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Client-Server-Protokoll Was ist Server Message Block (SMB)?

Von Dipl.-Ing. (FH) Stefan Luber 2 min Lesedauer

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Server Message Block ist ein Client-Server-Protokoll, mit dem Clients auf von Servern bereitgestellte Ressourcen wie Verzeichnisse, Dateien, Printservices oder Schnittstellen zugreifen können. Es kann unterschiedliche Netzwerkprotokolle nutzen und gestattet die plattformübergreifende Kommunikation.

Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.(Bild:  © aga7ta - Fotolia)
Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.
(Bild: © aga7ta - Fotolia)

SMB ist die Abkürzung für Server Message Block, ein Client-Server-Kommunikationsprotokoll für Netzwerke. Über SMB können Clients auf Ressourcen zugreifen, die von Servern in einem Netzwerk zur Verfügung gestellt werden. Ressourcen, auf die zugegriffen werden kann, sind zum Beispiel Verzeichnisse und Dateien, Printservices oder Schnittstellen. SMB eignet sich für unterschiedliche Netzwerkprotokolle wie IPX, TCP/IP, NetBEUI oder NetBIOS.

Entwickelt wurde Server Message Block bereits in den 1980er-Jahren von IBM. Microsoft erweiterte später den Funktionsumfang des Kommunikationsprotokolls. SMB kam unter anderem für MS-DOS zum Einsatz. Ab Windows for Workgroups 3.11 ist Server Message Block fester Bestandteil des Windows-Betriebssystems. Über die freie Software Samba ist Server Message Block auch auf Rechnern mit Linux-Betriebssystem nutzbar. Damit ist eine plattformübergreifende Kommunikation per SMB möglich. Für macOS existieren ebenfalls Client-Komponenten, um sich mit SMB-Ressourcen zu verbinden.

Grundsätzliche Funktionsweise von Server Message Block

SMB arbeitet mit dem Request-Response-Verfahren und basiert auf einer Client-Server-Architektur. Im ISO/OSI-Referenzmodell ist das Protokoll auf der Anwendungsschicht (Schicht 7/Application Layer) angesiedelt. Möchte ein Client auf eine Netzwerkressource zugreifen, fragt er beim zuständigen Server an. Liegt das TCP/IP-Protokoll zugrunde, wird hierfür der TCP-Port 445 verwendet. Der Server antwortet auf die Anfrage. Anschließend einigen sich Server und Client auf einen SMB-Dialekt. Nach der erfolgreichen Client/Server-Authentifizierung und dem Verbindungsaufbau steht dem Client die angefragte Ressource zur Verfügung, und der Datenaustausch kann beginnen.

Die verschiedenen Versionen von Server Message Block

Seit der Entwicklung von SMB in den 1980er-Jahren wurde das Kommunikationsprotokoll mehrfach überarbeitet und erweitert. Es gibt mittlerweile verschiedene Versionen von Server Message Block. Die Version SMB 1.0 besaß noch zahlreiche Schwachstellen und kommt heute kaum noch zum Einsatz.

SMB 2.0 wurde mit den Betriebssystemen Windows Vista und Windows Server 2008 veröffentlicht und enthielt zahlreiche Überarbeitungen. Die Version 2.0 von SMB hat weniger Kommandos, ermöglicht eine kompaktere Kommunikation und erzielt eine höhere Leistung.

Mit Windows 8 und Windows Server 2012 erschien SMB 3.0. Merkmale dieser Überarbeitung sind Optimierungen im Bereich Leistung, Sicherheit, Verfügbarkeit und Administration

Mit Windows 10 und Windows Server 2016 erschien im Jahr 2015 schließlich die Version SMB 3.1.1 mit weiteren Verbesserungen, unter anderem im Bereich Protokollsicherheit (Verschlüsselung und Integritätsprüfung).

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