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Programmierschnittstelle Was ist eine API (Application Programming Interface)?

Von Dipl.-Ing. (FH) Stefan Luber 2 min Lesedauer

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Eine API ist eine Schnittstelle, über die Anwendungen, Services oder Systemkomponenten miteinander kommunizieren können. Die Schnittstelle hat eine vorgegebene Syntax und Struktur und bietet einen definierten Funktionsumfang. Im Webumfeld werden die Schnittstellen als Web-APIs bezeichnet.

Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.(Bild:  © aga7ta - Fotolia)
Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.
(Bild: © aga7ta - Fotolia)

Die deutsche Übersetzung von Application Programming Interface, kurz API, lautet „Anwendungsprogrammierschnittstelle“.

Bei einer API handelt es sich um eine Schnittstelle, über die Anwendungen, Services oder Systemkomponenten miteinander kommunizieren können. Sie dient quasi als Zugangspunkt. Struktur, Syntax und Funktionen der API sind genau beschrieben und üblicherweise in einer API-Spezifikation dokumentiert. Dadurch können Befehle oder Informationen auf Quelltextebene strukturiert ausgetauscht werden. Über APIs werden Befehle, Informationen oder Daten entgegengenommen und Antworten oder Rückmeldungen ausgeliefert. Es kann auf Funktionen von Anwendungen oder Hardware-Komponenten, Datenbanken, Services, Oberflächen und anderes zugegriffen werden.

Im Web- und Cloud-Computing-Umfeld existiert eine große Anzahl an Application Programming Interfaces, die auch als Web-/Webservice- oder Cloud-/Cloud-Service-APIs bezeichnet werden. Über diese Schnittstellen werden große Mengen an Informationen verarbeitet, abgerufen und ausgetauscht.

Von der Benutzerschnittstelle unterscheidet sich die API darin, dass sie nicht als Vermittler zwischen Anwendung und Nutzer, sondern als definierte Schnittstelle zwischen Anwendungen, Anwendungsteilen, Services oder Systemkomponenten fungiert.

Klassifizierung der verschiedenen APIs

Es existiert eine große Anzahl von APIs, die sich nach verschiedenen Kriterien oder Funktionsmerkmalen klassifizieren lassen. Beispielsweise gibt es die Kategorien der funktions-, datei-, objekt- oder protokollorientierten Anwendungsprogrammierschnittstellen. Teilt man APIs hinsichtlich ihrer Zugänglichkeit ein, kann zwischen internen, öffentlichen oder Partner-APIs unterschieden werden.

Eine weitere Klassifizierungsmöglichkeit ist die Unterscheidung nach Anwendungsfällen. In diesem Fall lassen sich die APIs in Betriebssystem-, Remote-, Web-, Cloud-, Programm-, Service- oder Daten- beziehungsweise Datenbank-APIs einteilen. Betrachtet man das für eine API verwendete Protokoll, Datenformat oder Verfahren, gibt es beispielsweise SOAP-, REST-, JSON-, WebSocket- oder RPC-APIs.

Vorteile durch den Einsatz von APIs

Der Einsatz und die Nutzung von Programmierschnittstellen bieten eine ganze Reihe von Vorteilen. Eine mit einer API ausgestattete Anwendung vereinfacht die Anbindung anderer Anwendungen und trägt zu ihrer Verbreitung bei. Anwendungen lassen sich kombinieren, um ihren Gesamtfunktionsumfang zu erweitern. Insgesamt modularisieren und beschleunigen APIs die Anwendungsentwicklung. Funktionen können in Programmmodule ausgelagert und über Schnittstellen bereitgestellt oder bedient werden.

Durch die ausführliche Dokumentation der Syntax und Struktur einer API in Form der API-Spezifikation werden Anwendungen und Software-Komponenten transparenter. Gleichzeitig wird die Arbeitsweise der Entwickler standardisiert. Aufgaben können leichter an externe Programmierer übertragen werden und die Anfälligkeit für Programmierfehler sinkt. Auch die Wartungsaufwände für Software oder Anwendungen werden reduziert.

Weitere Vorteile von APIs sind:

  • interner Programmcode lässt sich ändern, ohne dass die über die APIs angebundenen Anwendungen davon betroffen sind,
  • APIs erschließen durch die Möglichkeit ihrer Monetarisierung neue Einnahmequellen,
  • Kontinuität und Langzeitstabilität der Anwendungen steigen.

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