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Commvault Cyber Recovery Readiness Report Unternehmen können Cyber-Resilienz lernen

Von Peter Schmitz 2 min Lesedauer

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Dass IT-Unternehmen ihr Verhalten ändern können und dies sich lohnt, zeigen neue Ergebnisse des 2024 Cyber Recovery Readiness Reports, die Commvault und die IT-Experten von GigaOM vorgestellt haben. Einmal angegriffene Unternehmen konnten durch Cyber-Recovery-Maßnahmen ihre Wiederherstellungszeit verbessern. Nicht vielen Unternehmen kann man aber eine Reife ihrer Datensicherheit konstatieren.

Übung macht den Meister! 70 Prozent der Unternehmen mit hohem Cyber-Reifegrad testeten ihre Pläne zur Wiederherstellung vierteljährlich.(Bild:  Christian - stock.adobe.com)
Übung macht den Meister! 70 Prozent der Unternehmen mit hohem Cyber-Reifegrad testeten ihre Pläne zur Wiederherstellung vierteljährlich.
(Bild: Christian - stock.adobe.com)

Wie bereiten sich Unternehmen auf Cyber-Recovery vor, also auf die besonders anspruchsvolle Wiederherstellung von Daten, Informationen und Infrastrukturen nach einem Angriff? Dazu haben Comvault und GigaOM weltweit 1.000 IT- und IT-Sicherheitsverantwortlichen befragt. Die daraus entstandene Studie, der „2024 Cyber Recovery Readiness Report“ belegt, dass Opfer eines fremden Zugriffs ihre Datensicherung verändert haben und damit ihre Recovery deutlich beschleunigen konnten.

Besserung wahrscheinlich

Unternehmen, die verstärkt Ressourcen in die Cyber-Resilienz investierten, erholten sich in der Folge um 41 Prozent schneller von einem Vorfall als andere Betriebe. Zudem konnten Opfer, die ihre Konsequenzen gezogen hatten, Recovery-Zeiten innerhalb von 48 Stunden mit einer – gegenüber nicht angegriffenen Unternehmen – um 32 Prozent höheren Wahrscheinlichkeit realisieren. Bei bisher verschonten Organisationen konnte die Wiederherstellung im Ernstfall etwa drei Wochen oder sogar länger dauern.

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Um auf einen Cybervorfall besser vorbereitet zu sein, haben laut der Studie die betroffenen Unternehmen nach ihrem Angriff ihre Investitionen in Maßnahmen für Cyber-Resilienz erhöht: Angegriffene Betriebe erhöhten ihre Ausgaben zur Cybersicherheit um fast 30 Prozent im Vergleich zu nicht angegriffenen Unternehmen. Zudem bemühten sie sich verstärkt darum, die unterschiedlichen Risikoprofile ihrer Daten zu verstehen: Betroffene Unternehmen analysieren mit einer um das Zweieinhalbfache erhöhten Wahrscheinlichkeit die Risikoprofile ihrer Daten, um zu entscheiden, welche Informationen in welchem Ausmaß gefährdet sind. Wer den Schaden hatte, testete zudem verstärkt seine Abläufe, um Lücken in den Notfallplänen für Cybervorfälle zu finden. Nur zwei Prozent der einmal angegriffenen Unternehmen verzichteten weiterhin auf solche Tests, bei verschonten Unternehmen jedes fünfte.

Merkmale der Cyber-Resilienz

Commvault und GigaOm haben als Ergebnis dieser Umfrage fünf Schlüsselfähigkeiten, sogenannte Resilienzmerkmale, identifiziert, die zeigen, welche Unternehmen cyberresilient sind. Organisationen, die diese Merkmale in der Kombination verwirklicht haben, konnten sich schneller von Cyberangriffen erholen und wurden seltener Opfer unerlaubter Zugriffe. Zu diesen Merkmalen gehören:

  • 1. Sicherheitstools, die vor Gefahren, einschließlich Insiderrisiken, warnen,
  • 2. eine bekannte, saubere Dark Site oder ein vorhandenes sekundäres System,
  • 3. ein isolierter Speicherort für eine unveränderliche Kopie der Daten,
  • 4. festgelegte Runbooks, Rollen und Abläufe für den Ernstfall sowie
  • 5. spezifische Maßnahmen zum Nachweis der Recovery-Readiness der Daten und des Risikos.

Nur 13 Prozent aller Teilnehmer ließen sich als Unternehmen mit hohem Cyber-Reifegrad einstufen. Darüber hinaus trifft die Studie folgende wichtige Aussagen:

  • Schnellere Wiederherstellungen: Unternehmen mit hohem Cyber-Reifegrad, die wenigstens vier der fünf oben erwähnten Resilienz-Merkmale erfüllten, führten ihre Recovery um 41 Prozent schneller durch als Unternehmen, die nur eines oder gar keines der Kriterien erfüllten.
  • Weniger Eindringen in die IT: Insgesamt erlitten Unternehmen mit Cyber-Reife weniger Sicherheitsvorfälle also solche, die weniger als vier Resilienz-Merkmale erfüllten.
  • Größeres Vertrauen in die eigene Cyber-Readiness: 54 Prozent der Unternehmen mit hohem Cyber-Reifegrad waren vollkommen zuversichtlich, dass sie sich von einem Sicherheitsvorfall erholen können, verglichen mit nur 33 Prozent der weniger vorbereiteten Organisationen.
  • Häufige Tests bedeuten den Unterschied: 70 Prozent der Unternehmen mit hohem Reifegrad testeten ihre Pläne zur Wiederherstellung vierteljährlich. Von den Unternehmen, die keines oder nur eines der Resilienz-Merkmale erfüllten, testeten lediglich 43 Prozent mit derselben Frequenz.

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