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Auszug aus dem IBM Storage System Kompendium

2006 bis 2010 – die Epoche der Server-basierenden Speichersysteme und der Speichervirtualisierung, Teil 7

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SVC Entry Edition

Zeitgleich mit dem Release 4.3 stellt IBM auch eine kostengünstige Einstiegslösung, die SVC Entry Edition, zur Verfügung. Diese Geräte basieren auf einem x3250-Server mit einem Intel-Xeon-E3110-Dual-Core-Prozessor mit drei 3,0 Gigahertz Taktung und sechs Megabyte L2 Cache. Wie das aktuelle Modell 8G4 haben die Entry Geräte acht Gigabyte Cache und vier 4-Gigabit/s-Fibre-Channel-Anschlüsse. Die SVC Entry Edition ist preislich um ca. 40 Prozent günstiger positioniert und erreicht ca. 60 Prozent des Durchsatzes und der Leistungsfähigkeit des 8G4-Modells.

Release 5.1 – SVCs mit Solid State Disks

Im Oktober 2009 kündigt IBM mit Verfügbarkeit November 2009 das SVC Release 5.1 an, das neben funktionalen Erweiterungen neue leistungsstärkere Prozessor-Hardware beinhaltet. Das neue SVC-Modell 2145 CF8 basiert auf dem System-x3550-M2-Server mit Intel-i7-Quad-Core-2,4-GHz-Prozessoren und leistet nahezu das Doppelte wie der Vorgänger 2145 8G4. Die neuen Maschinen sind mit der dreifachen Cache-Größe von 24 Gigabyte ausgestattet und eine I/O-Gruppe bietet damit 48 Gigabyte als Cache-Speicher an.

Damit ergeben vier Knotenpaaren im Clusterverbund eine Cache-Größe von 192 Gigabyte. Jeder SVC-Knoten bietet zudem 8 x 8-Gigabit-FC-Ports. Das heißt, im Maximalausbau mit vier Knotenpaaren im Cluster stehen 32 x 8-Gigabit-FC-Ports zur Verfügung. Durch die schnelleren Prozessoren und die Verdreifachung des Caches gewinnt der SVC eine ungewöhnlich hohe Leistungsfähigkeit. Per I/O-Gruppe, also per Knoten, werden 120.000 bis 140.000 IOPS möglich, im Vollausbau also 480.000 bis 540.000 IOPS.

Die neuen SVC Engines können mit eingebauten SSDs (Solid State Disks) ausgestattet werden. Bis zu vier SSDs mit einer Kapazität von 146 Gigabyte können in eine Engine eingebaut werden, per I/O-Gruppe also bis zu acht SSDs und damit einer SSD-Bruttokapazität von 1.168 Gigabyte per I/O Group. Dabei werden nur 600 GB genutzt, weil der Großteil der SSDs gespiegelt wird. Bei einer maximalen Konfiguration mit vier Knotenpaaren im Cluster stehen damit bis zu 2,4 Terabyte an nutzbarer SSD-Kapazität zur Verfügung.

iSCSI-Unterstützung

Die neuen SVC-Geräte können auch mit eingebauten Ethernet-Ports ausgestattet werden und so direkt an iSCSI angeschlossen werden. Es werden dazu die vorhandenen LAN-Ports des SVC verwendet. Fällt ein Knoten des SVCs aus, wird die entsprechende IP-Adresse auf den anderen Knoten übernommen. Somit ist es nicht nötig, MPIO-Software für iSCSI auf dem Host zu installieren.

Neue Funktionen

Mit Release 5.1 stehen dem SVC neue Funktionen zur Verfügung. Reverse FlashCopy erlaubt FlashCopy Targets als Restore Point für die Source zu werden, ohne dass die FlashCopy-Beziehung aufgebrochen wird. Dabei werden multiple Targets und multiple Roll Back Points unterstützt.

Multiples Cluster Mirroring erlaubt den Aufbau einer dreifachen Spiegelung. Vier SVC-Cluster bilden eine Mirror-Gruppe. Jede Disk kann von jedem Cluster auf einen anderen Cluster gespiegelt werden.

Installationsbasis Dezember 2009

Weltweit wurden bis zum Dezember 2009 über 17.000 SVC-Knoten ausgeliefert. Diese Knoten sind in mehr als 5.000 SVC-Systemen im produktiven Einsatz.

Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem IBM-System-Storage-Kompendium. Hier finden Sie das vollständige Kompendium in Form eines Whitepapers.

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