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Fluss von Datensätzen Was ist ein Datenstrom / Data Stream?

Von Dipl.-Ing. (FH) Stefan Luber 2 min Lesedauer

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Ein Datenstrom ist ein kontinuierlicher Fluss von Datensätzen. Die Datensätze werden in einem bestimmten Format von Datenquellen ausgesandt und über Datenkanäle in zeitlich geordneter Reihenfolge zu einem Datenempfänger übertragen. Die Verarbeitung eines Datenstroms erfolgt ebenfalls kontinuierlich Datensatz für Datensatz. Echtzeitdatenströme erlauben die Echtzeitverarbeitung und -analyse der Daten.

Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.(Bild:  © aga7ta - Fotolia)
Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.
(Bild: © aga7ta - Fotolia)

Der englische Begriff für Datenstrom lautet data stream. Bei einem Datenstrom handelt es sich um einen kontinuierlichen Fluss von Datensätzen. Durch die Strukturierung der Daten und die Verwendung definierter Datensatztypen in bestimmten Formaten sind die Daten interpretierbar und analysierbar.

Ein Datenstrom kann zeitlich unbegrenzt sein, aber auch nach einer vorgegebenen Datenmenge oder nach einer bestimmten Zeit enden. Die Menge der übertragenen Datensätze pro Zeiteinheit ist variabel oder fest vorgegeben. Datenströme werden von Datenquellen ausgesandt und in einer zeitlich geordneten Reihenfolge über Datenübertragungskanäle einem Empfänger zugestellt. Sie lassen sich speichern, analysieren oder verarbeiten. Ein wahlfreier Zugriff auf die Datensätze ist ohne vorheriges Speichern oder Zwischenpuffern nicht möglich. Dementsprechend erfolgt die Verarbeitung und Analyse eines Datenstroms sequenziell, Datensatz für Datensatz. Echtzeitdatenströme ermöglichen eine Echtzeitverarbeitung und -analyse der Daten.

Datenströme grenzen sich durch ihre zeitlich geordnete Übertragung ohne direkt absehbares Ende von nicht strömenden, statischen Daten ab. Sie sind eine Komponente der sogenannten Push-Kommunikation, bei der für einen Empfänger relevante Daten im Rahmen eines Datenstroms automatisch übermittelt werden.

Die unterschiedlichen Arten von Datenströmen

Datenströme lassen sich nach der Art der übertragenen Daten und Datensätze einteilen. Es sind zum Beispiel folgende Datenströme möglich:

  • Punkt-Datenströme: Folge von skalaren Werten wie Zeichen oder Zahlen,
  • Tupel-Datenströme: Folge von Tupeln fester Länge ohne Schachtelung,
  • XML-Ströme: Folge von verbundartigen Datensätzen mit variabler Größe und Schachtelungstiefe.

Die verschiedenen Anwendungsbereiche von Datenströmen

Datenströme sind in vielen Anwendungsbereichen vorzufinden. Sie werden zum Beispiel als Transaktions- oder Messdatenströme für die Interprozesskommunikation, für die Datenübertragung in Netzwerken, für das Streamen von Video- und Audioinhalten, für Telemetrieanwendungen, für Sensornetzwerke, für das Internet der Dinge, für Finanzanwendungen, für die Systemüberwachung und Systemsteuerung, für Logging-Anwendungen, für die Überwachung von Produktionsprozessen in Echtzeit und vieles mehr verwendet.

Abgrenzung der Begriffe Datenstrom und Bitstrom (Bitstream)

Datenstrom und Bitstrom sind verwandte Begriffe. Ein Bitstrom ist eine Sequenz von Bits in einer kontinuierlichen zeitlichen Abfolge. Das Ende ist wie beim Datenstrom zunächst unbestimmt. Der Bitstrom ist eine oberflächliche, nicht interpretierte Betrachtungsweise des Datenstroms. Durch die logische Strukturierung der Bitsequenzen in Bytes, Symbole und Datenblöcke eines bestimmten Formats oder Protokolls entsteht aus dem Bitstrom ein interpretierbarer Datenstrom.

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