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Sind aktuelle Archivformate wie PDF/A oder Docx Standards, auf die man langfristig setzen kann?
Spies: In diesem ganzen Technologieumfeld habe ich aufgehört von irgendwelchen Endprodukten zu sprechen. Die gibt es nicht. Das Archivformat von Adobe hat breite Zustimmung gefunden, wie einige andere Formate von Adobe auch. Adobe steht im Moment als Firma sehr gut da. Aber ob es Adobe in zehn Jahren noch gibt? Ich weiß es nicht. Es sind immer Firmen da, die über zu viel Geld verfügen und auf Akquisitionstour sind. Das sind nur theoretische Gedankenspiele – ich will keine Akquisitionsspekulationen herbeireden. Im Moment ist nichts sichtbar.
Welchen Trend beobachten Sie bei den Kunden: hin zur E-Mail-Archivierung oder gleich zum Unternehmensarchiv?
Spies: Die Notwendigkeit eines E-Mail-Archivs ist bei Weitem noch nicht bei allen Unternehmen angekommen. Es wird häufig als ein ungeliebtes Thema gesehen, das viel Geld kostet und nichts bringt. Bei Großunternehmen ist das Problem in meinen Augen gelöst.
Noch eine letzte Frage. Brauchen wir bessere Suchmaschinen?
Spies: Von Google, Yahoo oder Microsoft/Fast und anderen gibt es neben Suchmaschinen für Endanwender auch professionelle Lösungen. Die Entwicklung geht ohne Zweifel weiter. Ich kenne aber aus Projekten mit Patentämtern spezielle Suchmaschinen, deren Suchraum da anfängt, wo Google und Mitbewerber aufhören. Da geht es klar darum, nur ein einziges Dokument zu finden, damit der Arbeitsfluss so wenig wie nötig unterbrochen wird. Im semantischen Umfeld gibt es noch vieles Interessantes zu forschen und zu entwickeln.
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