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World Backup Day 2026 „Die Resilienzlücke ausmessen – neue Resilienzmaßstäbe setzen“

Ein Gastkommentar von Marc Molyneux, Field CTO, Commvault 2 min Lesedauer

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Zum World Backup Day 2026 beschreibt Marc Molyneux von Commvault, wie sich Backup ins Thema Cyber-Resilienz einfügt und wie die Mean-Time-to-Clean-Recovery RPOs und RTOs als Kennzahlen für Cyber-Resilienz ersetzt.

Eine Standard-Recovery reicht heute nicht mehr aus.(Bild:  Midjourney / KI-generiert)
Eine Standard-Recovery reicht heute nicht mehr aus.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)

24 oder 5 – diese Zahlen drücken das Dilemma traditioneller Backup- und Disaster-Recovery-Ansätze aus: Die Geschäftsführung geht davon aus, dass Systeme und Daten spätestens nach fünf Tagen wieder online sind. Im Schnitt dauert es aber laut einer GigaOM-Commvault-Umfrage 24 Tage. Dieser Diskrepanz fällt nicht nur das Vertrauen in die Fähigkeiten der IT-Teams zum Opfer, sondern auch die Umsätze oder sogar das ganze Unternehmen.

Am World Backup Day kann es also nicht mehr nur um schnelle Backups auf Knopfdruck mit einem überschaubaren Restore-Aufwand gehen. Backup und Disaster Recovery bleiben weiter essenziell wichtig, sie sind aber nur der allerletzte Schritt einer komplex orchestrierten Choreografie, um die Unternehmens-IT auch während einer Cyberattacke funktionsfähig zu halten.

Marc Molyneux, Field CTO, Commvault.(Bild:  Commvault)
Marc Molyneux, Field CTO, Commvault.
(Bild: Commvault)

Den Hauptgrund, dass eine Standard-Recovery heute nicht mehr ausreicht, liefern die Cyberkriminellen: Backup-Systeme sind für sie ein begehrtes Ziel. Denn die Angreifer wissen, dass Ransomware wirkungslos bleibt, solange Unternehmen auf diese Rückversicherung zugreifen können. Wer Backup-Datensätze nur mechanisch wiederherstellt, um die verlangten RTO- und RPO-Werte einzuhalten, stellt auch Backdoors, implementierte Malware-Codes und Fake-Accounts der Hacker mitsamt ihrer hohen Zugriffsrechte wieder her. IT-Teams starten danach erneut ganz von vorne und müssen entscheiden, wie weit sie in der Zeit zurückgehen, um ein sauberes Backup zu finden. All das unter hohem Zeitdruck.

Den „World Cyber Resilience Day“ ausrufen

Cyberangriffe erfordern neue Qualitätskriterien für eine cyber-resiliente Wiederherstellung. Die Verantwortlichen für IT-Sicherheit und IT-Infrastruktur müssen pauschale RTO- und RPO-Diskussionen hinter sich lassen und den Gesamtprozess Cyber-Resilienz betrachten. Neue Maßstäbe entscheiden über die Qualität der Recovery. Aussagekräftig ist nun die notwendige Zeit bis zur vollständigen, funktionsfähigen und sauberen Wiederherstellung von Daten: die Mean-Time-to-Clean-Recovery (MTCR). Im Wesentlichen bemisst die MTCR die durchschnittliche Dauer, um kritische Geschäftsanwendungen und die jeweiligen Systeme, Infrastrukturen und zugehörigen sauberen, validierten Daten nach einem Angriff wiederherzustellen.

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