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IT-Awards 2019 Die beliebtesten Speichermanagement- ​und SDS-Anbieter 2019

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Dr. Jürgen Ehneß

Die beste Storage-Hardware bringt nichts, wenn es an der entsprechend effizienten Software zum Management mangelt. Eine Software-Defined-Storage-Architektur bietet zahlreiche Vorteile, die von einfacher Skalierbarkeit über Automatisierungsfähigkeiten bis hin zu Kostenvorteilen reichen.

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Flexibilität und Kostenvorteile: Software-Defined Storage.
Flexibilität und Kostenvorteile: Software-Defined Storage.
(Bild: ©Sikov - stock.adobe.com)

Wer heutzutage ein neues Speichersystem erwirbt, setzt meist auf Hard- und Software aus einer Hand. Das hat Vorteile wie beispielsweise gezielten Support oder schnelle Hilfe im Problemfall, aber auch Nachteile wie den Einsatz proprietärer Komponenten oder die unvermeidbare Beschränkung auf vom Anbieter unterstützte Lösungen („Vendor Lock-in“). Im schlimmsten Fall kann dies zu hohen Kosten führen, wenn das bestehende Speichersystem den aktuellen Anforderungen nicht mehr genügt und ausgebaut werden muss.

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Ist mehr Flexibilität gewünscht, stellt Software-Defined Storage eine interessante Alternative zu traditionellen Speichersystemen dar. Dabei wird die Storage-Software getrennt von der vorhandenen Hardware betrieben. Letztere besteht in der Regel aus Standardkomponenten wie x86-Servern und bietet häufig dank COTS-Produkten („Commercial Off-The-Shelf“) Kostenvorteile gegenüber geschlossenen, herstellerspezifischen Systemen. Software-Defined Storage dient, vereinfacht ausgedrückt, der Vermittlung zwischen Datenanfragen und physischer Speicher-Hardware in Form einer zusätzlichen Abstraktionsschicht.

Vorteile der Architektur

Software-definierte Speichersysteme haben eine Reihe von Vorteilen gegenüber anderen Architekturen, die aber häufig durch ein höheres Maß an Komplexität und den Bedarf an entsprechend geschultem Fachpersonal erkauft werden. Am wichtigsten ist wohl die bereits erwähnte Freiheit bezüglich der Wahl von Soft- und Hardware. Da die Software-definierte Architektur eine unabhängige Schicht über dem physischen Speicher-Layer bildet, lassen sich die vorhandenen Systeme ganz nach Bedarf und herstellerunabhängig ausbauen oder durch zusätzliche Geräte ergänzen. Kapazität und Leistung sind somit abgekoppelt voneinander skalierbar. Unterschiedliche Datenquellen, wie beispielsweise Server, Storage-Systeme oder Cloud-Ressourcen, lassen sich unter einem einheitlichen Dach zusammenfassen und automatisiert einbinden. Migrationen sind im laufenden Betrieb und ohne Ausfallzeiten möglich. Im Prinzip ist ein Software-definiertes Speichersystem somit nahezu unbegrenzt skalierbar.

Auch bezüglich möglicher Einsatzszenarien herrscht eine große Flexibilität: Modernde Software-Defined-Storage-Lösungen ermöglichen zum Beispiel den Betrieb hyperkonvergenter Infrastrukturen oder block-, objekt- und dateibasierter Speicherumgebungen für die Compliance-konforme Archivierung großer Datenmengen. Auch die Umsetzung redundant angelegter Hochverfügbarkeitsszenarien und effektiver Disaster-Recovery-Maßnahmen ist mit überschaubarem finanziellen Aufwand möglich. Zudem gewährleisten die Software-definierten Systeme eine gewisse Zukunftssicherheit, da die Kompatibilität der genutzten und künftigen Speicherlösungen zu anderen vorhandenen Systemen keine Rolle mehr spielt. Für Transparenz ist ebenfalls gesorgt, da die Storage-Systeme zentral überwacht, verwaltet und gesteuert werden.

Starke Marktentwicklung

Das Segment der Software-definierten Storage-Lösungen sieht einer vielversprechenden Zukunft entgegen. So erwarten die Marktforscher von Technavio für den Zeitraum von 2019 bis 2023 eine jährliche Wachstumsrate („Compound Annual Growth Rate“/CAGR) von knapp 28 Prozent. Dies entspricht einem Volumen von 33 Milliarden US-Dollar. Dabei spielt vor allem der zunehmende Trend hin zu Cloud-Systemen eine wichtige Rolle: Er treibt die Nachfrage nach Software-Defined Storage an, da es sowohl das Speicher- als auch das Datenmanagement vereinfacht. Gleiches gilt für hyperkonvergente Technologien, die laut Technavio ebenfalls einen positiven Einfluss auf den Markt für Software-definierte Speicherlösungen ausüben.

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