Interview mit Frank Herold, Quantum

Der Backup-Agent wird überflüssig

| Redakteur: Nico Litzel

Frank Herold, Manager Presales EMEA bei Quantum
Frank Herold, Manager Presales EMEA bei Quantum

Virtuelle Maschinen können auch ohne Agenten-Software über eine Virtual Backup Appliance wie Quantum vmPRO gesichert werden.

Storage-Insider sprach mit Frank Herold, Manager Presales EMEA bei Quantum.

Storage-Insider: Konzentrieren sich Backup-Hersteller derzeit nicht zu sehr auf virtuelle Maschinen? Wo bleibt die physische Welt?

Herold: Backup ist ja das historische Geschäft von Quantum. In der physischen Welt sind wir sehr gut mit unseren Disk- und Tape-basierenden Produkten als Lösungsanbieter aufgestellt, womit sich heute alle Facetten eines modernen Multi-Tiered-Ansatzes abbilden lassen, um den unterschiedlichen RTO-/RPO-Anforderungen gerecht zu werden. Da gibt es sehr elegante Lösungen. Mit neuen Technologien wie Virtualisierung auf der Primärseite ergeben sich natürlich auch neue Chancen sowie Herausforderungen für Backup & Restore. Der Eindruck ist also nicht falsch, dass wir hier speziell im Virtualisierungsumfeld kräftig investieren, um beispielsweise in unseren vmPRO-Produkten den geänderten Möglichkeiten und Anforderungen Rechnung tragen zu können.

Storage-Insider: Was verbirgt sich hinter dem Begriff Virtual Backup Appliance?

Herold: Eine Virtuelle Backup Appliance (VBA) ist eine dedizierte VM, die Backup und Restore sicherstellt. VBAs nutzen dabei die Schnittstellen und Techniken der Virtualisierungsserver, ohne auf klassische Verfahren wie Agenten-basierende Sicherungen zurückgreifen zu müssen. Somit kann den Möglichkeiten in der virtualisierten Welt wesentlich besser Rechnung getragen werden sowohl für Backup als auch für Restore. Dies ist beispielsweise der Weg, wie wir das Backup mittels vmPRO realisieren.

Storage-Insider: In vmPRO gibt es die Funktion SmartRead? Was steckt dahinter?

Herold: Die heutigen Anforderungen nach Optimierung setzen wir mittels der SmartRead-Funktion um. Hierbei werden progressive Optimierungstechnologien eingesetzt, die eine deutliche Performancesteigerung beim Backup der VM ermöglichen. Sichergestellt wird dies durch eine Inline-Analyse der Datenstruktur der File Allocation Table der VM. So können wir sehr schnell Datenbereiche ermitteln, die für das Backup nicht notwendig sind, wie ungenutze, abgelaufene oder inaktive Datenblöcke, wie auch geänderte Blöcke mit Live-Daten. Für das Backup werden nur die Blöcke mit Live-Daten performant auf Disk kopiert. In der Praxis erreichen wir eine Reduzierung der Speicher-I/Os um 50 bis 80 Prozent, eine Reduzierung des Bandbreitenbedarfs sowie höhere Transferraten über das LAN um den Faktor zwei bis zehn. Nicht zuletzt steigern wir die Effizienz der Deduplizierung unserer DXi-Systeme.

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