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Auszug aus dem Buch „Storage Basics“ von Fujitsu Siemens Computers Der Lebenszyklus von Festplatten

Autor / Redakteur: Fujitsu Siemens Computers / Nico Litzel

Festplatten bestehen überwiegend aus mechanischen Teilen, die sich ständig bewegen und dabei Energie verbrauchen. Das passiert auch dann, wenn gar keine Schreib- oder Lesezugriffe stattfinden. Zu den Vorteilen von Magnetbändern zählt dem gegenüber, dass sie nicht ständig bewegt werden und dass sie ihre Daten auch im stromlosen Zustand bewahren.

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Die SAS-Schnittstelle entwickelt sich laut Gartner Dataquest zur Nummer 1 bei den Festplatten. Das lange dominierende Parallel SCSI schrumpft zur Bedeutungslosigkeit.
Die SAS-Schnittstelle entwickelt sich laut Gartner Dataquest zur Nummer 1 bei den Festplatten. Das lange dominierende Parallel SCSI schrumpft zur Bedeutungslosigkeit.
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Lebensdauer von Festplatten ist wegen ihrer Mechanik und dadurch bedingter Fehlerquellen generell begrenzt – im Durchschnitt sollten sie nach drei bis vier Jahren ausgetauscht werden, auch wenn einige der Plattenhersteller von längeren Lebenszyklen sprechen. Bei Bändern für den professionellen Bereich geht man davon aus, dass sie dagegen 30 oder sogar mehr Jahre halten.

Der Einsatzbereich von Tape verlagert sich heute innerhalb des Kontinuums von Tiered Storage immer mehr vom Backup zur Archivierung, während leistungsfähige Festplatten den Hauptteil der Datenspeicherung und oft auch einen Teilbereich des Backups übernehmen.

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Platten stehen im direkten Zugriff der Server für geschäftskritische Daten, wobei im Online Storage sehr schnelle, aber teure Fibre Channel- und SAS-Platten verwendet werden. Preisgünstigere und langsamere Platten finden Verwendung für ein Backup auf Disksystemen oder als Zwischenstation in Form von Virtual Tape Libraries (VTL), auf der die Daten noch für einen Applikationszugriff bereitgehalten werden (Nearline-Speicher), bevor sie nach bestimmten Regeln und/oder Fristen „endgültig“ auf Tape auslagert werden.

Erste Modelle noch ohne eigene Intelligenz

Es dauerte bis zum Jahr 1980, als die 1979 gegründete Firma Seagate (heute der weltweit größte Plattenhersteller) eine für IBM-PCs geeignete Festplatte mit einer Kapazität von fünf Megabyte herausbrachte. Diese Platten und ihre direkten Nachfolger hatten keine eigene Intelligenz und wurden komplett von einem externen Controller gesteuert.

Die heute üblichen Festplatten beruhen auf den Standards IDE/EIDE (Integrated Drive Electronics und Enhanced Integrated Drive Electronics) und ATA (Advanced Technology Attachment), die aus dem Consumer-Bereich stammen, oder werden als SCSI-Platten (gesprochen „Skasi“ / Small Computer Systems Interface) bezeichnet, entwickelt für den Unternehmensbereich.

An SCSI-Controller konnten erstmals sehr viele verschiedene Geräte angeschlossen werden – von der Festplatte bis zum Scanner –, außerdem war ihre parallele Datenübertragungsrate höher als frühere sequenzielle Transportwege, bei der die Daten nacheinander (= sequenziell) übertragen wurden.

Weiter mit: Seit 2001 gewinnt SATA an Bedeutung

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