Bei der PMR-Technik werden die letzten Reserven mobilisiert

WD produziert Enterprise-Festplatten mit 10 TByte

| Autor / Redakteur: Walter Schadhauser / Rainer Graefen

Die WD-Tochter HGST hat die Festplattenkapazität als erstes Unternehmen der Welt in den zweistelligen Terabyte-Bereich gehievt. Bei der dazu notwendigen Erhöhung der Speicherdichte punktete Seagate als erstes Unternehmen.
Die WD-Tochter HGST hat die Festplattenkapazität als erstes Unternehmen der Welt in den zweistelligen Terabyte-Bereich gehievt. Bei der dazu notwendigen Erhöhung der Speicherdichte punktete Seagate als erstes Unternehmen. (HGST)

Die Western Digital Corporation liefert die weltweit ersten 10-TByte-Festplatten mit vertikaler magnetischer Aufzeichnung (Perpendicular Magnetic Recording, PMR) aus.

HDDs mit Kapazitäten von 10 TByte hat auch schon die HGST Ultrastar Archive Ha10 geboten, doch wie der Name Archive andeutet, für das IT-Segment Archivierung respektive Active-Archive. Doch durch die dabei genutzte Aufzeichnungstechnik Shingled Magnetic Recording (SMR) sind solche Festplatten nicht für Enterprise-Speichersystem, die seit vielen Jahren mit PMR-Technik arbeiten, vergleichbar.

Während bei der PMR-Technik in jedem Entwicklungsschritt grundsätzlich die Flächendichte, also GByte/cm² gesteigert werden muss, nutzt die SMR-Technik Flächen, die durch den Wegfall von Positionierungsspuren frei werden, um die Kapazität zu steigern. Erhebliche Unterschiede bei der Schreibgeschwindigkeit der beiden Festplattentechniken sind die Folge.

Strom und Fläche sparen

Als die erste einbaufertige 10-TB-Festplatte bietet die HGST Ultrastar He10 die größte Speicherkapazität, den niedrigsten Stromverbrauch pro TByte und die höchste Zuverlässigkeit aller auf dem Markt verfügbaren Festplatten. Sie ist die dritte Generation der Helium-Laufwerke von WDC und stellt die branchenweit beste Festplatte für Enterprise-Anwendungen dar.

Unternehmenskunden können die Ultrastar als reines Laufwerk bestellen, sie wird aber auch im Active Archive System von HGST für Kunden zur Verfügung stehen, die zum Beispiel ein Objektspeichersystem der Petabyte-Größenordnung benötigen.

„Netflix hat ein branchenführendes Content Delivery Network aufgebaut, und diese 10-TByte-Laufwerke ermöglichen uns eine schnelle Integration, den Aufbau größerer Kapazitäten und die Bereitstellung einer größeren Anzahl abrufbarer Filme für unsere Kunden“, erläutert David Fullagar, Director Content Delivery Architecture bei Netflix.

„Wir nutzen die HelioSeal-Laufwerke von HGST bereits seit Langem und sie versorgen uns nicht nur mit mehr Kapazität, sondern haben auch zu einem geringeren Gesamtstromverbrauch und einer höheren Speicherdichte beigetragen.“

Im Vergleich zur Vorgängergeneration bietet die Fesplatte mit ihren sieben Platters eine Kapazitätssteigerung von 25 Prozent und benötigt 56 Prozent weniger Watt/TByte als herkömmliche luftgefüllte Festplatten. Damit können die Designer von Rechenzentren in Sachen Umwelteffizienz neue Maßstäbe setzen. Die Ultrastar He10 erfüllt ebenfalls hohe Zuverlässigkeitsstandards der Branche und weist einen Wert für die mittlere Betriebsdauer zwischen Ausfällen von 2,5 Millionen Stunden auf. HGST gewährt deshalb eine Garantie von fünf Jahren.

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