Storage-Trends 2020

Alte Bekannte und neue Chancen

| Autor / Redakteur: Ralf Steinemann* / Dr. Jürgen Ehneß

Das rasante und unaufhaltsame weltweite Datenwachstum wird sich ohne Zweifel auch 2020 fortsetzen.
Das rasante und unaufhaltsame weltweite Datenwachstum wird sich ohne Zweifel auch 2020 fortsetzen. (Bild: © k_yu - stock.adobe.com)

Wie in den vergangenen Jahren wird der „Dauertrend“ des ungebremsten Datenwachstums auch 2020 den Bedarf an Storage-Kapazitäten nach oben treiben. Was sind die Folgen? Und welche Trends lassen sich darüber hinaus ausmachen?

Dauerbrenner Datenwachstum

Kein Jahr vergeht ohne diesen „Dauertrend“: Das rasante Datenwachstum hält weiterhin Organisationen aller Branchen in Atem. Ob Bilddateien und Scans im Gesundheitswesen, Voice-Recordings in der Finanzbranche, Zeichnungen und SAP-Daten in der Industrie oder Videos im Museumsbetrieb – die Datenmengen wachsen weiter, wen überrascht es? Dafür bedarf es zum einen flexibler und hochskalierbarer Speicherlösungen, zum anderen müssen die Speicherkosten sinken, sonst entwickelt sich dieser Trend weiter zum Monster der modernen IT.

Vorschriften über Vorschriften

2019 war das Jahr des Datenschutzes mit der Umsetzung der seit Mai 2018 angewandten EU-DSGVO in vielen Unternehmen. 2020 wird in dieser Hinsicht nicht unproduktiver: die ePrivacy-EU-Verordnung und das Schweizer DSG (Bundesgesetz über den Datenschutz) sind nur zwei Beispiele für kommende Regelungen. Unternehmen müssen zahlreiche gesetzliche Vorschriften, Compliance-Anforderungen, branchenspezifische Vorgaben und interne Regelungen einhalten. Gerade bei der Speicherung und Aufbewahrung von Unternehmensdaten müssen strenge und vielfältige Vorgaben erfüllt werden. Eine Verschlankung oder Entschlackung ist nicht zu erwarten; Unternehmen sollten daher ihre Hardware, Software und Prozesse auf den Prüfstand stellen und nachhaltig optimieren.

Unabhängigkeit first

Datensilos sind out, die Gründe dafür liegen auf der Hand und sind seit Jahren bekannt. Dieser Trend ist ein schleichender Prozess; inzwischen sind Datensilos zwar zurückgegangen, jedoch nicht ausgestorben. Wie immer heißt es, die gesamte Datenumgebung und alle Tools zu betrachten. Software-basierte Ansätze helfen dabei, die Abhängigkeiten aufzubrechen ebenso wie offene Schnittstellen (Stichwort: S3).

Gut gewappnet? Schutz gegen Ransomware-Angriffe

Wenn Daten das neue Öl des 21. Jahrhunderts sind, steigt auch die kriminelle Energie in diesem Bereich. Das bezeugen die zahlreichen Ransomware-Angriffe im letzten Jahr mit teils enormen Lösegeldforderungen – zum Beispiel beim Ölkonzern Pemex, von dem die Hacker knapp fünf Millionen Dollar forderten, oder bei verschiedenen Krankenhäusern in Rheinland-Pfalz. Allein die veröffentlichten Zahlen von Kaspersky zeichnen ein beunruhigendes Bild: Kaspersky hat im Jahr 2019 insgesamt 989.432.403 Malware-Angriffe in rund 200 Ländern und Gebieten weltweit identifiziert und blockiert.

Ob die Unternehmensdaten On-Premises oder in der Cloud gespeichert sind, sie müssen geschützt werden. Bei Archivdaten können dafür Verschlüsselungstechniken eingesetzt werden, sinnvoll sind zudem Offsite-Kopien aller Archivdaten, welche ohne Aufwand in der IT im Unternehmen vor Ransomware geschützt sind und bei einem Vorfall onsite als Backup dienen.

Fachkräftemangel erfordert Automatisierung

Fachkräfte werden händeringend gesucht, IT-Abteilungen sind chronisch unterbesetzt und überlastet. Die Anforderungen an die gleichen IT-Abteilungen wachsen jedoch von Jahr zu Jahr, wie beispielsweise die oben genannten Entwicklungen zeigen. Dieser Trend muss auch beim Aufbau und der Optimierung der IT-Infrastruktur berücksichtigt werden. Wo Fachkräfte fehlen, muss die Arbeit von der IT, den Systemen, den Tools erledigt und vereinfacht werden.

Mit traditionellen Konzepten 2020 auf der sicheren Seite?

Hochverfügbarkeit und Backup

Mit traditionellen Konzepten 2020 auf der sicheren Seite?

11.12.19 - Auch 2019 machten wieder prominente Systemausfälle negative Schlagzeilen. Fürs kommende Jahr 2020 stellt sich nicht zuletzt deswegen die Frage, ob herkömmliche Backup- und Hochverfügbarkeitskonzepte noch zeitgemäß sind. lesen

Automatisierung und selbstverwaltete Lösungen entlasten IT-Abteilungen und verringern administrative Aufgaben bis hochkomplexe Analysen und Workflows. Aus diesem Grund werden IT-Abteilungen vermehrt Cloud-Services oder vollautomatisierte Lösungen einsetzen, um mit begrenzten personellen Ressourcen den umfangreichen Anforderungen und dem steigenden Aufwand gerecht zu werden.

Hybrid Cloud mit festem Platz in der IT-Strategie

Nur Cloud, nur On-Premises – diese reinen Ansätze werden nach und nach abgelöst und verschwimmen. Und das ist für nahezu alle Unternehmen sinnvoll, sei es aus Kostengründen, Bedenken bei Datenschutz und -sicherheit, Fragen der Skalierbarkeit und der flexiblen Anpassungsfähigkeit von Organisationen. Hybrid-Cloud-Deployments haben bei vielen Unternehmen schon einen festen Platz in ihrer Strategie und werden sich zum neuen Standard entwickeln. Nur so können Unternehmen die Vorteile aus beiden Welten vereinen und zukunftsfähig auf die steigenden Anforderungen reagieren.

Die starke Dominanz weniger führender Cloud-Anbieter stellt ein Risiko für Unternehmen dar. Aus diesem Grund empfiehlt sich der Einsatz Software-basierter Lösungen, damit durch die native Nutzung bestimmter Clouds keine große Anbieterbindung (Vendor Lock-in) entsteht. Software-basierte Lösungen ermöglichen Herstellerunabhängigkeit sowie eine erhebliche Risikominimierung und Kostenoptimierung.

Worauf iTernity 2020 den Fokus legt

Der Datenmanagement- und Archivierungsspezialist iTernity wird 2020 sein Portfolio erweitern und mit iCAS FS einen Scale-out-Archivspeicher für die kostengünstige Aufbewahrung von Unternehmensdaten auf den Markt bringen. Dieses Gesamtsystem ergänzt die bestehende Middleware-Lösung iCAS, welche sich optimal in bestehende IT-Infrastrukturen integriert.

Ralf Steinemann, Geschäftsführer - CEO von iTernity.
Ralf Steinemann, Geschäftsführer - CEO von iTernity. (Bild: iTernity)

Um Archivdaten in der Cloud und On-Premises zu schützen, wird iTernity für iCAS und iCAS FS Ransomware-Protection-Features und -Dienstleistungen ergänzen.

Generelles Unternehmensziel ist es, die Themen Archivierung, Datenintegrität und Langzeitschutz für Kunden und Partner weiter zu vereinfachen, zukunftssicher zu gestalten und bestehende Abhängigkeiten aufzubrechen.

*Der Autor: Ralf Steinemann, Geschäftsführer - CEO von iTernity

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