NAS-Speicher für KMUs

Die Wahl des passenden NAS-Systems

| Autor / Redakteur: Tina Billo / Rainer Graefen

An das WD Sentinel DX4000 lassen sich Rechner per Gigabit Ethernet und USB 3.0 anschließen.
An das WD Sentinel DX4000 lassen sich Rechner per Gigabit Ethernet und USB 3.0 anschließen. (Western Digital)

Die von kleinen und mittelständischen Unternehmen an Speichersysteme gestellten Ansprüche sind denen großer Firmen durchaus ebenbürtig. Eine einfache Handhabung, flexible Erweiterungsmöglichkeiten, Performance sowie Zuverlässigkeit im Betrieb bei gleichzeitig geringen Kosten sind für sie entscheidend. Doch worauf genau sollten sie bei der Auswahl achten?

Die Anforderungen, die KMUs an NAS-Systeme stellen, sind breitgefächert. Da das IT-Team oftmals klein ist, steht Einfachheit obenan. Hierzu zählt neben einer unaufwändigen Installation, Konfiguration, Inbetriebnahme und Verwaltung, dass sich bei Bedarf zusätzlicher Speicherplatz leicht einbinden sowie bereitstellen lässt.

Wunschliste

Ein weiteres wichtiges Kriterium ist die Geschwindigkeit, die selbst dann stimmen muss, wenn viele User gleichzeitig auf den Netzwerkspeicher zugreifen. Gleichermaßen spielen Punkte wie Datensicherheit und -verfügbarkeit, Verlässlichkeit und minimale Stillstandzeiten eine wichtige Rolle. Angemessene im Budgetrahmen liegende Kosten - sowohl für die Anschaffung als auch im Tagesbetrieb - verstehen sich letztlich von selbst.

Die Liste der gewünschten Charakteristiken ist somit lang. Dementsprechend sollten KMUs im Vorfeld gründlich prüfen, ob die zur Auswahl stehenden Systeme sich für den von ihnen geplanten Einsatzzweck eignen und auf folgende Leistungsmerkmale hin vergleichen.

Kapazität

Wie viel Speicherplatz muss sein? Eine Gretchenfrage, die schwierig zu beantworten ist. Dennoch sollten sich Entscheider darüber im Klaren sein, wie sich das Datenaufkommen in ihrem Unternehmen in den kommenden drei bis fünf Jahren entwickelt. Nur so lässt sich die die Zahl der benötigten Festplatten bestimmen.

Ebenso sollte geprüft werden, inwieweit das System skalierbar ist: Lässt sich die Kapazität über ein Erweiterungschassis ausbauen, sind Einschübe für die spätere Integration schneller Solid State Disks vorhanden oder können bei kurzfristigen Engpässe oder zu Backup-Zwecken über USB- oder eSATA-Ports externe Geräte angeschlossen werden?

Protokollunterstützung

Ob CIFS/SMB, NFS, AFP oder sogar FTP - fast alle NAS-Systemen unterstützen in der Regel die gängigsten Filesharing-Protokolle. Dies stellt sicher, dass die Geräte in jeder Umgebung sofort zu Hause sind - sowohl dann, wenn ausschließlich auf Windows gesetzt wird, als auch in heterogenen Landschaften, in denen Windows, UNIX-/Linux oder Apple-basierte Systeme koexistieren. Ist ebenso ein blockbasierter Zugriff auf Volumes nötig oder angedacht, darf iSCSI nicht fehlen.

Performance

Eine der wichtigsten Kenngrößen eines NAS ist, in welcher Geschwindigkeit die Übertragung der Daten über das Netz erfolgt. Gemessen wird typischerweise wie schnell große Dateien fileweise oder - falls vorgesehen - blockweise geschrieben und gelesen werden können.

Welche Bedeutung der jeweils erzielbaren Performance zukommt, hängt allerdings vom Einsatzzweck ab. Planen Unternehmen das NAS-System als zentralen Speicher für die Nutzer einzusetzen, sind hohe Datentransferraten beim Zugriff auf Dateien wichtig. Soll das Gerät im Zusammenspiel mit Servern genutzt werden, genießt hingegen ein schneller blockbasierter Zugriff Priorität.

Installation und Administration

So wenig Aufwand wie möglich - dies steht für kleine und mittelständische Unternehmen an erster Stelle. Daher sollten die Installations- und Administrationsversprechen der Hersteller in Bezug auf ihre NAS-Systeme vorab genau auf den Prüfstand gestellt werden.

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