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Datev sorgt für Unterbrechungsfreiheit bei Speichersystemen Die Steuerberater-Cloud

| Redakteur: Rainer Graefen

Der Dienstleister Datev ist bekannt für professionelle Softwareangebote und Dienstleistungen für Steuerberater und Unternehmer. Als in der Datev-Infrastruktur ein Speichersystem abgelöst werden musste, auf dem unter anderem die interne VDI-Infrastruktur liegt, suchte die Datev ein System mit transparentem Failover und hoher Schreibleistung.

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Eingangsbereich der Datev in Nürnberg.
Eingangsbereich der Datev in Nürnberg.
(Foto: Datev )

Die 1966 gegründete Datev ist eine eingetragene Genossenschaft (eG) mit über 40.000 Mitgliedern, die meisten davon Steuerberater. Sie beschäftigt in der Zentrale in Nürnberg und den 25 Niederlassungen bundesweit 6400 Mitarbeiter. Zum Leistungsspektrum der Datev gehören Software für Rechnungswesen, Personalwirtschaft, betriebswirtschaftliche Beratung, Steuerberechnung und Organisation von Unternehmen und Kanzleien.

Die Finanzbuchführung von rund 2,5 Millionen Unternehmen in Deutschland erstellen Steuerberater mit Datev-Programmen. Das Druck- und Versandzentrum der Datev bringt jeden Monat rund zwei Millionen betriebswirtschaftliche Auswertungen auf den Weg. Über 11 Millionen Lohn- und Gehaltsabrechnungen werden jeden Monat mit Datev-Software erstellt. Zudem können die Mitglieder das Datev-Rechenzentrum nutzen.

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Natürlich gibt es bei einem IT-Dienstleister dieser Größenordnung nicht nur ein, sondern mehrere Storage-Systeme: für Mainframes, Open Systems und spezielle Anwendungen. Im vergangenen Jahr erreichte das Speichersystem für die Open-Systems nach vier Jahren im Einsatz das Ende seiner Nutzungsdauer und sollte durch eine neue Lösung ersetzt werden.

„In unserem Fall kam es dabei besonders auf eine hohe Schreibleistung an, denn zu Spitzenzeiten sind bei uns 80 Prozent der Aktivitäten auf den Speichern Schreiboperationen“, sagt Helmut Stark, Gruppenleiter Storage im Bereich IT-Infrastruktur. Schließlich sollte der neue Speicher 220 physische und entsprechend mehr virtuelle Maschinen versorgen, unter anderem mit hoch frequentierten SQL-Datenbanken.

Eine weitere Schlüsselforderung bestand darin, eine symmetrische, gespiegelte Infrastruktur über eine Distanz von 20 Kilometern mit der Möglichkeit zum transparenten Failover aufbauen zu können. Denn nur so lässt sich sicherstellen, dass die Anwendungen tatsächlich auch bei Hardwareausfällen unterbrechungsfrei verfügbar bleiben.

Beide Systeme sollten jeweils eine Kapazität von 200 TByte haben. Diese sollte im Lauf der Lebensdauer auf 300 TByte pro System wachsen können, ohne dass sich die Antwortzeiten verschlechtern. Für die Antwortzeit wünschte sich die Datev maximal 5 ms bei 80.000 Ein-/Ausgabeoperationen pro Sekunde. Außerdem sollte das neue System die Möglichkeit zur Erstellung von Snapshots mit einfachen Mitteln bieten.

Transparenter Failover entscheidet

Um sich einen Überblick zu verschaffen, startete die Datev 2012 eine Ausschreibung mit diesen Anforderungen. Den Ausschlag für HP 3Par StoreServ 10400 gab dabei letztlich „Peer Persistence“, eine Software für transparenten Failover, die HP 2012 in die 3Par-Lösungen integrierte.

„Damit können wir bei einem Fehler die ESX-Server unterbrechungsfrei auf das Ersatzsystem umleiten“, sagt Heinrich Golüke, Leiter IT-Infrastruktur. Die Funktion wurde mit den zwei Standorten der Speicherlösung, die die Datev über eine Glasfaser-Mietleitung verbindet, bereits erfolgreich getestet.

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