Mit ihrer neuen Lösung SaaSBACKUP will die kanadische Software-Schmiede Asigra eine Sicherungsmöglichkeit aus Backup & Disaster Recovery bieten, die eine unbegrenzte Anzahl an SaaS-Applikationen unterstützt. Weitere Konnektoren können Kunden und Partner wie etwa MSPs und VARs mit dem Software Development Kit (SDK) selbst erstellen und auf einem Online-Marketplace anbieten.
Für in öffentlichen Cloud-Lösungen gespeicherte Daten gilt das Prinzip der „Shared Responsibility“. Asigra will Unternehmen nun die Möglichkeit bieten, eine unbegrenzte Anzahl von SaaS-Apps mit einer Lösung zu sichern.
(Bild: Miha Creative - stock.adobe.com)
Zu den bekanntesten SaaS-Anwendungen gehören Microsoft 365, Salesforce und Google Workplace. Aber es gibt unzählige weitere SaaS-Applikationen wie etwa Workday, ServiceNow oder QuickBooks. „Im Durchschnitt nutzt ein Unternehmen etwa 135 solcher Apps, und ein Privatanwender mindestens neun“, erklärt Eric Simmons, der CEO von Asigra. Welche Dynamik dieser Markt aufweist, belegt das Studienergebnis von Fortune Business Insights, wonach sein Umfang von 251,2 Milliarden US-Dollar im Jahr 2022 auf 883,34 Milliarden US-Dollar im Jahr 2029 steigen dürfte, was einem jährlichen Wachstum von 19.7 Prozent entspräche.
Was jedoch die meisten Nutzer dieser Anwendungen nicht wissen – oder missachten –, ist die Tatsache, dass diese ihre Daten höchstens 28 (Jira Cloud) bis 90 Tage (MS 365) aufbewahren und es ganz allein der Sorgfaltspflicht des Nutzers obliegt, dass die Daten gesichert und wiederhergestellt werden können. Es gilt das Prinzip der „Shared Responsibility“.
Angesichts der hohen Arbeitslast der meisten Nutzer ist es wenig wahrscheinlich, dass diese notwendigen Backups automatisch ausgeführt werden. In jedem Fall ist es dem Nutzer überlassen, eine Wiederherstellung der Daten auszuführen. Niemand garantiert dem Nutzer, dass die Sicherungsdateien nicht manipuliert worden sind, wenn sie zur Disaster Recovery herangezogen werden. Dieser Missstand dürfte früher oder später zu Datenverlust führen – wenn nicht vorher der GAU einer Ransomware-Attacke eintritt, von der mittlerweile neun von zehn Unternehmen und Organisationen betroffen sind.
Mit SaaSBACKUP erhebt Asigra den Anspruch, als einziger Anbieter eine unbegrenzte Anzahl von SaaS-Apps sichern zu können. „Dazu gehören Apps in CRM, ERP, CMS, Projektplanung, E-Commerce und viele weitere, die wir mit unserer leistungsfähigen API integrieren können“, so CEO Simmons. „Derzeit bietet unsere Plattform über 200 Konnektoren zu SaaS-Lösungen an.“ Mithilfe eines Software Development Kits (SDK) können Kunden ihre eigenen Konnektoren erstellen, die ihre Apps an SaaSBACKUP ankoppeln.
Die zentrale Rolle der Partner
Partner können weitere Konnektoren im Asigra-Online-Marktplatz anbieten. „Zu unseren Partnern gehören alle S3-kompatiblen MSPs wie etwa AWS, Wasabi, BackBlaze und Augmentt.“ Augmentt bietet eine Plattform zum Management und zur Absicherung von SaaS-Apps an. Zudem lässt sich damit unsichere Schatten-IT in Form unangemeldeter SaaS-Apps entdecken und eindämmen.
Die Zielgruppe sind in erster Linie die Dienstleister, die solche SaaS-Lösungen hosten, also Managed Service Provider (MSP), Value-Added Reseller (VAR) und Value-Added Distributoren (VAD). Diese Partner, die als einzige Zugang zum SDK haben, können die mandantenfähige Asigra-Plattform in ihre eigene Cloud integrieren und ihren Nutzern als Service anbieten. Es sind also weder eine Installation noch Updates on-demand nötig, denn Updates spielt Asigra selbst regelmäßig aus. Die Kunden zahlen dafür nutzungsbasiert (pay-per-use). Die Partner können ihre eigene Storage-Plattform für Backup/DR wählen.
Backup/DR und Security
SaaSBACKUP legt vollständige oder inkrementelle Backups an einer beliebigen Lokation rund um die Uhr an, entweder bei den drei genannten Cloud-Speicheranbietern oder auf Grundlage der eigenen Storage-Option des jeweiligen MSP, VAR oder VAD. Die Lösung, die zugleich Kompression und Deduplikation ausführen kann, verwaltet mandantenfähig hunderte oder tausende gleichzeitiger SaaS-Nutzer.
Neue Nutzer werden automatisch erkannt und in die Backup-Umgebung integriert. Backups erfolgen full oder inkrementell, wobei sie verschlüsselt und durch starke Multi-Faktor-Authentifizierung geschützt werden. Die Verschlüsselung entspricht dem Standard FIPS 140-2 für militärische Sicherheit.
Restores können vollständig oder granular erfolgen. Die Granularität könnte beispielsweise von einer einzelnen E-Mail bis zum kompletten Mailsystem reichen. Sobald die verlorenen Daten identifiziert sind, erfolgt die Wiederherstellung rasch, also gemäß den gewünschten RTO/RPO-Terminen, zum Nutzer-Account oder an eine alternative Lokation. Ein MSP wie CyberFortress könne bei Disaster Recovery helfen.
„Der Admin-Set-up ist unveränderlich“, konstatiert Simmons, „so dass sich Malware keine höheren Zugriffsrechte verschaffen kann. Die Multi-Personen-Genehmigung [MPA] verhindert ebenfalls den Erfolg von Ransomware-Angriffen“, denn es müssen mehrere Personen ihre Zustimmung erteilen, bevor ein wichtiger Prozess angestoßen wird.
Falls es doch einmal aus Versehen oder auf Grund von Naturkatastrophen, Stromausfällen und so weiter zu einer Manipulation oder gar Beschädigung von Backup-Dateien gekommen sein sollte, so werden die wiederherzustellenden Backups erneut gescannt. „Wir haben 2022 den CDR-Scan eingeführt“, so Simmons, „um auch PDF- und Zip-Dateien – immerhin ein Anteil von acht Prozent am Gesamtvolumen – durchleuchten zu können.“ Mit diesem Content-Disarm-and-Reconstruction-Scanning (CDR) lassen sich Dateien und Archive bis in ihre Bestandteile zerlegen und untersuchen. „Wir verfolgen eine Zero-trust-Policy.“ Jeder User und Partner könne seine eigenen Richtlinien implementieren.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel IT-Medien GmbH, Max-Josef-Metzger-Straße 21, 86157 Augsburg, einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von Newslettern und Werbung nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung.
Das Got-to-Market für SaaSBACKUP erfolgt nach Simmons’ Worten im zweiten Quartal dieses Jahres bei ausgewählten Endkunden und MSPs, im dritten Quartal in den USA sowie bei VARs und VADs, und im vierten Quartal 2023 schließlich in „Europa und UK“ (man beachte die Trennung). „2024 folgen der Rest der Welt, die Unterstützung weiterer Sprachen [außer Englisch], die Einrichtung des SaaSBACKUP Marketplace sowie die Hinzufügung weiterer SaaS-Apps pro Quartal.“
Disaster Recovery – Konzepte für den Daten-Notfall
eBook „Disaster Recovery“
(Bild: Storage-Insider)
Ransomware-Attacken bedrohen die gesamte IT und speziell die gespeicherten Daten in einem nie zuvor gekannten Ausmaß. Um den Angriffen der Cyberkriminellen zu begegnen, benötigen Unternehmen eine funktionierende Disaster-Recovery-Strategie. Unser neues eBook erläutert DR-Strategien – inklusive unterschiedlicher DR-Pläne, unerlässlicher DR-Tests und DR-as-a-Service.