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Jeder Cluster beherbergt 180 zwei TByte Near-line SAS-Laufwerke. Das verleiht jedem Cluster eine Kapazität von 360 TByte und der gesamten HDD-Installation eine Gesamtkapazität von 1080 TByte. Um die Durchsatzleistung der einzelnen 6 Gbit/s Head-Nodes noch weiter zu erhöhen, wurden 8 GByte ZeusRAM SAS-Buffer des führenden SSD und DRAM-Anbieters STEC (inzwischen HGST) in Betrieb genommen..
In der zweiten Phase wurden drei reine SSD-Cluster installiert, die als Host für die Business Intelligent Storage Applications von Picturemaxx wie ERP, CRM, E-Commerce und Search-Index fungieren. Den Bedarf für diese zweite, komplett mit schnellen SSDs bestückte Installation begründet Marnitz wie folgt: „Wir mussten unsere Medienplattform für tausende von einzelnen Power-Usern fit machen.
Mit Software das individuelle Kundenprofil umsetzen
Großunternehmen mit vielen Tochterfirmen in den Branchen Medien, Marketing und anderen Dienstleistungen benötigen sehr viel digitalen Content für Webseiten und zahlreiche andere Produkte. Solche Kunden haben jeweils ein ganz individuelles Anforderungsprofil. Wir benötigen ein außerordentlich schnelles System, auf dem wir diese neue Plattform in Echtzeit laufen lassen können.“
Die SSD-Cluster sind darauf optimiert, Daten zu lesen und haben eine außergewöhnlich geringe Latenz. Die Head-Nodes der SSD-Cluster wurden ebenfalls mit SSDs und DRAM von STEC bestückt, da diese schnellen und äußerst verlässlichen Module ebenfalls eine extrem geringe Latenz erlauben. Der Cluster wird damit insgesamt sehr leistungsstark.
Er reduziert das „I/O-Wait“, also die Zeitdauer, in welcher der Prozessor auf Daten des langsameren Speichers wartet, auf ein Minimum. Alle Cluster bestehen aus 20 x 400 GByte SSDs mit einer Gesamtkapazität von 12 TByte schnellem Flash-Speicher.
Das gesamte Speichersystem mit sechs Clustern bietet in der aktuellen Ausbaustufe über ein Petabyte an Speicher. Um den Speicher nicht auszubremsen, wählte Picturemaxx außerdem einen neuen Netzwerkpartner. Alle Cluster wurden mit active-active 10 Gbit Netzwerklösungen von Arista Networks und Chelsio Communications vernetzt.
Das komplett software-bestimmte Setup konnte auch bei der Schnelligkeit des Systems punkten: Die Latenz auf allen Clustern war mit der neuen Lösung deutlich niedriger als die preisintensivere Infiniband-Lösung.
Die Vorteile von Software Defined Storage
Auf SDS mit Nexenta zu setzen, ermöglichte es Picturemaxx, genau die richtige Lösung für ihre Anforderungen hinsichtlich Leistung, Latenz und Hochverfügbarkeit zu implementieren. Und dies komplett ohne Herstellerbindung.
„Uns an einen der großen Hersteller zu binden, wäre nicht der richtige Weg für uns gewesen. Das Geschäftsmodell dieser Hersteller passt nicht zu uns, da wir unser Budget für Speicher exakt auf unsere Marktprognose abstimmen müssen“, sagt Marnitz. „Ein weiterer Pluspunkt war der persönliche Support von Nexenta.
Wir haben einen Partner gefunden, der versteht, wie besonders unser System ist und der uns flexiblere Lösungen anbieten kann als andere Hersteller mit ihren starren Produkt-Roadmaps.“
Das neue System ist darüber hinaus noch in punkto Energieverbrauch sehr sparsam. Oliver Flathmann vom Partner Exus Technologies sagt dazu: „Mit dem Upgrade des Speichers konnten wir das bestehende System konsolidieren und gleichzeitig ein komplett neues Leistungsniveau erreichen. Zusätzlich spart das System jede Menge Strom. Wir schätzen, dass allein die eingesparte Energie das System in nur wenigen Jahren komplett amortisiert haben wird.“
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