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Auszug aus dem IBM Storage System Kompendium

1999 bis 2005 – die Epoche der Multiplattform-Systeme und des Fibre Channel SAN und NAS, Teil 3

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Optionale Funktionen

Neben diesen Standard-Funktionalitäten sind weitere, optionale Funktionen verfügbar:

FlashCopy: Die Funktion FlashCopy (Point-in-Time-Copy) ermöglicht bis zu vier virtuelle Kopien eines bestehenden Volumes. Diese Funktion kommt vor allem für die Erstellung von Testumgebungen und die Erhöhung von Onlinezeiten bei Backups zum Einsatz. Wie funktioniert nun FlashCopy bei den FAStT-Systemen? Über dem FAStT Storage Manager (FSM) wird der FlashCopy-Befehl über die GUI-Oberfläche abgesetzt. Über das GUI wird in diesem Schritt ebenfalls ein Repository angelegt, ein physischer Datenbereich für die Änderungen zwischen der Kopie und T0, dem Zeitpunkt des Spiegelungsbeginns.

Die Größe des Repositorys ist abhängig von der Anzahl der Änderungen am Originalvolume. Die Erfahrung zeigt, dass eine Repositorygröße von 20 Prozent des Originalvolumes sinnvoll ist. Sollte bei längerer Kopievorhaltung oder überdurchschnittlich vielen Änderungen der Source mehr Repository-Kapazität benötigt werden, so kann dieser Bereich flexibel vergrößert werden (DVE). Die Erstellung einer FlashCopy ist innerhalb von wenigen Sekunden abgeschlossen.

Zur weiteren Benutzung einer Flash-Copy ist es wichtig, zu T0 auf einen konsistenten Datenbestand zurückzugreifen, da ansonsten eine inkonsistente Kopie entsteht. Die erstellte virtuelle Kopie (nach wenigen Sekunden) kann z. B. dem Backup-Server zur Datensicherung zugewiesen werden. Wird während der Nutzung einer FlashCopy (Target) eine Änderung an der Source (Block A) vorgenommen, so wird das Original vor der Änderung in das Repository übernommen. Wird das Target geändert, so wird diese Änderung ebenfalls im Repository gespeichert. Wurden an der Source keine Änderungen vorgenommen, so greift man bei der Nutzung der Copy (Target) automatisch auf die Source zurück.

VolumeCopy: Ergänzend zur Funktion FlashCopy ist für FAStT-Systeme mit FSM 8.4 auch die Funktion VolumeCopy verfügbar. VolumeCopy erstellt im Gegensatz zu FlashCopy eine physische Kopie. Es muss also für die Erstellung einer VolumeCopy die gleiche physische Kapazität wie die der Source zur Verfügung stehen. Es besteht die Möglichkeit, diese Kopie nach Wunsch zu priorisieren. Dies bedeutet, dass I/O-Tätigkeiten zum Host bevorzugt, die Erstellung der Kopie nur zweitrangig behandelt wird. VolumeCopy ist eine Funktion, die besonders für Testumgebungen (z. B. zur Durchführung von Releasewechseln etc.) oder für Online-Backups geeignet ist.

Remote Mirroring: Während die Kopierfunktionen FlashCopy und VolumeCopy Datenkopien innerhalb eines FAStT-Systems zur Verfügung stellen, erstellt Remote Mirroring eine Kopie von Daten über eine SAN-Infrastruktur von einer FAStT auf eine weitere. Diese Funktion ist für die FAStT-Systeme 700 und 900 verfügbar. Remote Mirroring ist eine bidirektionale, synchrone Kopie. Über dedizierte Fibre-Channel-Ports können bis zu 32 Volumes auf eine zweite FAStT gespiegelt werden. Remote Mirroring wird für Katastrophenvorsorge und High-Performance Copys eingesetzt.

Partitioning: Um unterschiedliche Speicherbereiche auf der FAStT voneinander abzugrenzen, steht die Funktion Partitioning zur Verfügung. Die Abgrenzung bewirkt, dass definierte Server nur auf den ihnen zugewiesenen Speicherbereich zugreifen können. Auf Speicherbereiche von „fremden“ Servern kann somit kein Zugriff erfolgen. Dies erhöht die Sicherheit der einzelnen Speicherbereiche. Besonders in Microsoft-Umgebungen ist diese Funktion sehr wertvoll, da die Betriebssysteme keine derartige Funktionalität bieten.

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