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Organisation der Dateien im NTFS Was ist die Masterdateitabelle / Master File Table (MFT)?

Von Dipl.-Ing. (FH) Stefan Luber 2 min Lesedauer

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Die Masterdateitabelle ist eine unverzichtbare Datei des NTFS-Dateisystems von Microsoft. Sie organisiert das Lesen und Schreiben der Dateien auf einem NTFS-Volume. In der MFT sind Informationen über Speicherort, Größe, Zugriffsrechte, Erstellungs- und Änderungsdatum und anderes gespeichert. Kleine Dateien können direkt in der MFT gespeichert sein. Die MFT wird beim Formatieren eines Datenträgers mit dem NTFS-Dateisystem angelegt und befindet sich in einem geschützten Bereich.

Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.(Bild:  © aga7ta - Fotolia)
Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.
(Bild: © aga7ta - Fotolia)

MFT ist das Akronym für „Master File Table“. Der deutsche Begriff lautet „Masterdateitabelle“. Die Masterdateitabelle ist eine unverzichtbare Datei des NTFS-Dateisystems und auf jedem NTFS-Volume vorhanden. NTFS steht für „New Technology File System“. Es handelt sich um ein proprietäres, von Microsoft für die Betriebssysteme der Windows-NT-Reihe entwickeltes Dateisystem. Es wird seit Anfang der ’90er-Jahre auf Windows-Rechnern verwendet.

Die Masterdateitabelle organisiert das Lesen und Schreiben der Dateien auf einem NTFS-Volume. Für jede Datei einschließlich der MFT-Datei selbst existiert in der MFT mindestens ein Eintrag. Es sind Informationen über Speicherort, Dateigröße, Zugriffsrechte, Freigaben, Schreibschutz, Archivierung, Dateityp, Zeit- und Datumsstempel wie Erstellungs- und Änderungsdatum und vieles mehr gespeichert. Sehr kleine Dateien oder Verzeichnisse lassen sich direkt in der MFT abspeichern.

Geschützter Bereich und Größe der Masterdateitabelle

Beim Formatieren eines Laufwerks mit dem NTFS-Dateisystem wird ein geschützter Bereich einer bestimmten Größe, auch als MFT-Zone bezeichnet, für die MFT reserviert. In der Regel beträgt die reservierte Standardgröße für die MFT bei Windows-Workstations 12,5 Prozent der gesamten Datenträgergröße. Es lässt sich aber auch mehr Platz reservieren.

Bei jeder neu auf dem Datenträger abgelegten Datei wächst die Masterdateitabelle durch das Hinzufügen neuer Einträge. Beim Löschen einer Datei wird der zugehörige MFT-Eintrag als frei markiert. Er kann wiederverwendet werden. Die Größe der Masterdateitabelle nimmt durch das Löschen einer Datei aber nicht wieder ab. Wächst die MFT über die vordefinierte Größe hinaus, wird Speicherplatz außerhalb des geschützten Bereichs verwendet, und es kommt zu einer Fragmentierung der Masterdateitabelle. Eine Fragmentierung kann sich negativ auf die Leistung eines NTFS-Volumes auswirken.

Maßnahmen zum Schutz der MFT und der Konsistenz ihrer Informationen

Wird die Masterdateitabelle beschädigt oder inkonsistent, führt dies zu Problemen beim Zugriff auf die Dateien eines NTFS-Volumes. Unter Umständen kann auf keine Datei mehr zugegriffen werden, und das komplette Laufwerk wird unbrauchbar. Beschädigungen oder Inkonsistenzen können beispielsweise durch Systemabstürze, Virenbefall, fehlerhafte Sektoren oder unsachgemäßes Entfernen eines Laufwerks verursacht werden.

Um Beschädigungen oder Inkonsistenzen vorzubeugen, sind verschiedene Sicherheitsmechanismen vorgesehen. So ist beispielsweise eine teilweise Kopie der MFT (MFT-Mirror) vorhanden. Darüber hinaus wird für alle Aktionen ein Journal geführt. Dadurch lässt sich verhindern, dass abgebrochene oder unvollständig ausgeführte Schreibzugriffe zu einem inkonsistenten Zustand führen.

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