Mobile-Menu

Gefahren von Big Data, der Digitalisierung und Industrie 4.0, Teil 2

Wie erkennt man einen guten oder schlechten Charakter?

Seite: 3/3

Anbieter zum Thema

Das sollte insbesondere all die Menschen mit Geld, Macht und Einfluss aufhorchen lassen: Fingerabdrücke am Einkaufswagen im Supermarkt, in der Züricher Innenstadt oder am Türgriff von Nobelhotels zu erkennen, könnten nicht nur Kriminellen lukrativ erscheinen.

Erkennungsdienstliche Behandlung

Apropos Biometrie: Die Analyse von Erbmaterial dauerte früher mal drei Tage und länger, heute lediglich noch eine Stunde. Bis 2017 will Intel in der Lage sein, die genetische Funktion einer Zelle komplett in Echtzeit – also ohne zeitliche Verzögerung – zu simulieren. Ebenso schnell wäre es dann möglich, eine Person anhand von Blutstropfen, Sperma-, Schweiß-, Speichelspuren, einzelnen Haaren, dem Körpergeruch oder anhand von Hautschuppen zu identifizieren.

Quantified-Self-Bewegung

Hinzu kommt die „Selbstvermessung“: So gibt es immer mehr Menschen, die permanent mit allerlei technischem Gerät ihre eigenen physiologischen Werte erheben – etwa ihre Herzfrequenz, den Blutzuckerspiegel, die Schrittzahl und den Kalorienverbrauch erfassen.

Praktischerweise gibt es jetzt auch „iKühlschränke“. Ein solcher wird uns dann künftig sicher bereits vor dem Essen darüber informieren, dass die „iKlamotten“ nach dem Speisen geschrumpft sein könnten. Und die iToiletten kann die Qualität unserer Hinterlassenschaft prüfen und – in Echtzeit natürlich – an die „Telematikinfrastruktur im Gesundheitswesen“ schicken.

Und der „Kontextualisierung“ wegen sind weitere Details der menschlichen Existenz relevant – etwa (Ab-)Neigungen, Bildungsstand, Erbanlagen, (Ernährungs-)Gewohnheiten, Freunde, Kinder, Kindheitserlebnisse, Lebensstandard, (sexuelle) Vorlieben, soziale Herkunft, Wohnort und vieles mehr: Wenn wir einen Witz machen, ist unser Gesichtsausdruck anders als bei einem Streitgespräch. Wer traurig ist, lässt die Schultern hängen, wer einen Erfolg zu verbuchen hat, geht aufrecht.

Personen mit großem Selbstwert glauben, sie selbst seien für ihr Glück zuständig und für die Misserfolge seien die Anderen verantwortlich. Bei den Menschen mit geringem Selbstwert ist das umgekehrt. Ähnlich kann man zu Intelligenz, Humor, Stimmungen und Kreativität schlussfolgern.

(ID:43274596)