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Speichertipp: Effiziente Verwaltung und Wiederherstellung von ZFS-Dateisystemen Automatisiertes ZFS-Snapshot-Management mit Sanoid

Von Thomas Joos 2 min Lesedauer

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Sanoid vereinfacht die Verwaltung von Snapshots in ZFS durch eine regelbasierte Steuerung. Besonders in Kombination mit dem KVM-Hypervisor ermöglicht das Tool eine hohe Verfügbarkeit und Datensicherheit, indem es automatisierte Snapshots und Replikationen bereitstellt und so die Systemwiederherstellung stark vereinfacht.

Snapshots lassen sich mit Sanoid in ZFS automatisiert erstellen, löschen und auf Konsistenz überwachen.(Bild:  ©D3Damon, Getty Images Signature via Canva.com)
Snapshots lassen sich mit Sanoid in ZFS automatisiert erstellen, löschen und auf Konsistenz überwachen.
(Bild: ©D3Damon, Getty Images Signature via Canva.com)

Sanoid ist ein Snapshot-Management-Tool für ZFS-Dateisysteme, das auf einer Konfigurationsdatei in TOML basiert. Administratoren können mit dem Tool Snapshots automatisiert erstellen, löschen und auf Konsistenz überwachen. Normalerweise wird Sanoid über einen Cron-Job konfiguriert, der Snapshots in regelmäßigen Abständen ausführt und veraltete Snapshots löscht.

Konfigurationsmöglichkeiten in sanoid.conf

Die Konfigurationsdatei „sanoid.conf“ liegt standardmäßig unter „/etc/sanoid/sanoid.conf“ und steuert alle Snapshots und Prunings für ein oder mehrere ZFS-Dateisysteme. Sie enthält Abschnitte wie „[data/home]“ oder „[data/images]“, in denen die Parameter für die Snapshot-Erstellung festgelegt sind. Die Abschnitte können je nach Verzeichnisstruktur oder Speicherbedarf angepasst werden. Zum Beispiel könnte die Konfiguration für „[data/images/win7]“ so eingerichtet sein, dass stündliche Snapshots nur für vier Stunden aufbewahrt werden, während die übrigen Snapshots von „data/images“ nach einem anderen Schema verwaltet werden. Die eigentlichen Vorlagen für diese Einstellungen, wie etwa „template_production“, definieren die Häufigkeit und die Aufbewahrungsdauer von Snapshots.

Wiederherstellung durch Sanoid

Dank der Snapshot-Technologie lässt sich eine vollständige Wiederherstellung in Sekundenschnelle realisieren. Das Rollback eines infizierten oder beschädigten Dateisystems erfolgt durch den Befehl „sanoid rollback“, was es ermöglicht, ein System nach einem Vorfall wie einer Ransomware-Attacke unverzüglich wiederherzustellen. Sanoid bietet eine Vielzahl an Kommandozeilenoptionen:

„--cron“: nutzt die Konfigurationsdatei und führt das Erstellen und Löschen von Snapshots automatisch aus,

„--take-snapshots“: erstellt Snapshots gemäß der Konfigurationsdatei, löscht aber keine veralteten Snapshots,

„--prune-snapshots“: entfernt nur abgelaufene Snapshots, ohne neue zu erstellen,

„--monitor-snapshots“ und „--monitor-health“: Diese Optionen integrieren Sanoid in Überwachungssysteme wie Nagios und überprüfen sowohl die Snapshots als auch die Gesundheit des ZFS-Pools.

Erweiterung mit Syncoid für Replikation

Neben der Snapshot-Verwaltung bietet Sanoid mit Syncoid ein Werkzeug zur Replikation von ZFS-Dateisystemen. Syncoid unterstützt inkrementelle und rekursive Replikation und kann über SSH auf entfernte Systeme zugreifen. Für die Replikation eines Dateisystems auf ein Backup-System kann der Befehl „syncoid data/images/vm backup/images/vm“ verwendet werden, um Dateien sicher und effizient zu synchronisieren. Syncoid nutzt verfügbare Komprimierungsverfahren und optimiert die Bandbreitennutzung.

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