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Flexible Migration zu einem Unified Network Storage
Auch wenn einige Standards der DCB-Spezifikation erst nach und nach ratifiziert werden, bietet die frühzeitige Nutzung von 10-Gigabit-Ethernet einige Vorteile – verglichen mit der Investition in eine Fibre-Channel- oder in herkömmliche Gigabit-Ethernet-Lösungen. Getrennte Fibre-Channel- und Ethernet-Netze, wie sie heute noch viele Unternehmen betreiben, führen zu redundanten Infrastrukturen und Ressourcen. Auch hier schafft 10-Gigabit-Ethernet die Voraussetzungen für eine Beseitigung doppelt vorhandener Infrastrukturen. Unternehmen können dann FCoE einsetzen, um vorhandene Fibre-Channel-Infrastrukturen mit 10-Gigabit-Ethernet zu verbinden.
FCoE bietet mehr Flexibilität, um Fibre Channel Frames via Ethernet zu übertragen, wobei gleichzeitig die Eigenschaften des Fibre-Channel-Protokolls verwendet werden können. Storage Traffic – ob iSCSI oder FCoE – wird dann in Ethernet Frames transportiert.
Bereits heute ermöglicht der Einsatz von 10-Gigabit-Ethernet-Switches einem Unternehmen, mit Ethernet zu einem konvergenten FCoE und iSCSI zu migrieren. Auch die Performance lässt sich dadurch in vielen Fällen steigern, indem man die Grenze von 8-Gigabit-Fibre-Channel umgeht und direkt auf 10-Gigabit-Ethernet umsteigt. FCoE eignet sich insbesondere für Unternehmen mit einer vorhandenen Fibre-Channel-Infrastruktur und damit auch Fibre-Channel-Know-how. Denn damit bleiben die vorhandenen Investitionen in Storage-Systeme und Personal geschützt.
Aber auch Unternehmen, die iSCSI nutzen, können von 10-Gigabit-Ethernet profitieren. iSCSI kann schon heute die höhere Bandbreite von 10-Gigabit-Ethernet verwenden und ist damit auch für DCB gerüstet. Darüber hinaus arbeitet iSCSI auch mit vorhandenen und neuen DCB-Ethernet-Netzen zusammen und liefert dann mehr Performance.

Hans Schramm ist Field Product Manager Storage bei Dell in Frankfurt am Main.
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