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Temporärer Zwischenspeicher Was ist eine Zwischenablage / ein Clipboard?

Von Dipl.-Ing. (FH) Stefan Luber 2 min Lesedauer

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Eine Zwischenablage ist ein temporärer Zwischenspeicher, über den sich verschiedene Daten eines Rechners zwischen verschiedenen Anwendungen per Kopieren und Einfügen austauschen lassen. Gängige Betriebssysteme wie Windows, macOS, Linux, Android oder iOS unterstützen Zwischenablagen. In Zwischenablagen können Informationen wie Texte, Bilder und andere Datentypen geladen werden. Die Daten sind im flüchtigen Arbeitsspeicher des Rechners abgelegt und nach dem Neustart gelöscht.

Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.(Bild:  © aga7ta - Fotolia)
Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.
(Bild: © aga7ta - Fotolia)

Der englische Begriff für „Zwischenablage“ lautet clipboard. Ein Clipboard ist eine Art Zwischenspeicher. Über diesen Speicher lassen sich Daten auf einem Computer oder mobilen Endgerät temporär ablegen und zwischen verschiedenen Anwendungen austauschen. Daten wie Textblöcke, Bilder, Screenshots, Dateiverknüpfungen und andere Datentypen werden per Kopieren (Copy) oder Ausschneiden (Cut) in die Zwischenablage übertragen und per Einfügen (Paste) in eine andere Anwendung übernommen.

Das Konzept des Clipboards wird von den gängigen Betriebssystemen wie Windows, Linux und macOS sowie von mobilen Betriebssystemen wie iOS oder Android unterstützt. Die Implementierung der Zwischenablagen kann sich aber von Betriebssystem zu Betriebssystem unterscheiden. In der Regel werden Daten über Tastenkombinationen wie „STRG+C“, „STRG+X“ und „STRG+V“ oder über das Kontextmenü in das Clipboard eingefügt und wieder entnommen.

Realisiert ist der Zwischenspeicher im flüchtigen Arbeitsspeicher eines Rechners. Nach dem Neustart des Rechners ist der Zwischenspeicher gelöscht. In der Urform des Clipboards war es häufig nur möglich, jeweils einen Informationsblock abzulegen und bereitzuhalten. Beim Einfügen neuer Informationen wurden die bereits im Zwischenspeicher vorhandenen Informationen überschrieben. Inzwischen bieten aktuelle Versionen moderner Betriebssysteme wie Windows 10 oder 11 erweiterte Clipboard-Funktionen.

Auch Programme von Drittanbietern, sogenannte Clipboard-Manager, für erweiterte Zwischenablagefunktionen sind verfügbar. Mit ihnen lassen sich zum Beispiel Zwischenablageverläufe anlegen, organisieren und verwalten. Zu den erweiterten Zwischenablagefunktionen zählen auch das persistente Speichern der Zwischenablagedaten über den Rechnerneustart hinweg oder die Synchronisation der Zwischenablagen mehrerer Endgeräte per Cloud.

Sicherheitsaspekte bei der Verwendung des Clipboards

Die Bereitstellung und die Nutzung eines Clipboards kann mit Sicherheitsrisiken verbunden sein. Da die Inhalte einer Zwischenablage im Prinzip allen Anwendungen eines Rechners zur Verfügung stehen, ist es denkbar, dass bösartige Anwendungen sensible Daten wie eingefügte Nutzerkennungen, Passwörter oder persönliche Daten abgreifen und missbrauchen. Auch ein Hijacking von Zwischenablagedaten ist nicht auszuschließen. Beim Hijacking wird der Inhalt des Clipboards durch bösartigen Inhalt ersetzt, der dann vom Anwender in andere Anwendungen unbeabsichtigt eingefügt wird und dort Schaden anrichtet.

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