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Auszug aus dem IBM Storage System Kompendium 2006 bis 2010 – die Epoche der Server-basierenden Speichersysteme und der Speichervirtualisierung, Teil 1

| Autor / Redakteur: Kurt Gerecke und Klemens Poschke / Nico Litzel

Was wird uns die neue Epoche der Server-basierenden Speicherarchitekturen und der Speichervirtualisierung bringen? Was erwartet uns technologisch in den nächsten Jahren? Die Autoren erlauben sich, eine persönliche und durchaus realistische Abschätzung der nahen Zukunft in dieses Storage-Kompendium einzuarbeiten.

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Das 2-Wege-System IBM DS8100 und das 4-Wege-System IBM DS8300
Das 2-Wege-System IBM DS8100 und das 4-Wege-System IBM DS8300
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Ansätze von Server-basierenden Speicherarchitekturen sieht man bereits in der Vorgänger-Epoche in den Produkten DR550 (pSeries-Server) für die Langzeitarchivierung und TS7500-Familie (xSeries-Server mit Linux Kernel) für die Bandvirtualisierung im Open-Systems-Bereich. Auch die SAN-Virtualisierung mit dem SAN Volume Controller muss dazugezählt werden.

Allerdings bedeuten Server-basierende Speicherarchitekturen weit mehr. Systeme auf dieser Basis sind nicht nur Maschinen, auf denen Daten gespeichert werden, sondern auch gleichzeitig Server, die Applikationen durchführen können. Konsolidiert man heute Server auf der Serverebene und Speichereinheiten auf der Speicherebene, lassen Server-basierende Speicherarchitekturen eine Vertikalkonsolidierung von Servern und Storage zu. Applikationen können von der Serverebene auf die Storage-Ebene verlagert werden.

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Dies ist vor allem für Applikationen von wesentlichem Vorteil, die viele I/Os zwischen einer Servereinheit und einer Storage-Einheit produzieren. Diese I/Os können alle eingespart werden, wenn die Applikation von einer Speichereinheit durchgeführt wird (‘No I/O-is the best I/O’).

DS8000

Das erste Produkt in dieser Server-basierenden Speicherarchitektur ist das Plattensystem DS8000, das am 12. Oktober 2004 von IBM angekündigt wurde. Die Ankündigung erfolgte zweifelsfrei viel zu früh und es dauerte fast noch ein ganzes Jahr, bis die Maschine den Stabilitätsgrad hatte, um produktiv eingesetzt zu werden. Heute hat die Maschine eine noch nie dagewesene Stabilität und eine Leistungsfähigkeit, die kein anderes vergleichbares System auf dem Markt ausliefert. Mit der DS8000 wurde am 12. Oktober auch der kleine Bruder, die DS6000, angekündigt.

Weiter mit: 3,4 Millionen I/Os pro Sekunde

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