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SSD-Schnittstelle Was ist SATA-Express (SATAe)?

Von Dipl.-Ing. (FH) Stefan Luber 2 min Lesedauer

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SATA-Express ist eine 2013 eingeführte Computerschnittstelle zum Anschluss von SSD-Massenspeichern. Die Schnittstelle passt PCI Express an die Erfordernisse von SSDs an und unterstützt sowohl SATA- als auch PCIe-Speichergeräte. SATA-Express konnte sich nie richtig durchsetzen und hat heute keine Bedeutung mehr. Die Schnittstelle wurde vom M.2-Standard abgelöst.

SATAe sollte die Lücke zwischen SATA- und PCIe-Schnittstellen schließen, wurde dann aber vom M.2-Standard abgelöst.(Bild:  Midjourney / KI-generiert)
SATAe sollte die Lücke zwischen SATA- und PCIe-Schnittstellen schließen, wurde dann aber vom M.2-Standard abgelöst.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)

SATA-Express (inoffiziell abgekürzt SATAe) ist die Bezeichnung für eine Computerschnittstelle zum Anschluss von SSD-Massenspeichern. Sie sollte als Brückentechnologie die Lücke zwischen den langsameren SATA-Festplattenanschlüssen und den schnelleren PCIe-Steckkartenanschlüssen schließen. SATA-Express wurde im Jahr 2013 als Nachfolger von SATA 6G mit der SATA-3.2-Spezifikation standardisiert und eingeführt.

Die Schnittstelle nutzt PCI Express für die physikalische Übertragung und passt PCIe an die Erfordernisse von SSDs an. Es wird sowohl der Anschluss von SATA- als auch von PCIe-Speichergeräten unterstützt. Im Vergleich zu SATA 6G (6 Gbit/s) bietet SATA-Express mit bis zu zwei Gigabyte pro Sekunde eine höhere Bandbreite. Es können mehrere PCIe-Lanes genutzt werden.

SATA-Express konnte sich nie richtig durchsetzen und gilt als gescheiterter Standard. In der Praxis spielt SATAe heute keinerlei Rolle mehr. Der Standard wurde vom leistungsfähigeren und effektiveren M.2-Standard abgelöst.

Die wichtigsten technischen Merkmale und Eigenschaften von SATA-Express

Technische Merkmale und Eigenschaften von SATAe sind:

  • abwärtskompatibel mit Standard-SATA-Anschlüssen ohne zusätzliche Konverter oder Adapter,
  • Signalübertragung per PCI Express,
  • Nutzung von ein oder zwei PCI-Express-Lanes (PCIe-3.0-Lanes),
  • physikalische Anschlüsse bestehend aus zwei nebeneinander angeordneten SATA-Ports und einem weiteren Port für die PCIe-Taktsignale und Energieversorgung,
  • Anschluss von entweder zwei normalen SATA-Laufwerken oder einer speziellen SATAe-SSD möglich,
  • Auswahl dreier logischer Geräteschnittstellen und Protokolle: Legacy SATA, PCIe mit AHCI (Advanced Host Controller Interface) oder PCIe mit NVMe (Non-Volatile Memory Express),
  • automatische Umschaltung beim Anschluss eines SATA-Geräts auf den langsameren SATA-Controller durch die Umschaltelektronik des Motherboards.

Warum konnte sich SATA-Express nie durchsetzen?

SATA-Express konnte sich aus mehreren Gründen nie durchsetzen. Es handelte sich um einen Übergangsstandard, der zum Zeitpunkt seiner Veröffentlichung schon kaum mehr gebraucht wurde. Der Markt war damals bereits dabei, von SATA-SSDs auf echte PCIe-SSDs umzuschwenken. Gleichzeitig war der leistungsfähigere, kompaktere und modernere M.2-Standard bereits fertig und eingeführt. M.2 bietet deutlich höhere Bandbreite und echte NVMe-Performance. Im professionellen Serverbereich wurde die Hardware-Schnittstelle U.2 entwickelt, die deutlich leistungsfähiger als SATAe ist.

Gegenüber Vorgängerstandards wie SATA 6G erzielt SATAe kaum echten Mehrwert. Zudem gelten die SATAe-Steckverbindungen aufgrund ihrer Größe als sperrig und unpraktisch. Auch die verfügbare Hardware (SSDs und Motherboards) mit Unterstützung von SATA-Express erreichte niemals die kritische Masse, um sich am Markt wirklich durchzusetzen.

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