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Viele gleichartige Daten sind der Ausgangspunkt für ein besseres Disaster Recovery Die OSI Group halbiert ihr Backup-Fenster durch Deduplizierung

| Autor / Redakteur: Thomas Böcker / Rainer Graefen

Wachsende Datenmengen gleich steigende Backup-Kosten. Diesen Kreislauf hat man jetzt bei der OSI International Foods in Günzburg durch die Anschaffung von Quantum DXi-Appliances durchbrochen. Sechs Monate testete der Lebensmittellogistiker, um die optimale Konfiguration zu finden.

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Die OSI Group beliefert McDonalds und hatte deshalb mit dem klassischen Backup zahlreiche Probleme.
Die OSI Group beliefert McDonalds und hatte deshalb mit dem klassischen Backup zahlreiche Probleme.
( Archiv: Vogel Business Media )

Als Startups wie Rocksoft vor vier, fünf Jahren ihre ersten Lösungen zur Datendeduplikation vorstellten, galt die Technik vielen potenziellen Kunden noch als zu exotisch und kostspielig.

Seither hat sich viel getan: Zum einen haben die Größen des Storage- und Backup-Geschäfts besonders vielversprechende Rivalen übernommen und damit ihr Portfolio erweitert.

Außerdem interessieren sich nach und nach auch die Anwender für die neue Methode der Datenreduktion, die nicht bloß eine ökonomischere Nutzung der Festplattenspeicher, sondern auch und vor allem erhebliche Zeitgewinne bei der Sicherung und Wiederherstellung von Daten verspricht. Der folgende Anwenderbericht zeigt, wie ein Unternehmen der Lebensmittelbranche die Technik erfolgreich einsetzt.

McDonald vertraut auf OSI Group

Die OSI Group und ihre europäische Tochter OSI International Foods mit Sitz im bayrischen Günzburg zählen zu den weltweit größten Nahrungsmittelherstellern, die kaum jemand kennt.

Dabei hat wohl nahezu jeder Bundesbürger schon einmal eins ihrer Produkte verzehrt, denn von OSI stammen das Rind-, Schweine- und Hähnchenfleisch, das McDonalds in seinen Burgern und anderen Snacks verarbeitet.

Neben der Fast-Food-Kette zählen in Deutschland und Europa etliche weitere führende Lebensmittelhersteller, Handelsunternehmen und Großgastronomen zu den Abnehmern. Innerhalb des Firmenverbunds ist die OSI International Foods u. a. für die europaweiten IT-Dienste zuständig.

Nachtschicht stört sich am Backup

Entsprechend groß sind die Datenmengen, mit denen die IT-Spezialisten an den vier heimischen Standorten „Günzburg-City“, Bad Iburg, Duisburg und der Günzburger Stadtteil Denzingen ringen.

Alle Niederlassungen erstellen täglich ein Komplett-Backup, das eine schnelle Wiederherstellung auf dem aktuellen Stand und damit die durchgehende pünktliche Belieferung der Kunden auch nach Systemausfällen sichern soll.

Die notwendige Vorsorge forderte allerdings ihren Preis, denn allein in der Zentrale und in Denzingen mussten IT-Leiter Robert Ondrus und seine Mitarbeiter bis zu vierzehneinhalb Stunden (von 18 Uhr abends bis 8.30 Uhr am nächsten Morgen) für das Ende eines Durchlaufs warten.

Da die Produktion zum Teil bis kurz vor Mitternacht dauert, erfolgte ein Teil des Backups damit zur regulären Arbeitszeit. Etwaige Nachsicherungen dauerten sogar noch länger und reichten bis in die Bürozeiten hinein.

Die Folge war, dass die Netzwerk-Performance während dieser Frist spürbar litt und die Datensicherung im Extremfall genau das ausbremste, was sie eigentlich unterstützen sollte: die „täglichen Geschäftsprozesse“ und damit die fixe und fristgerechte Bearbeitung von Kundenbestellungen und Zahlungsvorgängen.

weiter mit: Weniger Daten, schnellere Replikation

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