Die Dr. Schumacher GmbH, ein Hersteller von Desinfektionsmitteln, migrierte verschiedene Services in die Cloud. Dabei gab es erfreulicherweise keine Probleme, doch dann stellte sich die Frage nach dem Backup.
Datenmigration in die Cloud – und eine passende Backup-Lösung: das Firmengebäude der Dr. Schumacher Gruppe
(Bild: Dr. Schumacher Gruppe)
2020 ist das Jahr der Pandemie: das Coronavirus SARS-CoV-2 ist in Europa angekommen. In Deutschland sind die Hersteller von Desinfektionsmitteln als systemrelevant eingestuft worden. Einer dieser Hersteller ist die 1978 gegründete Dr. Schumacher GmbH – ein auf die Entwicklung und Produktion von Desinfektions-, Hygiene- und Reinigungsmitteln spezialisiertes, deutsches Familienunternehmen. Aktuell beschäftigt das Unternehmen weltweit über 1.850 Mitarbeiter an neun Standorten und vertreibt seine Produkte in über 70 Ländern.
Für das global agierende Unternehmen ist die Verfügbarkeit seiner Daten und Dienste rund um die Uhr und den Globus geschäftskritisch. Die Entscheidung war daher naheliegend, bestimmte Services in die Cloud auszulagern. Die Migration an sich verlief relativ einfach. Die Software-Hersteller bieten heute viele Möglichkeiten an, den Weg in die Cloud zu unterstützen. Allerdings gab es auch unerwartete Herausforderungen. Klaus-Jürgen Beckmann, CIO der Dr. Schumacher Gruppe, war überrascht, „dass die bekannten Hersteller von Backup-Lösungen nicht alle Objekte aus den verschiedenen Clouds sichern konnten. Dabei ist es sehr wichtig, dass zum Beispiel bei MS Teams nicht nur die Daten, sondern auch die Strukturen (zum Beispiel die eingestellten Teams) mit gesichert werden. Auch hinsichtlich der einzelnen Clouds verschiedener Hersteller war die Erkenntnis, dass nicht alle üblichen Cloud-Anbieter – zum Beispiel SAP, Salesforce, Microsoft – von allen Backup-Anbietern gleichsam bedient werden.“
Cloud und dann?
Die Anforderung hinsichtlich Sicherheit und Verfügbarkeit an die neu entstandene hybride On-Premises-Multi-Cloud-Umgebung war schlicht, den Zustand wiederherzustellen, den das Unternehmen aus der Zeit seiner On-Premises-Systeme gewohnt war. Mit den verschiedenen Clouds sollten alle Objekte aus den On-Premises-Systemen wie aus den Clouds so gesichert werden, dass sich bei Bedarf kurzfristig der hausinterne 24/7-Betrieb wiederherstellen lässt.
Als Realist weiß Beckmann: „Mit den Cloud-Diensten sind Hardware-Defekte kein Thema mehr, jedoch verdoppelt sich statistisch mit jedem Nutzer in der Cloud die Wahrscheinlichkeit, dass ein Angriff zum Beispiel mit einem Verschlüsselungstrojaner erfolgreich verläuft. Daher sollte das System eben auch gegen solche Angriffe gefeit sein. Deutlich steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass jemand im Selfservice unbeabsichtigt etwas kaputt macht, das wir im Vorfeld nicht berücksichtigt haben. Unterm Strich befürchten wir also, dass wir unser Backup auch in Zukunft gelegentlich benötigen werden.“
Der Spezialist für Hygiene und Pflege stand vor einer großen Herausforderung. Die Sicherung von Clouds ist technisch nur über eine Sicherung in der Cloud möglich. Allerdings musste die Gesamtlösung auch alle On-Premises-Themen (SAP, DMS, sonstige Subsysteme) abdecken. Auch ohne umfangreiches Spezialwissen oder Unterstützung eines Dienstleisters sollten Restores schnell und unkompliziert möglich sein. „Das Kernthema unserer IT ist natürlich nicht, Backup-Dienstleister zu sein. Wir sind der Businesspartner der Fachbereiche, der das Kerngeschäft des Unternehmens hinsichtlich der Wertschöpfung digital unterstützt“, bekräftigt der CIO.
Ein Blick in die Produktionshalle der Dr. Schumacher Gruppe
(Bild: Dr. Schumacher Gruppe)
Eine hybride On-Premises-Multi-Cloud-Umgebung benötigt eine Backup-Gesamtlösung, die alle Objekte in hinreichender Tiefe sichert. Wichtig ist ebenso eine performante und einfache Wiederherstellung von Daten und Systemen im Desasterfall. Für ein 24/7 produzierendes Unternehmen bedeutet jede Minute Stillstand große finanzielle Einbußen.
Für die IT-Verantwortlichen der Dr. Schumacher Gruppe war neben der Möglichkeit zur schnellen Wiederherstellung der Daten auch der Schutz gegenüber Angriffen wichtig. Eine moderne und vor allem einfach zu bedienende Lösung verstand sich von selbst. Erneut wunderten sich die Verantwortlichen, „wie wenige etablierte Lösungen das alles gleichzeitig können“.
Moderne Strukturen fordern moderne Lösungen
Cristie Data hat gemeinsam mit den Experten der Dr.-Schumacher-IT eine Gesamtlösung erarbeitet. Zwei Backup-Produkte und eine Speicherlösung bilden ein ganzheitliches Konzept, das die Anforderungen vollständig erfüllt. Einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung hat das Duo Rubrik/AvePoint geliefert. Selbst anspruchsvolle SLAs mit aggressiven Zielen für Wiederherstellungspunkt und -zeit in hybriden On-Premises- und Multi-Cloud-Umgebungen sind für die Software-Hersteller kein Problem.
Die anfängliche Unsicherheit der IT-Verantwortlichen bei der Dr. Schumacher Gruppe, ob die Gesamtlösung aus verschiedenen Produkten als Orchester funktioniert, konnten die Spezialisten von Cristie Data schnell aus dem Weg räumen. In einem Proof of Concept (PoC) wurde die erarbeitete Gesamtlösung vor Ort einige Wochen auf Herz und Nieren getestet. Am Ende der Testphase war das System bereits so gut eingestellt, dass die Teststellung mit sehr wenig Dienstleistungsaufwand in eine neue Appliance überführt werden konnte. Klaus-Jürgen Beckmann ist begeistert: „Einstöpseln und fertig! So einfach kann Backup sein.“
Stand: 08.12.2025
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Volker Wester, Geschäftsführer der Cristie Data GmbH
(Bild: Dr. Schumacher Gruppe)
Volker Wester, Geschäftsführer der Cristie Data GmbH, begrüßt das umsichtige Vorgehen der Dr. Schumacher Gruppe. Er weiß aber auch, dass „leider noch sehr wenige Unternehmen verstehen, wie wichtig eine umfassende Backup- und Disaster-Recovery-Strategie ist. Viele IT-Verantwortliche sind überrascht, wenn sie erfahren, dass Cloud und Services wie zum Beispiel Office 365 nicht automatisch auch Hochverfügbarkeit oder Unverwundbarkeit bedeuten. Selbstverständlich müssen auch die Daten in einem SharePoint, Exchange und OneDrive gesichert und vor Manipulation und Ransomware-Attacken geschützt werden.“ Umso mehr freut er sich, dass „die Dr. Schumacher Gruppe das verstanden hat. Sie gehört nicht umsonst zu den Marktführern ihrer Branche.“
Klaus-J. Beckmann, CIO Dr. Schumacher Gruppe
(Bild: Dr. Schumacher Gruppe)
*Die Autoren: Peter Huhmann, Projektvertrieb bei der Cristie Data GmbH, und Klaus-J. Beckmann, CIO Dr. Schumacher Gruppe