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Auszug aus dem IBM Storage System Kompendium 1999 bis 2005 – die Epoche der Multiplattform-Systeme und des Fibre Channel SAN und NAS, Teil 3

| Autor / Redakteur: Kurt Gerecke und Klemens Poschke / Nico Litzel

Im Jahr 2001 wurde die Allianz zwischen IBM und LSI auf den gesamten Storage-Vertrieb erweitert. Das erste Produkt, das IBM über diesen Weg vertrieb, war das Entry-Plattenprodukt FAStT200, damals auch als IBM 3542 bekannt.

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Die FAStT-RAID-Controller-Familie im Überblick
Die FAStT-RAID-Controller-Familie im Überblick
( Archiv: Vogel Business Media )

Das Modell FAStT200, das mit bis zu zwei Fibre-Channel-Ports mit der Grundeinheit (zehn eingebaute Festplatten) und zwei Erweiterungseinheiten EXP500 (pro EXP500 zusätzliche 15 Platten) eine maximale Kapazität von bis zu 2,1 Terabyte anbot, stellte eine preisgünstige, performante Plattenlösung für dezentrale Abteilungen und Arbeitsgruppen mit bis zu vier Servern dar.

Das System bot als Entrysystem damals bereits eine ganze Reihe von Sicherheitsoptionen wie Dual Active RAID Controller, RAID 0, 1, 10, 3 und 5, redundante Netzteile und Batterie sowie die Möglichkeit, alle Komponenten als „Hot Swaps“ zu tauschen. Im System konnten im Mischbetrieb Platten mit 18, 36 und 73 Gigabyte eingesetzt werden.

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Die Abkürzung „FAStT“ steht für „Fibre Array Storage Technology“. Der ursprüngliche Name sollte FAST – für Fibre Array Storage Server – lauten, war aber bei der Ankündigung der LSI-Produkte bereits vergeben und konnte nicht verwendet werden. Deshalb entschloss man sich für FAStT mit der Intention, dass das kleine „t” nicht ausgesprochen wird. Trotz allem setzte sich die Aussprache als „fast_T” in ganzer Breite durch.

FAStT500 und FAStT700

Die Reihe der FAStT-Plattensysteme wurde im Oktober 2001 um die leistungsfähigeren Produkte FAStT500 und FAStT700 erweitert, die mit bis zu vier Fibre-Channel-Anschlüssen höhere Kapazitäten boten. Im Hochleistungsbereich kam im Februar 2003 die FAStT900 dazu, um die Baureihe auch im oberen Leistungsbereich abzurunden. Im April 2003 wurde die FAStT500 duch die FAStT600 und FAStT600 Turbo ersetzt.

Neben den Plattenerweiterungseinheiten EXP500 und EXP700 (EXP steht für Expansion), die mit Fibre-Channel-Platten bestückt waren, kündigte IBM im Oktober 2003 die Erweiterungseinheit EXP100 an, die mit preislich günstigeren SATA-Platten bestückt war. Der dazu passende Controller wurde im Mai 2004 mit der FAStT100 angekündigt.

SATA-Platten (Serial Advanced Technology Attached) sind günstige IDE-Platten mit seriellem Interface, die bisher auschließlich im Heim-PC-Bereich ihre Anwendung fanden. Mit Ausnahme der schon länger verfügbaren FAStT200 waren alle Systeme jetzt mit 2-Gbit-Fibre-Channel ausgestattet, und das sowohl Host-seitig als auch in der Anbindung der Plattenloops an den jeweiligen FAStT Controller. Über 90 Prozent des Vertriebs dieser LSI-Plattensubsystem-Serie lief über IBM oder IBM-Geschäftspartner und war im Fibre-Channel-Umfeld ein riesiger Erfolg, der bis heute anhält.

Je nach Controllerstärke wurde bei den FAStT-Plattensystemen eine Vielzahl von neuen Funktionalitäten eingeführt, die dann vor allem in den oberen Modellen zum standardmäßigen Einsatz kamen und bis heute in den Systemen verwendet werden. Zum besseren Verständnis werden diese Funktionen im Folgenden beschrieben.

Weiter mit: Die Funktionen im Überblick

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