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Ein Überblick über die wichtigsten Modelle Was heißt hier Storage-Virtualisierung?

| Autor / Redakteur: Dieter Schmitt, NetApp / Regina Böckle

Virtualisierung ist nicht neu. Das erste virtuelle Memory entstand um 1970, Virtual Machines kamen Mitte der 1970er auf, und in der Mainframe-Welt ist das Konzept seit Langem Standard. Im Grunde geht es darum, Hardware und Software anhand einer Virtualisierungsschicht zu entkoppeln. Physische Realitäten werden damit vordergründig außer Kraft gesetzt. Die Komplexität eines Dienstes bleibt, ist aber nach außen abgeschirmt, sodass eine einfachere Sicht entsteht.

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Dieter Schmitt, Director Reselling & Distribution Germany bei NetApp
Dieter Schmitt, Director Reselling & Distribution Germany bei NetApp
( Archiv: Vogel Business Media )

Pauschal von Storage-Virtualisierung zu sprechen, greift in der Praxis zu kurz. Geht es darum, die Festplattennutzung zu optimieren oder eine heterogene, womöglich verteilte Storage-Landschaft unter ein Dach zu bekommen, kommen jeweils andere Ansätze zum Zug.

Bereits das Aufsetzen von RAID-Volumes fällt unter Storage-Virtualisierung. Unzuverlässige physische Platten werden dadurch zu einem virtuellen, ausfallsicheren Verbund. Versagt eine Platte, kreiert die RAID Software die Illusion ihres Vorhandenseins.

Auch LUNs sind nichts anderes als virtuelle Welten. Sie verhalten sich wie eine einzige große Festplatte und können für jede Applikation eingerichtet werden, die direkt mit Platten kommuniziert. Eine LUN (Logical Unit Number) ist ein logisches Konstrukt aus einzelnen Platten oder Plattenteilen und kann im Umfang größer aber auch kleiner als eine physische Festplatte sein. Entsprechendes Striping vorausgesetzt, kann sie auch deutlich schneller agieren als ihre physischen Pendants.

Die Bemessung der logischen Einheiten ist eine Kunst für sich und richtet sich in erster Linie nach Performance-Bedarf und geschätztem Datenwachstum. Die kapazitative Volume-Entwicklung ähnelt jedoch einer Einbahnstraße: Vergrößern ist schwierig, aber möglich, verkleinern in der Regel jedoch nicht. Bleibt das tatsächliche Datenwachstum hinter den Prognosen zurück, lässt sich zugewiesener Speicherplatz nicht mehr abziehen und anders einsetzen – unabhängig davon ob der Speicherplatz genutzt wird oder nicht.

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