Auszug aus dem IBM Storage System Kompendium

2006 bis 2010 – die Epoche der Server-basierenden Speichersysteme und der Speichervirtualisierung, Teil 1

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Riesiges Marktpotenzial mit geringeren Anforderungen

Während DS8000 auf Basis der POWER5-Architektur ganz klar den Highend-Speichermarkt adressiert, gibt es noch ein riesiges Marktpotenzial mit geringeren Anforderungen an Leistung und Skalierbarkeit. Dieses Marktpotenzial adressiert IBM mit einem modularen Speichersystem auf Basis der PowerPC-Prozessortechnologie. Wichtig für dieses Marktsegment ist ein kompaktes, modulares Design, das eine hohe Leistung auf kleinstem Raum ermöglicht, keine besonderen Anforderungen an die RZ-Infrastruktur stellt und sich perfekt in die vorhandene IT-Landschaft mit Servern in 19-Zoll-Racks integrieren lässt.

Diesen Designanforderungen entspricht das Speichersystem DS6000. Das System ist voll und ganz für den Massenmarkt und seine spezifischen Anforderungen konzipiert. Das System basiert auf modularen Einschüben mit 3U-Bauhöhe, die sich in vorhandene 19-Zoll-Racks einbauen lassen, ohne dabei Kompromisse in der Leistungsfähigkeit einzugehen. Das Speichersystem skaliert von 288 Gigabyte bis auf 38,4 TB.

Bildergalerie

DS6000 stellt für IBM bei Plattensystemen einen Durchbruch im Platzbedarf dar. Während der bisherige Einstieg in die Enterprise-Welt mit der ESS 750 nicht ohne mindestens einen Quadratmeter Stellfläche plus zusätzliche Servicefläche sowie einen stabilen Doppelboden, der eine Tragfähigkeit von über einer Tonne gestatten musste, zu ermöglichen war, erreicht die DS6000 völlig neue Dimensionen. Der maßstabsgerechte Vergleich in der Bildgalerie zeigt den großen technologischen Fortschritt. Der Einstieg in die Enterprise-Welt ist jetzt mit weniger als fünf Prozent des Volumens bisheriger Speichersysteme möglich. Damit gehen verringerte Anforderungen bezüglich der Servicefläche, der RZ-Infrastruktur und des Strombedarfs einher.

Unterschied in der Plattform

Die DS6000 entspricht im logischen Aufbau der DS8000. Der Unterschied besteht in der Plattform, auf der das System betrieben wird. HA- und DA-Code sind im Wesentlichen identisch, da es sich um autarke Einheiten handelt. Die Funktionalität des Speichersystems ist ebenfalls identisch. Der große Unterschied ist die Prozessor-Plattform. Da der PowerPC-Prozessor über keine Partitionierungsmöglichkeiten verfügt, entfällt diese Komponente. Zudem wird der Prozessor nicht durch AIX, sondern durch Linux gesteuert.

Weiter mit: Wesentliche Änderungen betreffen den Abstraction Layer

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