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SQL & Co. Was ist eine Datenbanksprache?

Von Dipl.-Ing. (FH) Stefan Luber 2 min Lesedauer

Eine Datenbanksprache ist eine formale Sprache für den Einsatz in Datenbanksystemen. Sie hat definierte Sprachelemente und eine vorgegebene Syntax. Mithilfe der Sprache lassen sich Daten abfragen, löschen, einfügen und verändern, Datenstrukturen anlegen, ändern und löschen und Zugriffe auf Datenbankinhalte steuern und kontrollieren. Die am häufigsten für relationale Datenbankmanagementsysteme verwendete Datenbanksprache ist SQL (Structured Query Language).

Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.(Bild:  © aga7ta - Fotolia)
Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.
(Bild: © aga7ta - Fotolia)

Datenbanksprachen sind speziell für den Einsatz in Datenbanksystemen konzipiert. Es handelt sich um formale Sprachen mit definierten Sprachelementen und vorgegebener Syntax. Mithilfe einer Datenbanksprache lassen sich Datenbanken erstellen und administrieren und ihre Daten abfragen oder manipulieren. Ein Anwender oder eine Anwendung kommuniziert per Datenbanksprache mit der Datenbank beziehungsweise dem Datenbankmanagementsystem (DBMS), indem Anweisungen und Befehle übergeben werden und die Datenbank oder das DBMS diese ausführt und entsprechende Ergebnisse oder Rückmeldungen liefert.

Im Gegensatz zu Programmiersprachen können mit Datenbanksprachen keine vollwertigen Anwendungen geschrieben werden. Datenbankmanagementsysteme bringen entweder eigene Datenbanksprachen mit oder sind mit existierenden Datenbanksprachen und ihren Dialekten kompatibel.

Die Funktionen einer Datenbanksprache

Die Funktionen und Befehle einer Datenbanksprache lassen sich in drei Hauptkategorien einteilen. Folgende drei funktionale Unterarten von Datenbanksprachen werden unterschieden:

  • Datenverarbeitungssprache (Data Manipulation Language – DML),
  • Datenbeschreibungssprache (Data Definition Language – DDL),
  • Datenkontrollsprache (Data Control Language – DCL).

Vollwertige Datenbanksprachen gehen über das reine Abfragen von Daten hinaus und unterstützen alle drei Hauptgruppen an Funktionen.

Typische DML-Befehle sind Befehle für das Abfragen, Einfügen, Verändern oder Löschen der Daten einer Datenbank. Manchmal werden reine Datenbankabfragesprachen auch als Data Query Language (DQL) bezeichnet.

Mithilfe von DDL-Befehlen lassen sich Datenbanken, Datenbankschemas und Datenstrukturen anlegen, verändern und löschen. Die DCL-Befehle dienen zur Kontrolle und Steuerung der Zugriffe und Zugriffsrechte auf Datenbanken und ihre Daten. Die Transaktionskontrolle fällt ebenfalls in die Kategorie der DCL-Befehle, lässt sich aber auch als eigene Sprachkategorie einer Transaction Control Language (TCL) definieren.

SQL – die am häufigsten verwendete Datenbanksprache

Für die unterschiedlichen relationalen oder nicht relationalen Datenbankmanagementsysteme gibt es eine Vielzahl verschiedener Datenbanksprachen. Für relationale Datenbankmanagementsysteme ist SQL (Structured Query Language) die am weitesten verbreitete und am häufigsten genutzte Datenbanksprache. Sie kommt auch in proprietären Varianten und in diversen Dialekten zum Einsatz. Fast alle existierenden relationalen Datenbanksysteme verfügen über entsprechende SQL-Schnittstellen.

SQL hat eine einfach gehaltene Syntax, basiert auf der relationalen Algebra und unterstützt alle drei Hauptkategorien an Befehlen (DML-, DCL- und DDL-Befehle). Die Syntax ist semantisch an englische Sprachelemente angelehnt und kann mit zahlreichen unterschiedlichen Datentypen umgehen. Die Anzahl an Grundbefehlen ist relativ gering. Beispiele für SQL-Befehle sind „SELECT“, „DELETE“, „INSERT“, „CREATE TABLE“, „DROP INDEX“, „ALTER TABLE“, „GRANT ON TO“ oder „REVOKE“. Abfrageergebnisse lassen sich in Tabellenform ausgeben.

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