IT-Ausfällen mit durchdachten Notfallplänen begegnen

Zehn Tipps zur Erstellung eines Disaster-Recovery-Plans

| Redakteur: Nico Litzel

6. Bestimmung von RPO und RTO: Die Kenngrößen RTO (Recovery Time Objective) und RPO (Recovery Point Objective) sind wichtige Parameter für eine Notfallplanung. Bei der Recovery Time Objective handelt es sich um die für die Wiederherstellung der Daten vorgegebene Zeit, das heißt, die Zeit, die vom Eintritt des Schadens bis zur vollständigen Wiederherstellung des Systems höchstens vergehen darf. Wenn beispielsweise der Web-, E-Mail- oder Hauptdatenbank-Server ausfällt, ist es für jedes Unternehmen unerlässlich, dass das System innerhalb von Minuten wieder läuft.

Bei der Recovery Point Objective geht es um die Frage, wie hoch der maximal hinnehmbare Datenverlust im Zweifel sein darf, der zwischen einer Sicherung und dem Ausfall des Systems entsteht. Von der unternehmensinternen Bestimmung dieser Kenngrößen hängt auch die Wahl einer adäquaten Disaster-Recovery-Lösung maßgeblich ab.

7. Wahl der richtigen Disaster-Recovery-Lösung: Eine zukunftsweisende Disaster-Recovery-Lösung sollte auf jeden Fall heterogene Umgebungen unterstützen. Da sich ein hoher Prozentsatz der Unternehmensdaten heute auf mobilen Geräten befindet, sollten Desktops, Workstations und auch Remote-Systeme in die Planung der Sicherung einbezogen werden.

8. Entwicklung eines Leitfadens: Als äußerst hilfreich wird sich ein Leitfaden erweisen, der die Ergebnisse und Richtlinien der genannten Punkte dokumentiert und zusammenfasst – am besten in gedruckter Form. Das Dokument sollte im Idealfall an einem sicheren Ort aufbewahrt werden und allen am Notfallprozess Beteiligten zugänglich sein.

9. Regelmäßige Überprüfung und Tests: Eine Überprüfung der Effizienz des Notfallmanagements in regelmäßigen Abständen ist empfehlenswert und schafft Gewissheit. Hierzu sollten Tests und Übungen durchgeführt werden, beispielsweise die Simulation des Ausfalls eines zentralen Servers. Abhängig von den Testergebnissen kann so an einer kontinuierlichen Optimierung des implementierten Notfallmanagements gearbeitet werden.

10. Pragmatischer Tipp: Eine Software-Lösung, die neben Disaster-Recovery zur Wiederherstellung gesamter Systeme auch eine integrierte, auf die einzelnen Daten fokussierte Data-Protection-Komponente aufweist, kann von Vorteil sein. Gerade für zahlreiche Schadensfälle, insbesondere wenn sie unterhalb der „Disaster-Schwelle“ liegen, ist eine solche Lösung ideal geeignet. Sie ermöglicht eine selektive Sicherung und Wiederherstellung auf Datei- oder Objektebene. Die Sicherung kann in kürzeren Zeitabständen erfolgen und dementsprechend lässt sich ein gezieltes Recovery für ganz bestimmte Daten schnell durchführen.

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