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Regeln für die Datenbankstruktur Was ist ein Datenbankmodell?

Von Dipl.-Ing. (FH) Stefan Luber 2 min Lesedauer

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Ein Datenbankmodell ist ein theoretische Grundlagenmodell einer Datenbank. Es legt fest, wie und in welcher Struktur Daten in einer Datenbank gespeichert werden. Neben der logischen Struktur umfasst das Modell auch Integritätsbedingungen und die zulässigen Datenbankinhalte. Die Auswahl des für bestimmte Anforderungen geeigneten Modells erfolgt im Rahmen des Datenbankdesigns. Es existieren zahlreiche verschiedene Datenbankmodelle. Das bekannteste ist das relationale Modell.

Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.(Bild:  © aga7ta - Fotolia)
Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.
(Bild: © aga7ta - Fotolia)

Datenbankmodelle beinhalten Konzepte und Regeln, die die logische Struktur einer Datenbank beschreiben. Die Struktur legt fest, wie eine Datenbank Daten speichert und wie sie mit Datentypen, Beziehungen und Bedingungen umgeht. Neben der generischen Datenstruktur umfasst das Modell Integritätsbedingungen, generische Operatoren und zulässige Datenbankinhalte.

Datenbankmodelle sind wesentlich für die Funktionalität und Leistung von Datenbanksystemen verantwortlich. Es existieren viele verschiedene Datenbankmodelle, von denen das relationale Modell das bekannteste und am weitesten verbreitete ist. Die Auswahl eines geeigneten Datenbankmodells erfolgt im Rahmen des Datenbankdesigns. Das ausgewählte Modell wird anschließend für die spezifischen Anforderungen weiter verfeinert. Die meisten existierenden Datenbankmanagementsysteme sind auf ein bestimmtes Datenbankmodell festgelegt. Mit der Auswahl eines Datenbankmodells ist die Auswahl an Datenbankmanagementsystemen beschränkt.

Grundsätzliches zur Datenbank

Zum besseren Verständnis der verschiedenen Datenbankmodelle zunächst einige grundlegende Informationen zur Funktion und den Eigenschaften einer Datenbank. Eine Datenbank ist ein Datenhaltungssystem, das Informationen dauerhaft und konsistent speichert. Es stellt sie Anwendern, Prozessen oder Anwendungen in definierter Form zur Verfügung und besteht aus der eigentlichen Datenbasis und dem Datenbankmanagementsystem (DBMS). Ein DBMS folgt einem bestimmten Datenbankmodell. Modell und Datenbankmanagementsystem strukturieren, organisieren und verwalten die Datenhaltung und ermöglichen den Datenzugriff. Der Zugriff auf die Daten erfolgt über Datenbankschnittstellen und mit Datenbanksprachen.

Kurzer Überblick über die wichtigsten Arten von Datenbankmodellen

Es existieren zahlreiche verschiedene Arten von Datenbankmodellen. Hier ein kurzer Überblick über einige der wichtigsten Modelle.

Das bekannteste und am weitesten verbreitete Datenbankmodell ist das relationale Modell. Es organisiert Daten in Form von Tabellen mit Zeilen und Spalten und Beziehungen. Ein sehr bekanntes Datenbankmanagementsystem mit relationalem Modell ist MySQL. Die meisten relationalen Datenbankmanagementsysteme unterstützen die Datenbanksprache SQL (Structured Query Language).

Vorgänger des relationalen Datenbankmodells sind Netzwerkdatenbankmodelle und hierarchische Datenbankmodelle. Ihre individuellen Datensätze haben eine netzartige Struktur oder hierarchische Beziehungen. In objektorientierten Datenbankmodellen ist eine Datenbank als Sammlung von Objekten mit ihren Attributen und assoziierten Funktionen und Methoden definiert.

Weitere Datenbankmodelle sind zum Beispiel:

  • dokumentenorientierte Datenbankmodelle,
  • Entity-Relationship-Modelle,
  • objektrelationale Datenbankmodelle (hybride Datenbankmodelle aus relationalen und objektorientierten Datenbankmodellen),
  • Graphdatenbankmodelle,
  • multidimensionale Datenbankmodelle.

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