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Verwaltung des Datenzugriffs Was ist Datenkontrolle?

Von Dipl.-Ing. (FH) Stefan Luber 2 min Lesedauer

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Der Begriff Datenkontrolle ist nicht allgemeingültig definiert. Je nach Betrachtungsweise und Anwendungsbereich hat er unterschiedliche Bedeutung. Allgemein betrachtet ist die Datenkontrolle ein Teilbereich des Datenmanagements. Sie umfasst Konzepte, Vorgehensweisen und Richtlinien, Daten und Datenzugriffsrechte so zu verwalten, dass sie bestimmte Anforderungen zum Beispiel hinsichtlich der Qualität, Sicherheit, Datensouveränität oder der Einhaltung gesetzlicher Vorgaben erfüllen.

Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.(Bild:  © aga7ta - Fotolia)
Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.
(Bild: © aga7ta - Fotolia)

Der Begriff Datenkontrolle wird in unterschiedlichen Zusammenhängen verwendet. Es gibt keine eindeutige, universell gültige Definition für ihn. Allgemein betrachtet lassen sich unter dem Begriff Datenkontrolle Konzepte, Vorgehensweisen, Prozesse und Richtlinien zusammenfassen, Daten und Rechte für den Zugriff auf diese Daten so zu verwalten, dass sie die jeweiligen Anforderungen eines Unternehmens, einer Organisation oder einer Anwendung erfüllen.

Die Datenkontrolle ist ein Teilbereich des Datenmanagements und dient unter anderem zur Minimierung von Risiken, die von Daten oder einem Datenbestand ausgehen können. Die Kontrolle kann präventiv und proaktiv, aber auch überwachend und reaktiv erfolgen.

Im Folgenden ein kurzer Überblick über die Bedeutung der Datenkontrolle bezogen auf verschiedene Betrachtungsweisen und Anwendungsbereiche:

Datenkontrolle bezogen auf Datenzugriff, Datensicherheit und Datenschutz

Bezogen auf Datenzugriff, Datensicherheit und Datenschutz umfasst die Datenkontrolle Regeln und Mechanismen, die sicherstellen, dass nur berechtigte Anwender Zugriff auf bestimmte Daten (zum Beispiel personenbezogene Daten) haben. Zudem soll gewährleistet sein, dass die Integrität und die Sicherheit der Daten gegeben sind. Hierfür sind sowohl technische als auch organisatorische Maßnahmen notwendig. Es existieren zahlreiche Vorschriften und Compliance-Richtlinien wie die DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) oder HIPAA (Health Insurance Portability and Accountability Act), zu deren Einhaltung eine wirksame Datenkontrolle notwendig ist.

Datenkontrolle bezogen auf die Datenqualität

Datenkontrolle lässt sich einsetzen, um die Qualität von Daten sicherzustellen. Spezielle Vorgaben und Verfahren zur Datenkontrolle sorgen dafür, dass die Daten eines Datenbestands korrekt, vollständig, plausibel und zuverlässig sind. Qualitätskriterien können auch die Portabilität und Interoperabilität von Daten sein. Durch die entsprechenden Maßnahmen und Verfahren halten die Daten die spezifischen Qualitätsvorgaben für bestimmte Anwendungen, Geschäftsabläufe, Prozesse oder Institutionen ein.

Datenkontrolle bezogen auf die Datensouveränität

Datensouveränität ist eine Komponente der digitalen Souveränität. Grundvoraussetzungen für die Datensouveränität sind Transparenz und Kontrolle. Bezogen auf die Datensouveränität meint Datenkontrolle die vollständige und selbstbestimmte Kontrolle darüber, wie und in welcher Weise eigene Daten erhoben, verarbeitet, gespeichert und genutzt werden. Sowohl für natürliche Personen als auch für Organisationen, Unternehmen und staatliche Institutionen gibt es diverse Anforderungen hinsichtlich Datensouveränität und Datenkontrolle. Datenkontrolle wird deshalb im privaten, wirtschaftlichen und politischen Umfeld ausgeübt. Eine wichtige gesetzliche Regelung, die die Datensouveränität innerhalb der EU wahren und stärken soll, ist die EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO).

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