Digitale Transformation gehört zum Kerngeschäft von Syniti. Den Schwerpunkt legt das Unternehmen auf die Daten. Was das bedeutet, erklärte René Haag, seit knapp sechs Monaten Senior Sales Director Middle East and Eastern Europe (MEE), im Gespräch mit Storage-Insider.
Synitis „Knowledge Platform“ kann Daten aus allen möglichen Quellen nach vordefinierten Regeln in S/4 HANA einlesen und wird mittlerweile durch KI unterstützt.
Syniti beschäftigt sich als Berater und Dienstleister seit mehr als zwanzig Jahren mit Datenmanagement. Gegründet in den USA, beschäftigt man mittlerweile 1.600 Mitarbeiter und hat Büros in mehr als 30 Ländern weltweit.
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Der deutschsprachige Markt wird von Stuttgart und Zürich aus bedient. Insgesamt sind dafür rund 40 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zuständig, meistens in beratender Rolle. Zielgruppe des Unternehmens sind vor allem größere Unternehmen. Auf der Website finden sich Namen wie Levi Strauss, BAT und American Airlines, aber auch Institutionen aus dem öffentlich-rechtlichen Bereich. Aus Deutschland darf der Chemieriese Lanxess genannt werden.
Halber Umsatz aus Europa
Der gesamteuropäische Raum erwirtschaftet etwa die Hälfte des Umsatzes, und etwa ein Drittel davon entfällt auf den Bereich MEE, den René Haag als Senior Sales Director MEE verantwortet. Genaue Umsatzzahlen nennt die Firma nicht. Sie gehört zu einem kleineren Anteil SAP, ansonsten Venture-Capital-Firmen.
„Der Bereich Nordeuropa, zu dem auch Großbritannien und England gehören, ist uns etwas voraus, aber das kann sich ja ändern“, sagt er. Obwohl die Geschäfte rund laufen, hat sich Haag, der seit 2015 im Unternehmen ist, natürlich Ziele gesetzt. Er möchte in der nächsten Zeit neue Kunden gewinnen und die Nutzung von KI und ML bei den Kunden voranbringen.
Digitale Transformation bei SAP-Kunden
Der wichtigste Schwerpunkt des Syniti-Geschäfts nicht nur im deutschsprachigen Bereich ist die digitale Transformation von SAP-Anwendern. „Wir haben rund 1.500 Kunden und schon etwa 5.000 Go-Lives durchgeführt.“ In Deutschland sind es rund 30 Kunden. Schwerpunkte sind Chemie, Pharma und die Automotive-Industrie, alles Bereiche, in denen es um diskrete Fertigung geht.
Weil SAP alte Produkte bald nicht mehr unterstützt, müssen sich diese Kunden, sofern sie bei SAP bleiben wollen, allmählich auf den Weg in die Cloud und damit zu SAP S/4 HANA machen. Allerdings geht das nicht von selbst, sondern bedeutet oft jahrelange Projekte, die auch das Risiko von Fehlern oder suboptimaler Implementierung in sich tragen.
Transformation braucht mehr als Technik
„Oft wird nur an die Technik gedacht, wenn man sich diese Transformation vorstellt. Wir glauben allerdings, dass die Daten viel wichtiger sind“, konstatiert Haag. Sein Unternehmen folgt daher bei der Beratung der Kunden einem Data-First-Ansatz, getreu dem Motto: Mag die Umgebung noch so fortschrittlich sein, die Ergebnisse, die sie erzeugt, können nur so gut sein wie der Daten-Input.
Das bedeutet für Syniti, dass man sich intensiv mit den Fachabteilungen jedes Unternehmens zusammensetzt und mit ihnen bespricht, welche Daten in welcher Form und welchem Umfang sie brauchen, damit ihre Prozesse optimal unterstützt werden. „S/4 HANA bietet viel mehr Möglichkeiten, aber dafür müssen die vorhandenen Daten aus dem ERP-System mit entsprechenden Informationen angereichert werden“, erklärt Haag.
S/4 HANA bietet neue Möglichkeiten – man muss sie nur nutzen
Ein Beispiel: Die SAP-ERP-Software speicherte von Kunden in der Kundendatei meist nur Name, Adresse und vielleicht einen Ansprechpartner. In S/4 HANA lassen sich weit mehr Merkmale hinterlegen und dann für die Erkenntnisgewinnung nutzen, sobald die Unternehmen anfangen, KI und ML zu verwenden.
So kann man alle Niederlassungen eines Kunden taggen. Das wiederum lässt sich in Logistikanwendungen nutzen, um die Routen bei der Belieferung von Kunden zu optimieren. Dadurch werden Zeit, Material, Kosten und auch Kohlendioxid eingespart.
„Werden die Daten nicht entsprechend vorbereitet, ist es kein Wunder, wenn die erhofften KI-Vorteile beim Anwender sich nicht zeigen“, sagt Haag. Dazu gehöre auch das Rightsizing. Haag: „Viele unserer Kunden haben viele TByte an Daten.“ Erst das Gespräch mit den Fachabteilung zeige, was davon und in welcher Qualität oder Auflösung in Zukunft der Echtzeitdatenreplikation in S/4-HANA-Umgebungen wirklich gebraucht werde.
Datenvorbereitung toolgestützt
Und der Rest? „Wir unterstützen Kunden auch bei der Dekommissionierung und Archivierung nicht mehr dringend gebrauchter Daten“, erklärt Haag. Die Archivierung sei dabei besonders wichtig, denn mit dem Löschen möglicherweise irgendwann noch verwertbarer Informationen täten sich Unternehmen schwer.
Neben seinen Beratungsangeboten verweist Syniti auf ein Tool, das hilft, die Daten für S/4 HANA fit zu machen. Die Datenmanagementplattform „Syniti Knowledge Platform“ wird den Kunden als Software-Service aus der Cloud angeboten. Sie kann Daten aus allen möglichen Quellen nach vordefinierten Regeln in S/4 HANA einlesen. Gegenüber anderen Verfahren ermögliche die Automatisierung eine Einsparung von 50 Prozent der Kosten.
Stand: 08.12.2025
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KI schreibt passende Transformationsregeln
Mittlerweile wird sie durch KI unterstützt. Die hilft, passende Transformationsregeln für die Datenbestände der Kunden aus einer bereits formulierten Regel abzuleiten. Hat der Anwender beispielsweise die Regel „Jeder Kunde braucht ein Geotag“ definiert, könnte das System vorschlagen, eine entsprechende Regel auch für Lieferanten zu generieren.
Die Transformation der Daten führt dann das Werkzeug automatisch durch. Sie werden beispielsweise mit Change Data Capture aus den Quellsystemen zunächst in eine Zwischenstation (Staging Area) überführt. Dort findet die eigentliche Transformation statt. Erst dann landen die Daten in S/4 HANA.
Pricing nach Datenvolumen
Als Staging Area kommt SAPs relativ neu eingeführte Datasphere in Frage, aber auch On-Prem-Datenbanken oder ein Staging Area in der Syniti Cloud. Sie befindet sich bei AWS, wo Syniti in vielen Regionen vertreten ist, in Deutschland etwa in Frankfurt.
Syniti bepreist seinen Software-Service abhängig von verwalteten Datenvolumen. „Die jährliche Miete liegt etwa zwischen 150.000 und 300.000 Euro. Die meisten Erstverträge laufen drei Jahre“, erklärt Haag.
Das klinge zwar teuer, sei es aber nicht. Denn ohne das Werkzeug müsse die Arbeit ja ebenfalls geleistet werden, was ebenfalls Geld koste. Auf Datenanpassung zu verzichten, verschenke aber die Nutzeffekte, die möglich sind.
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Dauerhafte Kundenbeziehung
Nach der Migration und Transformation der ausgewählten Daten in S/4 HANA ist aber die Verbindung der meisten Kunden zu Syniti längst nicht beendet. Haag: „Es werden ja von den Systemen im Unternehmen ständig neue Daten generiert, die ebenfalls in eine passende Form gebracht werden müssen.“ Daher nutzten viele Kunden das Werkzeug anschließend einfach weiter.
Trotzdem wird mit Kunden oft diskutiert, welche Alternative im gegebenen Fall am günstigsten ist: Manuelle Datenvorverarbeitung, die dann häufig offshore stattfindet, die Verwendung von Bordmitteln, etwa SQL-Datenbanken, oder eben die Plattform. „Auch SQL braucht aber Wartung und Personal“, sagt Haag.
Bei Syniti haben die Kunden auch die Wahl, die Plattform nach der abgeschlossenen Transformationsphase selbst weiter zu betreiben oder aber Betrieb und Management komplett an Syniti auszulagern.
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