Bis vor kurzem wurde die Weltwirtschaft hauptsächlich durch fossile Brennstoffe angetrieben. In den letzten 80 Jahren ist eine globale Infrastruktur entstanden, welche die Förderung, den Transport sowie die Raffination von Öl ermöglicht. Heute übernimmt ein neues „Öl“ die Führung beim Antrieb unserer globalen Wirtschaft: Daten.
Fossile Brennstoffe waren bis vor kurzem ein Antreiber der Wirtschaft – nun haben Daten ihre Rolle eingenommen.
Rohdaten müssen zunächst gesammelt, verarbeitet und umgewandelt werden, damit sie für ein Unternehmen wertvoll werden. Ein Großteil dieses Wertes kann nur dann realisiert werden, wenn die Daten verschoben werden können: von IoT- und Edge-Geräten wie CT-Scannern und autonomen Fahrzeugen über lokale Legacy-Workflows und Data Lakes bis hin zu KI-Engines und Transcoding-Apps in der Cloud.
In den letzten zwei Jahrzehnten haben neue Anwendungsfälle, die auf Daten angewiesen sind, weiter zugenommen, was sowohl einen Trend als auch eine Herausforderung für Speicherexperten darstellt: exponentielles Datenwachstum. Auf lokaler Ebene verfügt ein Unternehmen, das 2002 10 TB an Dateidaten besaß und verwaltete, heute vielleicht über zehn PB. Das ist buchstäblich das 1.000-Fache im Vergleich zur Datenmenge vor 20 Jahren.
Das Wachstum unstrukturierter Daten bringt dabei eine Reihe von Herausforderungen mit sich, von denen die meisten noch vor zehn Jahren nicht einmal ausformuliert waren.
Auf Augenhöhe: Anforderungen an ein modernes Datenmanagement
Heutige Daten müssen nicht nur gespeichert, sondern auch analysiert, überwacht und priorisiert werden.
Sie müssen von den richtigen Personen eingesehen, für die richtigen Arbeitsabläufe zugänglich gemacht und an die richtigen Stellen weitergeleitet werden – zuverlässig und pünktlich, gerade auch in großem Umfang.
Heutige Daten müssen aufbewahrt werden: jahrelang, manchmal gar auf unbestimmte Zeit, während sie zugleich auf Exabyte-Größe und mehr anwachsen.
Damals und heute: Aspekte der digitalen Transformation
Das sind nur einige Aspekte, die sich im Vergleich zur Situation vor 20 Jahren geändert haben. In der modernen Wirtschaft sind Unternehmen aller Art zunehmend auf Mitarbeiter an entfernten Standorten angewiesen, die einen Datenzugriff mit geringer Latenz benötigen. Selbst Unternehmen mit nur einem Standort können eine globale Reichweite haben, bei der die Daten dorthin verschoben werden müssen, wo sich die Mitarbeiter befinden.
Die Beschränkungen der Rechenzentren zwingen teilweise selbst ältere Workloads in die Cloud. Obwohl die Cloud unbegrenzte Leistung und Kapazität verspricht, müssen Unternehmen erst individuell planen, wie sie neue und wertvolle Daten kosteneffizient und sicher in die Cloud und aus der Cloud bewegen.
Trau, schau, wem: die Cloud als Kostenfalle
Komplexer kann es nicht werden, oder? Doch, natürlich. Die meisten Cloud-Speicheroptionen bieten keine native Unterstützung für dateibasierte Anwendungen und Workflows, und wenn doch, dann sind sie für eine einzelne Cloud-Plattform reserviert. Die meisten dieser Plattformen lassen sich nicht auf die Kapazität skalieren, die Anwendungen benötigen, und lassen sich wahrscheinlich nicht ohne Weiteres mit On-Prem-Speicher integrieren. Wenn Altanwendungen in der Cloud ausgeführt werden sollen, müssen sich Unternehmen auf eine mühsame und teure Neuprogrammierung dieser Anwendungen einstellen.
Es reicht längst nicht mehr aus, die Speicherkapazität zu skalieren. Die Daten haben sich verändert, Ihre Umgebung hat sich verändert, Anwendungen haben sich verändert und ebenso die Mitarbeiterschaft. Bei allen Problemen, die mit umfangreichen Datenmengen einhergehen, beantwortet das Hinzufügen von mehr Kapazität nur eine Herausforderung von vielen.
Wie die Infrastruktur mit Blick auf die Ölraffination benötigen Unternehmen jetzt eine datenorientierte Infrastruktur für die Erfassung, die Speicherung, den Transport, die Umwandlung sowie die Archivierung von Daten.
Der Wunsch nach dem Alleskönner unter den Speicherlösungen
Was wäre, wenn IT-Teams alle Anforderungen erfüllt bekommen würden, ohne zugleich Kompromisse eingehen zu müssen? Was wäre, wenn sie eine einzige Speicherlösung nutzen könnten, die nicht nur unbegrenzt skalierbar ist, sondern auch überall eingesetzt werden kann?
In der heutigen Umgebung benötigen Unternehmen oft umfassende Datenservices auf Hardware in ihren Rechenzentren, auf Edge-basierten VMs sowie in öffentlichen Clouds: AWS, Azure und/oder GCP.
Bei der Wahl des Hardware-Anbieters und Modells für On-Prem-Bereitstellungen fällt auf, dass nicht alle Workloads identisch sind. Unternehmen benötigen die Flexibilität, Hardware von einem bevorzugten Anbieter verwenden zu können. Ferner möchten sie ihr System an die spezifischen Leistungs- und Kapazitätsanforderungen ihrer Workloads anpassen.
Ein modernes Datenlebenszyklusmanagement erfordert darüber hinaus wie bereits skizziert auch Datenmobilität: vom Edge zum Core, vom Core zur Cloud; manchmal auch zwischen Datei- und Objektspeicher. Daten müssen für alle Arten von Clients und Workloads verfügbar gemacht werden.
Stand: 08.12.2025
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Innovationen als Antwort auf dynamische Herausforderungen
Für Unternehmen mit gemischten Datei- und Objekt-Workloads kann die Fähigkeit, Daten für alle Workloads und Clients – NFS, SMB und S3 – freizugeben, entscheidend für die Wertmaximierung sein. Ferner sollte jede Bereitstellung, egal wo, dieselben Funktionen und dieselbe API-Bibliothek enthalten. Qumulos Scale Anywhere stellt etwa eine zeitgemäße Antwort mit Blick auf dynamische Herausforderungen in einer Welt exponentiellen Datenwachstums dar. Um mit dem Anstieg der Daten als wertvollster Ressource der globalen Wirtschaft im 21. Jahrhundert Schritt halten zu können, werden Innovationen weiter im Mittelpunkt stehen.
* Der Autor: Fabrice Gourlay, VP Sales EMEA, Qumulo
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