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Beliebigen Bitmuster Was ist eine Binärdatei (ein binary file)?

Von Dipl.-Ing. (FH) Stefan Luber 2 min Lesedauer

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Eine Binärdatei ist eine Computerdatei, die nicht in Form lesbarer Zeichen wie Text interpretierbar ist. Sie besteht aus beliebigen Bitmustern, die von Computern auf eine zuvor definierte Art und Weise interpretiert und verarbeitet werden. Typische Beispiele für Binärdateien sind ausführbare Programme, Mediendateien wie Bilder, Video und Audio oder komprimierte Archive.

Binärdateien bestehen wie Textdateien aus Folgen von Nullen und Einsen, doch sind ihre Bitfolgen beliebig.(Bild:  Midjourney / KI-generiert)
Binärdateien bestehen wie Textdateien aus Folgen von Nullen und Einsen, doch sind ihre Bitfolgen beliebig.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)

Der englische Begriff für Binärdatei lautet binary file. Es handelt sich um eine Computerdatei, die nicht in Form lesbarer Zeichen wie Text interpretiert werden kann. Binärdateien bestehen aus beliebigen Bitmustern, die die Informationen in einer zuvor festgelegten Art und Weise repräsentieren und nicht zur Interpretation als Text vorgesehen sind. Damit Binärdateien korrekt verarbeitet werden können, müssen sie nach einem zuvor festgelegten Schema aufgebaut sein.

Öffnet man eine Binärdatei mit einem Texteditor oder einem Textverarbeitungsprogramm, erhält man eine Folge zufällig erscheinender Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen. Da einige der Binärdaten unter Umständen als Steuerzeichen für Zeilenvorschub, Wagenrücklauf oder Seitenumbruch interpretiert werden, kann es zu weiteren besonderen Darstellungseffekten kommen. Zur korrekten Darstellung von Binärdateien sind spezielle Tools wie Hex-Editoren notwendig.

Je nach Inhalt der Binärdateien und dem Schema der darin enthaltenen Informationen haben sie bestimmte Dateiendungen wie .exe, .bin, .jpg, .mpg oder andere. Binärdateien haben in der Regel eine höhere Informationsdichte als Textdateien, benötigen weniger Platz und lassen sich schneller laden und speichern. Sie eignen sich dementsprechend zur Speicherung, Verarbeitung und Übertragung großer Datenmengen.

Abgrenzung zur Textdatei

Sowohl Textdateien als auch Binärdateien bestehen aus Folgen von Nullen und Einsen. Der Unterschied besteht darin, dass bei einer Textdatei die Bitfolgen einem Textzeichensatz folgen und vollständig in lesbaren Textzeichen wie ASCII-Zeichen dargestellt werden können. Die Bitfolgen in einer Binärdatei sind beliebig. Sie folgen einem zuvor festgelegten Schema. Nur mit Kenntnis dieses Schemas lässt sich die Binärdatei korrekt interpretieren. Es sind spezielle Tools, Programme oder Bibliotheken für das korrekte Lesen und Verarbeiten der Daten notwendig.

Darüber hinaus existieren Mischformen aus Binärdateien und Textdateien wie Dateien im Rich-Text-Format. Solche Dateien enthalten sowohl interpretierbaren Text als auch weitere Informationen und Daten wie Formatierungen oder eingebettete Grafiken.

Im Netzwerkumfeld werden Binärdateien bei rein textbasierten Protokollen wie SMTP als Text kodiert und übertragen. Anschließend werden die übertragenen Textdateien wieder in Binärdateien zurückkodiert.

Einsatzbereiche und Beispiele für Binärdateien

Binärdateien werden für verschiedene Zwecke verwendet. Typische Beispiele und Einsatzbereiche für binary files sind:

  • ausführbare Computerprogramme, beispielsweise erkennbar an der Endung .exe,
  • System- und Konfigurationsdateien,
  • Multimediainhalte wie Bilder, Videos oder Audio,
  • Firmware-Updates,
  • Konfigurations-Files,
  • Speicherabbilder (Images) von Speichermedien wie CDs, DVDs oder Festplatten,
  • komprimierte Archivdateien,
  • Datenbankinhalte mit Tabellen, Datentypen, Datenstrukturen und Indizes,
  • CAD-Daten.

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