisierung per Storage-Controller ein vielseitiges Konzept. Bestehende Arrays, NAS- oder SAN-Systeme unterschiedlicher Hersteller lassen sich mithilfe einer Virtualisierungs-Engine als logische Einheit präsentieren. NetApp beispielsweise ist mit den Systemen seiner V-Series in der Lage, Storage Arrays von Hitachi Data Systems, IBM und HP sowie EMC Clariion als einheitliches Image zu virtualisieren und gleichzeitig das komplette NetApp-Datenmanagement darauf auszudehnen.
Global Namespace
Eine Möglichkeit der Virtualisierung für Dateien ist der Global Namespace. Er ist für Dateien das, was die DNS für ein Netzwerk sind – ein ortsunabhängiger Verzeichnisdienst über mehrere heterogene, verteilte Dateisysteme. Der Zugang zu den Dateien ist dem zum WWW sehr ähnlich. Nach Eingabe der Webadresse übernimmt der Browser die Navigation zum richtigen Server und das Konvertieren von Text und Grafik auf dem Bildschirm – mit Sicherheit die bekannteste und verbreitetste Form der Virtualisierung überhaupt.
Der Datenpfad bleibt dem Benutzer ebenso verborgen wie eine mögliche Verlagerung der Webpage auf andere Server oder Speicher. Ist ein Global Namespace eingerichtet, dient zum Beispiel der Windows Explorer als Zugangsmittel.
Der Administrator kann nun Dateien so verschieben, dass Performance und Kapazitätsauslastung optimiert werden. Wird Storage hinzugefügt oder konsolidiert, werden Dateien verschoben oder umbenannt, so werden die Clients automatisch auf die neue Lokation ausgerichtet, wobei die Datenbewegung unbemerkt bleibt. Dieser Ansatz vereinfacht das Datenmanagement im Netzwerk, da die Notwendigkeit permanenter Neukonfigurationen der Desktops, das Mappen der Laufwerksbuchstaben und Modifizieren von Anmeldeskripten entfällt – andernfalls übliche Aufgaben, sobald ein Datenspeicher rekonfiguriert wird.
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