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Hybride Freigaben des NAS-Systems nutzen Datenaustausch zwischen macOS und Windows

Von Thomas Joos

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In vielen Netzwerken ist der Datenaustausch über Freigaben immer noch der beste und einfachste Weg, um in Gruppen gemeinsam an Dokumenten zu arbeiten. Windows und macOS sind dabei in der Lage, auch auf Freigaben des jeweils anderen Systems zuzugreifen. Dieser Beitrag zeigt, wie das geht.

Auf gespeicherte Daten aus Windows, macOS und Linux zugreifen: In NAS-Systemen lassen sich entsprechende Dateifreigaben erstellen.
Auf gespeicherte Daten aus Windows, macOS und Linux zugreifen: In NAS-Systemen lassen sich entsprechende Dateifreigaben erstellen.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay)

Wenn ein häufiger Datenaustausch zwischen Windows und macOS im Netzwerk notwendig ist, kann der Einsatz eines NAS-Systems sinnvoll sein. Bei den meisten NAS-Systemen ist es möglich, Dateifreigaben zu erstellen, die mit Windows und macOS parallel funktionieren. Das hat den Vorteil, dass von beiden Betriebssystemwelten und außerdem von Linux aus der Zugriff auf die Daten immer möglich ist.

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Freigaben in macOS erstellen und in Windows oder Linux nutzen

Während macOS auch auf SMB-Freigaben zugreifen kann, ist es zudem möglich, auf einem Mac Freigaben zu erstellen, die wiederum für Windows nutzbar sind und auch für Linux genutzt werden können. Nach der Freigabe auf dem Mac stehen die Daten im jeweiligen Verzeichnis im Netzwerk für andere Computer zur Verfügung. Auf die kopierten Daten kann durch die Synchronisierung mit iCloud anschließend über iPhone und iPad zugegriffen werden. Dadurch lassen sich Daten zwischen verschiedenen Systemen austauschen, auch zu iOS und iPadOS.

In macOS sind die Freigaben über den „Freigaben“ in den Systemeinstellungen zu finden. Hier können Freigaben für den Bildschirm sowie Dateifreigaben erstellt werden. Auch das Freigeben von Druckern ist hier möglich. Nach dem Aufrufen der Freigeben-App kann die Option „Dateifreigabe“ aktiviert werden. Anschließend lassen sich Freigaben auf dem Mac erstellen. Die Einstellungen dazu sind über die Schaltfläche „Optionen“ zu finden. Die Option „Dateien und Ordner über SMB teilen“ muss dafür aktiviert sein. Windows nutzt das SMB-Protokoll für den Zugriff auf die Freigaben. Auch die Berechtigungen lassen sich an dieser Stelle gleich setzen.

Über das „Plus“-Zeichen bei „Geteilte Ordner“ lassen sich weitere Ordner hinzufügen. Bei „Benutzer“ kann auswählt werden, welche Benutzer auf dem Mac zugreifen dürfen und welche Rechte sie erhalten sollen. Die Benutzer müssen sich beim Verbindungsaufbau mit einem Benutzerkonto auf dem Mac authentifizieren, bevor sie Zugriff auf die Daten erhalten.

Von Windows aus auf Freigaben in macOS zugreifen

In Windows können Anwender im Explorer über die Adresse „\\<IP-Adresse des Macs>“ auf die Freigaben zugreifen. Das funktioniert bei SMB auf dem Mac genauso wie zwischen Windows-Rechnern.

Die IP-Adresse zeigt das „Freigeben“-Fenster auf dem Mac an. Natürlich funktioniert auch der Zugriff mit dem Namen, wenn die Namensauflösung im Netzwerk korrekt konfiguriert ist. Sollen Anwender direkt auf einen Ordner zugreifen, verwenden sie die Adresse „\\<IP-Adresse>\<Name des Ordners>“. Auch das funktioniert in macOS auf dem gleichen Weg wie zwischen Windows-Rechnern. Als Authentifizierung wird der Benutzername verwendet, der auch auf dem Mac zur Verfügung steht, zum Beispiel „Thomas Joos“. Als Kennwort wird das Kennwort dieses Benutzers auf dem Mac verwendet. Die Namen sind auf dem Mac in den Systemeinstellungen bei „Benutzer:innen & Gruppen“ zu sehen.

Wollen Anwender das Verzeichnis auf dem Mac dauerhaft in Windows einbinden, rufen sie am besten im Windows-Explorer auf der „Registerkarte Computer“ die Schaltfläche „Netzlaufwerk verbinden“ auf. Danach werden die Verbindungsdaten auf dem gleichen Weg eingegeben wie zwischen Windows-Rechnern.

Vom Mac aus auf Windows-Freigaben zugreifen

Von macOS aus ist der Zugriff auf Freigaben von Windows-Servern, aber auch auf Freigaben von Windows-Rechnern möglich. In Windows steht zum Beispiel dazu der Freigabe-Assistent zur Verfügung, der über „shrpubw“ gestartet werden kann.

Über den Assistenten kann gesteuert werden, welches Verzeichnis freigegeben werden darf und welcher Benutzer das Recht hat, auf die Freigaben zuzugreifen. Bei Windows ist es möglich, für die Freigabe einen eigenen Namen zu wählen und zudem die Offline-Synchronisierung über den Assistenten zu konfigurieren.

Neben dem Freigabeassistenten können Berechtigungen in den Eigenschaften von Verzeichnissen auf der Registerkarte „Freigabe“ mit der Schaltfläche „Erweiterte Freigabe“ konfiguriert werden. Hier lassen sich die gleichen Einstellungen vornehmen wie mit dem Freigabeassistenten.

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Um in macOS auf Freigaben von Windows-Rechnern zuzugreifen, wird der Menüpunkt „Gehe zu“ in der Menüleiste verwendet. Mit der Option „Mit Server verbinden“ kann entweder direkt die Verbindung über die IP-Adresse und den Rechnernamen aufgebaut oder mit dem Assistenten das Netzwerk durchsucht werden. Über die Schaltfläche „Verbinden“ versucht der Mac, die Freigabe zu öffnen. Nach dem erfolgreichen Verbindungsaufbau ist auch die Anmeldung mit einem Benutzerkonto möglich.

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Hier müssen die Anmeldedaten für ein Benutzerkonto auf dem Windows-Rechner genutzt werden, welches das Recht hat, die Freigabe zu öffnen. Die Benutzernamen in Windows können zudem bei der Verwendung eines Microsoft-Kontos mit „lusrmgr.msc“ angezeigt werden. Hier ist der Name des lokalen Benutzers hinterlegt, das als Platzhalter für das Microsoft-Konto verwendet wird.

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