Anlässlich einer IT-Press-Tour informierte Datacore in Madrid über strategische Themen wie die Aktivitäten bei KI und Objekten. Gleichzeitig wurden auch zahlreiche Neuerungen in Version 10 des Stammprodukts SANsymphony vorgestellt.
Alexander Best, Senior Director Product Marketing bei Datacore, erklärt die Funktion des sogenannten Adaptive Data Placement (ADP).
(Bild: Datacore)
Trotz aller neuen Aktivitäten, das stellt Pierre Aguerreberry, Vertriebschef von Datacore, deutlich klar, werde das Stammprodukt SANsymphony nicht vernachlässigt, sondern weiter entwickelt. Die Roadmap steht bis 2025, und auch danach werde es weitergehen. Man sehe sich nach wie vor als führenden Spezialisten für Composable Storage, erklärte der Vertriebschef anlässlich einer IT-Press-Tour in Madrid.
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Mental bereite sich das Unternehmen zwar inzwischen auf die abnehmende Bedeutung von VMware vor, die sich angesichts des Umgangs mit den Kunden durch den neuen Eigentümer Broadcom bereits abzeichne. So höre man im Markt von Preiserhöhungen und Druck auf die Kundschaft. Diese suche mittelfristig nach Auswegen.
Vorläufig aber ist die Kooperation mit VMware-Produkten weiterhin ein wichtiger Punkt bei der Aktualisierung der Datacore-Software. Das zeige sich auch bei SANsymphony 10.0 (PSP17). Diese Version ist seit September als Preview verfügbar und voraussichtlich ab der zweiten Januarwoche allgemein verfügbar.
Verbesserte VMware-Integration
Zu den Neuerungen gehören ein vCenter Plugin v 3.6, das sich leichter nutzen lässt. Der neue VASA-Provider arbeitet schneller, erzeugt menschenlesbare vVOL-Namen und kann vVOLs replizieren. Für letztere Funktion läuft die Zertifizierung.
Für Anwender ist sicher auch interessant, dass nun auch Snapshots und Rollbacks komprimiert werden. Administratoren haben mehr Einstellungsmöglichkeiten. Im ersten Halbjahr 24 soll es möglich werden, auch komprimierte und deduplizierte Volumes zu verschlüsseln. Auch eine Standardfunktion „Restart after Crash“ ist möglich. Zudem verbessern sich die Abrechnungsmöglichkeiten für Cloud-Service-Provider.
Ausblick auf 2024 und 2025
Der SaaS-Service Datacore Central soll konsequent in DIS umgebaut und umbenannt werden. Gleichzeitig verschwinden aber auch gewohnte Funktionen – so die WebConsole vom REST-Server und vom Desktop. Dort wird es auch keinen DIS-Shortcut mehr geben.
In der zweiten Jahreshälfte soll sich die Edge-Unterstützung verbessern, und unveränderliche Snapshots werden möglich. Außerdem wird die Microsoft-Integration nachjustiert. Das Management wird durch AI-Ops-Templates verbessert. Im Mittelpunkt der Aktivitäten 2025 wird die Integration mit NVMe oF stehen.
Optimierte Speicherung mit ADP
Eine weitere Neuerung ist das sogenannte Adaptive Data Placement (ADP), nicht zu verwechseln mit dem Flexible Data Placement (FDP), das derzeit für die Beschreibung von SSDs entwickelt wird. Das Ziel von ADP ist, dass unterschiedlich oft gebrauchte Daten auf einer LUN auch anders behandelt werden.
ADP umfasst Tiering, Kompression und Deduplizierung. „In SANsymphony sind nur zehn Prozent der Daten aktiv“, erklärt Alexander Best, Senior Director Product Marketing bei Datacore. Anwender können derzeit zwischen drei Stufen der optimierten Datenplatzierung wählen, die jeweils mehr Daten so behandeln, dass sie einer zügigen Abfrage der wirklich häufig genutzten Daten nicht im Weg stehen und nicht unnötig teure Kapazitäten auf schneller Storage blockieren.
Automatisiertes Tiering in mehreren Stufen
Technisch, so Best, seien auch erheblich feinere Abstufungen möglich, man wolle aber den Kunden zunächst ermöglichen, mit der neuen Funktion vertraut zu werden. Besonders kalte Daten landen auf einer zusätzlichen kapazitätsoptimierten Schicht außerhalb der eigentlichen Tier-Schichtung. Das Ganze findet in Echtzeit statt.
Die Daten werden ständig auf ihre Zugriffshäufigkeit geprüft und gegebenenfalls von jeder Schicht – bis auf die Hochleistungsschichten – in die kapazitätsoptimierte Schicht überführt. Steigt plötzlich die Abfragehäufigkeit, werden sie dynamisch und sofort in die Schicht überführt, auf der sie sich vorher befanden. Damit sind erhebliche Zeit- und Kapazitätseinsparungen auf den teureren, schnelleren Speicherschichten möglich.
Engagement bei Edge, Objekten, KI und Medienindustrie
Ansonsten hat sich Datacore inzwischen von der File-Welt verabschiedet und auf den Weg in die Edge-, Objekt- und KI-Welt gemacht. Das Engagement bei Files unterbleibe, so Aguerreberry, weil man hier zwar vor einigen Jahren einen Aufkauf getätigt habe, der am Ende den Erwartungen insbesondere im Bereich des Kundenservice nicht entsprochen habe.
Stand: 08.12.2025
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Inzwischen fließen etwa 15 Prozent der Investitionen in AI und 33 Prozent in Objekttechnologie – der Rest, getreu der Maxime, die angestammten Kunden nicht im Stich zu lassen, weiterhin in das etablierte Geschäft Block-Storage.
Das Objekt-Engagement begann 2021 mit dem Aufkauf von Caringo Swarm und OpenEBS (ehemals Maya Data), Container-Storage für Unternehmensansprüche. Bei Datenmigrationen im Container-Space arbeitet man beispielsweise mit Proxmox zusammen.
Swarm in Version 16
Ergebnis dieser Investitionen ist mit Version 16 auch ein containerisiertes Swarm, das für Einzelserver-Installationen ab sofort verfügbar ist. Swarm als Container soll die Kosten der Software senken. Funktionsverluste sind damit nicht verbunden. Außerdem kann sich das containerisierte Swarm mit anderen Swarm-Clustern verbinden. Diese Funktion kommt aber erst im Laufe des Jahres.
Die Software kommt entweder mit einem Installationstool für die Eigeninstallation (2024) oder aber fertig installiert auf einer von Datacore vorbereiteten Appliance. Sie soll Anwender ein Dashboard für die gesamte Swarm-Umgebung liefern und das Zugriffsmanagement deutlich vereinfachen. Ziel ist es beispielsweise, automatisierte Workflows mit Objekt-Services zu ermöglichen.
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Perifery kümmert sich um Daten geschäftskritischer Containeranwendungen
Im April 2023 verkündete das Unternehmen die Gründung des Geschäftsbereichs Perifery. Er soll sich besonders um das Edge-Geschäft kümmern. Im November wurde Open EBS Pro angekündigt. Das Produkt integriert Stateful-Storage in Kubernetes-Umgebungen und eignet sich für geschäftskritische Hochleistungs- und Hochvolumen-Anwendungen. Es basiert auf Open EBS und beherrscht Funktionen wie Cloning, die Replikation von Volumes, Snapshots, Thin Provisioning.
Weitere Expansionsbestrebungen richten sich auf den AI-Markt. So erwarb Datacore Anfang des vergangenen Jahres Object Matrix und vor Kurzem Win. Beide Firmen besitzen AI-Know-how und einer Kundenbasis im Medien- und Entertainmentbereich. Letztere beispielsweise baut AI-gestützt automatisierte Workflows für die Medienverarbeitung. Weitere Akquisen gerade im Bereich AI schließt Datacore nicht aus.
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