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Auszug aus dem IBM Storage System Kompendium

1999 bis 2005 – die Epoche der Multiplattform-Systeme und des Fibre Channel SAN und NAS, Teil 3

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Die Funktionen im Überblick

DCE und DVE: Dynamic Capacity Expansion und Dynamic Volume Expansion ermöglichen, zugewiesene Speicherbereiche im laufenden Betrieb zu vergrößern. Innerhalb des FAStT-Systems werden physische Laufwerke zu einzelnen Array-Groups gebunden. Die Laufwerke können sich dabei über verschiedene EXP-Erweiterungseinheiten verteilen. Die Selektion der Laufwerke kann dem System überlassen werden (dann wird stets die performanteste Konfiguration gewählt) oder vom Administrator manuell definiert werden. Für die erstellte Array-Group wird ein RAID-Level definiert, der für die gesamte Array-Group Gültigkeit hat.

Innerhalb dieser Array-Group können verschiedene Volumes definiert werden. Diese Volumes werden den einzelnen Servern zugewiesen. Für den Fall, dass der gewählte Plattenzusammenschluss (Array-Group) mehr Kapazität benötigt oder eine höhere Performance erforderlich wird, gibt es die Möglichkeit, dieser Group eine oder mehrere physische Laufwerke hinzuzufügen (DCE). Die in dieser Group befindlichen Volumes nutzen diese neue Kapazität, die Disk wird automatisch in die Volume-Verteilung aufgenommen.

Sollte innerhalb eines zugewiesenen Volumes mehr Kapazität benötigt werden, so ist im laufenden Betrieb auch hier eine Kapazitätserweiterung möglich (DVE). Voraussetzung hierfür ist, dass entsprechende Kapazitäten innerhalb der Array-Group zur Verfügung stehen (in diesem Fall kann über DCE eine beliebige, undefinierte Platte ergänzt werden). Diese Funktionalitäten ermöglichen es dem Anwender, flexibel auf Kapazitätsanforderungen einzugehen und diese auf einfachste Weise umzusetzen. Alle Funktionen arbeiten im laufenden Betrieb mit Data in Place und werden über den FAStT Storage Manager initialisiert.

DRM: Dynamic RAID Migration. Genauso wie zugewiesene Kapazitäten sind ebenfalls zugewiesene RAID-Level nicht statisch, sondern auch im laufenden Betrieb veränderbar. Sollten sich durch Änderungen im Lastprofil, der Kapazitäts- oder Sicherheitsanforderung Änderungswünsche am eingesetzten RAID-Level ergeben, so kann dieser im laufenden Betrieb je RAID-Array angepasst werden.

Es stehen die RAID-Level 0, 1, 1+0, 3 und 5 zur Verfügung. Es kann von jedem RAID-Level zu jedem anderen RAID-Level gewechselt werden. Voraussetzung ist, dass entsprechende Plattenkapazitäten (z. B. bei einem Wechsel von RAID5 zu RAID1) verfügbar sind (DCE). Auch dies ist im laufenden Betrieb mit Data in Place möglich. Die RAID-Berechnung wird im Controller über HW-Funktionalität durchgeführt.

DAE: Dynamic Array Expansion. Sollte innerhalb einer FAStT weitere physische Kapazität benötigt werden, so gibt es die Möglichkeit, im laufenden Betrieb die angeschlossenen Erweiterungseinheiten mit weiteren FC-Laufwerken in verschiedenen Kapazitätsgrößen und mit unterschiedlichen RPMs zu bestücken (bis zu 14 Laufwerke je EXP700). Sollten in den angeschlossenen EXPs keine freien Slots zur Verfügung stehen, so besteht die Möglichkeit, im laufenden Betrieb eine weitere EXP700 an den FAStT-Controller anzuschließen. So lassen sich einzelne Laufwerke oder ganze Erweiterungseinheiten im laufenden Betrieb hinzufügen.

Weiter mit: Optionale Funktionen

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