Netzwerkkonvergenz im Rechenzentrum

10-Gigabit-Ethernet führt iSCSI und Fibre Channel zusammen

07.01.2010 | Autor / Redakteur: Hans Schramm / Nico Litzel

Fibre Channel over Ethernet (FCoE) baut eine Brücke zu vorhandenen Fibre Channel SANs und unterstützt damit die Netzwerkkonsolidierung. (Quelle: Dell)
Fibre Channel over Ethernet (FCoE) baut eine Brücke zu vorhandenen Fibre Channel SANs und unterstützt damit die Netzwerkkonsolidierung. (Quelle: Dell)

Erweiterungen des Ethernet-Standards wie Data Center Bridging (DCB), Fibre Channel over Ethernet (FCoE) und 10-Gigabit-Ethernet bieten eine höhere Performance und mehr Durchsatz, um Speichernetze mit Servern zu verbinden. Ob mit iSCSI oder mit Fibre Channel – Unternehmen haben damit die Möglichkeit, ein ver-einheitlichtes Ethernet-Netzwerk aufzubauen.

Speichernetze haben bekanntlich ihre Vor- und Nachteile: Unbestritten ist, dass SANs zu den zentralen Bestandteilen einer Virtualisierung im Rechenzentrum gehören. In einer virtualisierten Umgebung gewährleisten Speichernetze eine effiziente und flexible Nutzung gemeinsam verwendeter Speicherkapazitäten. Ein weiterer Vorteil: Sie bieten leistungsstarke Features für die Datensicherheit und Desaster-Recovery, denn alle wichtigen Dateien können redundant gespeichert werden.

Der große Schwachpunkt von SANs ist ihre Komplexität. Wächst eine virtuelle Umgebung, kommen immer mehr Server-Anschlüsse dazu. Nach wie vor bereitet auch die Kompatibilität der Komponenten unterschiedlicher Hersteller Probleme. Beim Einsatz neuer Anschlüsse müssen diese oft zeitaufwendig auf eine Kompatibilität mit der vor-handenen Infrastruktur geprüft und angepasst werden.

Darüber hinaus ergibt sich eine zusätzliche Komplexität, indem viele Unternehmen im Storagebereich auf Fibre Channel und bei der Datenübertragung auf Ethernet setzen. Gründe dafür gibt es durchaus, denn beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile. Aktuelle Fibre Channel Storage Arrays verfügen über eine beachtliche Performance, arbeiten mit Übertragungsraten von acht Gigabit pro Sekunde – und höhere Raten zeichnen sich bereits ab.

FC ist aufwendig zu verwalten

Der Nachteil: Fibre-Channel-Systeme sind teuer in der Anschaffung und aufwendig zu verwalten. Im Vergleich dazu ist Ethernet kostengünstiger, schafft eine Verbindung zu IP-Netzen und vereinfacht die Kommunikation über große Strecken. Allerdings erzielt Ethernet, wie es bislang in den Rechenzentren genutzt wird, eine geringere Übertragungsrate und eine höhere Latenzzeit als Fibre Channel.

Durch die Verbreitung von iSCSI können Unternehmen heute preisgünstige Ethernet-Infrastrukturen in SANs nutzen. Dennoch: Wo sowohl Ethernet als auch Fibre Channel zum Einsatz kommen, gestalten sich die Nutzung der vorhandenen Ressourcen und das weitere Wachstum immer noch als Herausforderung.

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Ethernet Bridging

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