picturemaxx setzt auf Software defined Storage

Die tägliche Bilderflut kann nur ein leistungsstarker Hoster verteilen

| Autor / Redakteur: Carsten Wunderlich / Rainer Graefen

Die Head-Nodes der SSD-Cluster wurden ebenfalls mit SSDs und DRAM von STEC bestückt, da diese schnellen und äußerst verlässlichen Module ebenfalls eine extrem geringe Latenz erlauben.
Die Head-Nodes der SSD-Cluster wurden ebenfalls mit SSDs und DRAM von STEC bestückt, da diese schnellen und äußerst verlässlichen Module ebenfalls eine extrem geringe Latenz erlauben. (Picturemaxx)

Der professionelle Medienmarkt hat für die meisten Menschen etwas aufregendes. Hier tummeln sich Fotoagenturen, Medienportale und erzeugen Bilder und Filme aus dem Leben der Schönen und Reichen. Nicht ganz so glamourös, aber mit viel Aufregung verbunden, ist das Leben eines Fotoarchiv Service Providers dieser ständig abrufbaren zig Millionen Bilder.

Eine Schlüsselrolle in diesem System nimmt die Münchener Firma picturemaxx ein. Picturemaxx entwickelt und lizenziert Media-Asset-Management-Lösungen und Enterprise-Content-Management-Module für die Marketingkommunikation, das Informationsmanagement und den professionellen Medienmarkt.

Eine High-end-Suchmaschine aggregiert die Portfolios vieler hundert Quellen aus aller Welt und stellt hierüber mehr als eine Milliarde gespeicherter Medien für die Recherche zur Verfügung.

Hochkarätige Medien-Events, wie die Fußball-Weltmeisterschaft, Oscar-Verleihungen, Olympia oder Fashion Weeks, lösen starke Lastspitzen aus, wenn innerhalb weniger Stunden bis zu 150.000 hochauflösende Fotos hochgeladen werden.

Diese müssen dann in den Picturemaxx Mediendatenbanken gespeichert, verarbeitet, skaliert und gerendert werden, damit sie ad hoc für die aktuellen Recherchen der Medienberichterstatter zur Verfügung stehen. Eine Mammutaufgabe, die viel Know-how unterstellt und eine sehr leistungsfähige IT-Plattform.

Datenspeicher ist der wichtigste Erfolgsfaktor

Eine Schlüsselrolle zum Erfolg ist für Picturemaxx dabei der Datenspeicher. Christian Marnitz, Head of Technology bei Picturemaxx, beschreibt, welche Herausforderungen der Betrieb einer solchen Plattform mit sich bringt: „Wir verarbeiten im Schnitt mehr als 600.000 Dateien jeden Tag, was modernste Technologie auf allen Ebenen verlangt. Einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren ist der Datenspeicher. Unser Markt ist hart umkämpft, das heißt, wir müssen unser System ständig verbessern, damit es effizient und kostengünstig bleibt.“

Picturemaxx nutzte lange Zeit ein auf Linux basierendes Speichersystem, das alle Daten mit einfacher Master/Slave-Replikation speicherte. Das System war jedoch nicht hochverfügbar, was Wartung und Skalierbarkeit naturgemäß erschwerte. Mit dem steigenden Medienkonsum waren sowohl die Systemleistung als auch die Kapazitätsgrenzen ausgereizt. Mit dem Ziel, die Latenzzeiten zu verringern, nutzte Picturemaxx zunächst NFS über Infiniband, was anfänglich auch Erfolge brachte. Das ungewöhnliche Setup führte jedoch zu neuen Problemen, da die Server wegen der limitierten Verkabelungsoptionen sehr nah beieinander stehen mussten.

„Unsere Mediendatenbanken liegen genauso auf dem Speicher wie all unsere Applikationen für finanzielle Transaktionen, Medienrechte oder Rechnungsstellung,“ führt Marnitz weiter aus. „Für unser Unternehmen ist es ein absolutes Muss, dass alle Systeme rund um die Uhr und ohne Ausfall laufen. Wir haben also ein Speichersystem mit professionellen Funktionen gesucht, wobei Hochverfügbarkeit ganz oben auf der Liste stand, um unseren Kunden an die 100 Prozent Verfügbarkeit garantieren zu können. Gleichzeitig brauchten wir jedoch auch mehr Kapazität und Geschwindigkeit für ein neues, an Großunternehmen gerichtetes Produkt, das wir in Kürze anbieten werden.“

Die neue Lösung vereinigt SDS und SDN-Komponenten

Das Upgrade-Projekt wurde in zwei Phasen unterteilt, um insgesamt sechs Cluster einzurichten. In der ersten Phase wurden drei HDD-Cluster als Primärspeicher für alle Up- und Downloads von Medien und die Citrix Cloud-Plattform von Picturemaxx eingerichtet. Dieses Design hat den Vorteil, dass es einfacher zu skalieren ist und die Gesamtleistung von drei Clustern größer ist, als nur ein einzelner hochskalierter Cluster.

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