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#ITfightsCorona Wie geht Schulunterricht virtuell?

| Autor: Ann-Marie Struck

Fast alle Schulen in Deutschland wurden geschlossen. Jetzt müssen Lehrer und Schüler den Unterricht zu Hause und online bewältigen. Leider sind die meisten Schulen technisch nicht darauf vorbereitet. Daher stellen jetzt viele Anbieter ihre Lösungen zur Zusammenarbeit sowie Lehrmittel gratis zur Verfügung.

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Wegen des Coronavirus (SARS-CoV-2) wird zu Hause unterrichtet. Digitale Hilfsmittel können dabei unterstützen.
Wegen des Coronavirus (SARS-CoV-2) wird zu Hause unterrichtet. Digitale Hilfsmittel können dabei unterstützen.
(Bild: © galitskaya - stock.adobe.com)

Die Schulen in Deutschland bleiben mindestens bis zu den Osterferien geschlossen. Um den Unterricht nicht komplett ausfallen zu lassen, sind Schulen plötzlich auf digitale Kommunikation angewiesen. Technisch sind die meiste Schulen jedoch nicht ausreichend darauf vorbereitet. Jetzt sind schnelle Übergangslösung gefragt, dass trotz Schulschließungen der Schulbetrieb mehr oder weniger aufrechterhalten wird.

Bisher schicken viele Lehrerkräfte den Kindern Aufgaben und Übungen per E-Mail, dennoch ersetzt das nicht den eigentlichen Schulunterricht. Damit dieser doch „virtuell“ stattfinden kann, stellen einige Anbieter ihre Lösungen zur Zusammenarbeit sowie Lehrmittel für den Krisenzeitraum kostenlos zur Verfügung.

Virtuelles Klassenzimmer

Die Kommunikationsplattform Scudi bietet ihre App für einzelne Lehrkräfte nun gratis an. Über die App kann nicht nur gechattet, sondern es können auch Unterrichtsmaterialien darüber geteilt werden. Des Weiteren stehen auch Videofunktionen für Konferenzen oder Kurse zur Verfügung.

Eine Alternative, die vor allem in Unternehmen genutzt wird, ist Microsoft Teams. Wenn Schulen in eine Remote-Lernumgebung wechseln, kann in Microsoft Teams eine Art Online-Klassenzimmer erstellt werden, in dem virtuell Aufgaben, Dateien und Unterhaltungen auf einer einzigen Plattform zusammengefasst sind und auf die mit einem mobilen Gerät, Tablet, PC oder Browser zugegriffen werden kann. Microsoft ermöglicht Einzelpersonen, Teams als Web-App gratis zu nutzen. Außerdem gibt es Office-365-Pakete für mehrere Monate dazu. Über die Lösung lassen Sprach- sowie Videokonferenzen abhalten.

Der Kommunikationsanbieter Avaya stellt die Kollaborations-Software Avaya Spaces bis zum 31. August 2020 allen Bildungseinrichtungen und Non-Profit-Organisationen weltweit kostenlos zur Verfügung.

Das Dresdner Start-up Kuravisma bietet seine Software Netzklasse für Online-Schulunterricht seit dem 25. März kostenlos an. So erhält jeder Lehrer ein eigenes virtuelles Klassenzimmer.

Auch das US-amerikanische Start-up Hit Labs stellt sein Tool Pronto derzeit kostenlos zur Verfügung. Über die Software können Video-Gruppenchats veranstaltet oder Dateien sowie Aufgaben geteilt werden.

Lernplattformen

Neben Kommunikation-Tools gibt es nun auch digitale Lernmaterialien. Zum Beispiel stellt die Lernplattform des Duden „Lernattacke“ Videos und Übungen zu neun Schulfächern für zwei Monate kostenlos bereit. Die Aktion gilt bis zum 31. März.

Eine weitere Plattform ist Scoyo. Sie richtet sich an Schüler von der ersten bis zur siebten Klasse. Das Unternehmen verschenkt derzeit kostenlose Zugänge für zwei Wochen. Simpleclub bietet gratis Hilfspakte für Lehrer an. Der Vorteil: Die Abonnements müssen nicht gekündigt werden. Laut allen drei Anbietern laufen sie einfach automatisch aus.

Außerdem verteilt Adobe Creative Cloud für alle Schüler und Studenten bis zum 31. Mai Gratislizenzen für Photoshop und Co.

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Über den Autor

 Ann-Marie Struck

Ann-Marie Struck

Redakteurin