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Seit 2001 gewinnt die ATA-Weiterentwicklung SATA (Serial Advanced Technology Attachment) eine immer größere Verbreitung, wobei die Daten hier nicht mehr parallel, sondern nacheinander (seriell) übertragen werden.
SATA-Festplatten werden zu einer Konkurrenz zu den Fibre Channel-Festplatten, da sie heute eine höhere Ausfallsicherheit erreichen und preisgünstiger sind. Die Fibre-Channel-Technologie insgesamt gilt seit dem Aufkommen von eigenen Speichernetzen (Storage Area Networks oder SANs) als besonders leistungsfähig für den Unternehmensbereich, sprich zuverlässig und schnell.
SAS löst SCSI allmählich ab
In diesem professionellen Sektor spielen heute ferner SAS-Platten (Serial Attached SCSI) eine große Bedeutung, die die SCSI-Platten allmählich ersetzen. Da sie kompatibel zu SATA sind, können sie auch gut zusammen in einem gemeinsamen Plattengehäuse (Array) eingebaut werden, was zu einer Verbindung von Tier 1 und Tier 2 in einem einzigen Gerät führen kann.
Die technischen Möglichkeiten der verschiedenen Festplattentypen sind noch nicht ausgereizt, so dass es wahrscheinlich ist, dass sich SATA weiter in die professionelle Speicherlandschaft ausdehnen wird, selbst aber wiederum von SAS im Nearline Storage abgelöst werden wird.
FC überbrückt größere Distanzen
Der Vorteil von Fibre Channel liegt neben einer besseren Ausstattung mit internen Mikroprozessoren zur Mechanik- und Fehlerkontrolle auch darin, weiter entfernt von anderen Geräten im Speichernetz (bis zu zehn Kilometer, bei SCSI nur 25 Meter) stehen zu können.
Bei dem Aufbau von Storage Area Networks (SANs) ab Ende der 90er-Jahre hat diese Funktionalität eine große Rolle gespielt, da sich so räumlich entfernte Standorte, zum Beispiel Häuser auf einem Fabrikgelände oder innerhalb einer Stadt, miteinander in einem Speichernetz verbinden lassen. Durch die Anwendung von IP-Protokollen für Speichernetze kann inzwischen die Reichweite von FC- und SCSI-/SAS-Festplatten auf sehr lange, globale Distanzen ausgedehnt werden.
Im Rahmen einer Daten- und Speicherhierarchie werden im Online Storage ausschließlich leistungsfähige FC-, SAS- und SCSI-Platten eingesetzt. Solid State Disks (SSD), die bereits von einigen Herstellern in ihre Speichersysteme eingebaut werden, haben vor allem aufgrund ihrer hohen Zugriffsgeschwindigkeit eine Bedeutung als eine Art zweiter Cache (Arbeitsspeicher oder RAM).
Da sie über keine mechanischen Teile verfügen, haben sie im Vergleich mit klassischen Festplatten eine längere Lebensdauer.Allerdings kommt auch diese zu einem Ende: Der Lebenszyklus von SSDs endet laut Herstellerangaben nach 10.000 bis 1.000.000 Schreibzugriffen.
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Auszug aus dem aktuellen Buch „Storage Basics“ von Fujitsu Siemens Computers, das kostenfrei nach einer Registrierung heruntergeladen werden kann.
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