Interview zum Thema Big Data

„Die Bearbeitung gigantischer Datenmengen ist große Herausforderung und Chance zugleich“

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Welche Bedeutung wird In-Memory für die Zukunft der Datenverarbeitung haben?

Bange: Verarbeitung und Speicherung im Hauptspeicher war schon immer ein Grundkonzept der Datenverarbeitung. Dank jeher exponentiell wachsender Kapazitäten sind wir nun in der Lage, auch ganze Datenbanken bis zu einer gewissen Größe im Hauptspeicher vorzuhalten.

Martin: Technisch gesehen bedeutet In-Memory mehr als nur eine Datenbanktechnologie, denn In-Memory kann als Infrastruktur in den Integrations-, Entwicklungs-, Prozess- und anderen Plattformen eingesetzt werden und hier noch viele Wege zur Innovation aufzeigen. Wir können Kosten einsparen, Time-to-Market steigern – es geht eben schneller – oder die Wettbewerbskraft erhöhen.

Stelz: Wir können beobachten, wie sich die Tools an Anforderungen des Marktes anpassen. Der Erfolg von Tool-Anbietern in diesem Bereich wird dadurch entschieden werden, ob deren Produkte In-Memory-fähig sind. An dieser Technologie wird keiner mehr vorbeikommen.

Bange: Durch die signifikant beschleunigten Anwendungen werden in einigen Bereichen auch ganz neue Möglichkeiten der Verarbeitung und Analyse von Daten geschaffen.

Martin: Ja, jetzt können wir Dinge realisieren, die bisher nicht machbar waren. Beispielsweise im Handel eine Produktprofitabilität pro Kunden berechnen und die in Echtzeit zu Empfehlungen in Kundeninteraktionen nutzen. Auch ich bin mir sicher: Auf In-Memory wird man nicht mehr verzichten wollen.

Was kommt nach Big Data? Wo wird Ihrer Meinung nach die Reise hingehen?

Martin: Big Data wird uns die nächsten Jahre als Thema begleiten. Wir werden dabei noch viele neue Technologien und Innovationen in den Unternehmen sehen. Mit Big Data gehen wir den nächsten Schritt in Richtung Informationsgesellschaft und Digitalisierung der Welt. Als parallele Herausforderung sehe ich den fairen Umgang mit persönlicher Information im Big Data, Datenschutz, Urheberschutz und alle verwandten Themen.

Bange: Während die Big-Data- Diskussion momentan noch sehr technisch geführt wird, stehen die neuen Anwendungsfälle und Möglichkeiten der Unternehmenssteuerung und -planung immer stärker im Fokus der Überlegung. Der Weg zu datengetriebenen Unternehmen erfolgt auf Basis einer Datenmanagement-Infrastruktur mit noch nie dagewesener Leistungsfähigkeit und auf mobilen Endgeräten, welche die Zusammenarbeit von Menschen in operativen und dispositiven Aufgaben integriert unterstützen.

Stelz: Zukünftige Technologien und die neuen Anforderungen an ein Big-Data-Management werden auf jeden Fall den Umgang mit Daten und damit auch die Art und Weise der Informationsnutzung in Unternehmen signifikant ändern. Wie Unternehmen diesen Wandel in der Datenwelt für sich nutzen können und wie die neuen Technologien zum Unternehmenserfolg beitragen können, ist übrigens auch Thema der diesjährigen Uniserv Innovative am 12. Juli in Frankfurt. Dort werden wir uns nicht nur mit anerkannten Experten über die zukünftigen Trends und Möglichkeiten austauschen, es werden auch anhand von Best-Practice-Beiträgen individuelle Markterfahrungen diskutiert. Alle Interessenten sind herzlich ins Frankfurter Radisson Blu zu diesem Uniserv-Infotag eingeladen.

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