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Von Datentransparenz in KI-Anwendungen bis zu Compliance-Fragen 4 Trendthemen fürs kommende Jahr

Ein Gastbeitrag von Sascha Hempe* 3 min Lesedauer

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Was kommt im Speicherbereich im Jahr 2026 auf Unternehmen zu? Sascha Hempe, Regional Sales Manager DACH & Nordics beim Datenmanagement-Spezialisten Datadobi, wagt eine Vorhersage, welche Themen in den kommenden zwölf Monaten die Branche umtreiben könnten.

Im Gastbeitrag macht Sascha Hempe von Datadobi vier Trendthemen fürs Jahr 2026 aus.(Bild:  Midjourney / KI-generiert)
Im Gastbeitrag macht Sascha Hempe von Datadobi vier Trendthemen fürs Jahr 2026 aus.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)

Unstrukturierte Daten: der stille Killer des IT-Budgets

Unstrukturierte Daten, etwa in E-Mails, Dokumenten und Meeting-Aufzeichnungen, machen heute bereits bis zu 90 Prozent aller Unternehmensdaten aus. Durch künstliche Intelligenz (KI) gesteuerte Workloads werden das Datenwachstum noch weiter beschleunigen. Viele Unternehmen versuchen, ihre Datenfluten einfach mit einer stetigen Erweiterung ihrer Speicherkapazitäten zu bewältigen. Doch dieser Ansatz ist nicht nachhaltig und kann nur in einer Kostenspirale enden.

In vielen Firmen führen auch der zunehmende Einsatz von Software-as-a-Service-Lösungen (SaaS) sowie der Anstieg der Schatten-IT zu einer weiteren Fragmentierung der Unternehmensdaten über Clouds und Endgeräte hinweg. Mangelnde Transparenz in der Datenlandschaft ist damit vorprogrammiert. Ohne ein sorgfältiges Management der Daten über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg riskieren IT-Führungskräfte, Budget für die Handhabung und Speicherung veralteter oder wertloser Daten zu verschwenden, während wichtige Informationen, die echte Innovationen vorantreiben könnten, ungenutzt bleiben.

Daten-Governance als strategische Disziplin

Das Thema Daten-Governance wird sich in vielen Unternehmen von einer reinen Compliance-Checkliste zu einem strategischen Wegbereiter für KI- und Analytikanwendungen entwickeln. Denn generative künstliche Intelligenz (GenAI) und fortschrittliche Datenanalysen erfordern qualitativ hochwertigen Dateninput. Doch die meisten Firmen tun sich mit der Verwaltung ihrer unstrukturierten Daten bisher noch schwer.

Um dieser Herausforderung zu begegnen, werden sich Unternehmen zunehmend auf Governance-Frameworks für ihre Daten stützen – nicht nur, um Compliance-Anforderungen zu erfüllen, sondern weil diese auch eine solide Grundlage für smarte Datenanwendungen schaffen. Unternehmen, die erfolgreich Datensilos aufbrechen und unternehmensweite Transparenz schaffen können, werden von besserer interner Zusammenarbeit und umfassenderen Geschäftseinblicken profitieren. So wird Daten-Governance zu einem echten Wettbewerbsvorteil.

Rechts- und Risikoteams werden Datenstrategien mitgestalten

Der regulatorische Druck auf Unternehmen in Bezug auf Datenschutz, Datensouveränität sowie ethische Fragen rund um künstliche Intelligenz nimmt zu. Während Rechtsteams bisher vor allem auf Risiken im Zusammenhang mit geteilten Dateizugriffen oder veralteten Aufzeichnungen reagieren mussten, werden Unternehmen zunehmend einen proaktiven Ansatz brauchen, in dem die Rechtsabteilung gemeinsam mit IT- und Datenverantwortlichen solide Daten-Governance-Richtlinien gestaltet. Denn Datenumgebungen können inzwischen Petabytes von Daten umfassen. Durch die Schaffung von mehr Transparenz und vertretbaren Prozessen lässt sich das Risiko von Rechtsstreitigkeiten verringern, die Compliance unterstützen und Resilienz in das gesamte Unternehmen integrieren.

Heiß diskutiert: das Thema Datensouveränität

Im Juli diesen Jahres bestätigte Microsoft, was viele schon lange vermutet hatten: Selbst Daten, die auf EU-Boden gespeichert sind, können ausländischer Gerichtsbarkeit unterliegen. Der Anbieter gab zu, dass er „nicht garantieren kann“, dass europäische Kundendaten vor dem Zugriff der US-Regierung gemäß dem CLOUD Act geschützt sind. Diese Nachricht hat die Debatte über die Datenhoheit, Datenkontrolle und die Zukunft der digitalen Infrastruktur Europas weiter angeheizt. Wenn der physische Speicherort der Daten allein keinen wirklichen Schutz bietet, dann geht es bei der Datensouveränität nicht mehr nur um den geografischen Standort, sondern auch um eine sorgfältige Daten-Governance.

Umfassender Datenschutz durch Datentransparenz

Sascha Hempe, Regional Sales Manager DACH & Nordics bei Datadobi.(Bild:  © www.economy-business.de/Datadobi)
Sascha Hempe, Regional Sales Manager DACH & Nordics bei Datadobi.
(Bild: © www.economy-business.de/Datadobi)

Unternehmen, die keinen genauen Überblick darüber haben, wo sich ihre Daten befinden, wer darauf zugreifen kann und unter welchen rechtlichen Rahmenbedingungen dies geschieht, sehen sich jetzt mit neuen Herausforderungen konfrontiert. Selbst bei einer sorgfältigen Auswahl der Cloud-Dienstleister ist ein umfassender Datenschutz nur umsetzbar, wenn auch das entsprechende Maß an Datentransparenz besteht. Mit modernen Datenmanagement-Plattformen können Unternehmen zumindest die rechtlichen Lücken schließen, indem sie die Kontrolle über ihre Daten wiedererlangen, Daten nach ihrer Sensibilität und ihrem rechtlichem Risiko klassifizieren und klar definierte Zugriffsrichtlinien durchsetzen.

* Der Autor: Sascha Hempe, Regional Sales Manager DACH & Nordics bei Datadobi

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