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Viele gleichartige Daten sind der Ausgangspunkt für ein besseres Disaster Recovery

Die OSI Group halbiert ihr Backup-Fenster durch Deduplizierung

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Parallel dazu startet die Replikation aller neuen/geänderten Segmente, d. h. Sicherung und Replikation erfolgen zur gleichen Zeit. Den mit der adaptiven Methode verbundenen Nachteil schwankender Übertragungsgeschwindigkeiten federt Quantum dadurch ab, dass er seinen Appliances einen Buffer spendiert hat.

Dieser hilft Lastspitzen mit hohen Einspeisungsraten und Tempoverluste aufgrund größeren Prüfungsbedarfs auszutarieren, so dass ein durchweg hohes Tempo erhalten bleibt.

Die Alternative zum adaptive- ist der deferred-Modus, den ausschließlich die DXi 7500 beherrscht. Bei dieser Betriebsart entscheidet der Anwender, ob die Deduplikation wie soeben beschrieben oder aber erst nach vollendetem Backup erfolgt.

Der Vorteil liegt in diesem Fall darin, dass die Datensicherung mit maximalem Tempo abläuft und nicht vom beim Adaptive-Modus unausweichlichen Overhead ausgebremst wird.

Quantum hat diese Variante zusätzlich verfeinert, indem man dem Administrator Werkzeuge an die Hand gibt, mit denen er u.a. detailliert bestimmen kann, wann genau die Deduplikation stattfindet (etwa nach „Zwischenspeicherung“ der Originaldaten auf die DXi-Appliance, aber vor Abschluss des Backup) oder ob die Methode je nach Anwendung und Menge der geänderten Informationen wechseln soll. Ist letztere gering, bietet sich der Adaptive-Modus an, andernfalls das Deferred-Verfahren.

Zeitbedarf halbiert

Bei der OSI International Foods zeigt sich indes, dass die o.g. Kernfrage nur zur ersten Orientierung dienen kann, denn in ihrem Fall überschnitten sich die Ziele – mit anderen Worten, die Reduktion des Datenvolumens bei den täglichen Backups war Voraussetzung für die angestrebte Verkürzung des Backup-Fensters nebst Beschleunigung bei Restore und Replikation.

Zugleich sollten die Hardware-Kosten unter Kontrolle bleiben. Für die erforderlichen Tests an den Standorten Günzburg und Denzingen wählten Robert Ondrus und sein Team daher zunächst je eine DXi 3500 mit 1,2 TByte Speicherkapazität, die im Anfangsstadium per iSCSI und später per Fibre Channel an die Backup-Server gekoppelt wurde.

In der sechsmonatigen Evaluationsphase sank der Backup-Umfang in den beiden Niederlassungen um 90 respektive 95 Prozent, was Deduplikationsraten von 1:10 bzw. 1:20 entspricht; alle Backup-Vorgänge wurden automatisiert, und die Restore-Tests verliefen fehlerlos.

weiter mit: Hardware-Updates bringen noch mehr Performance

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