Digitale Geschäftsmodelle erfordern große Mengen meist unstrukturierter Daten, die erfasst, verwaltet und geschützt werden müssen. Traditionelle File-Systeme sind damit längst überfordert. Es gibt daher gute Gründe, warum IT-Verantwortliche auf Object Storage setzen sollten.
„Erfassung, Speicherung, Schutz und Analyse großer unstrukturierter Datenmassen stellen eine enorme Herausforderung dar“, konstatiert Hermann Ramacher von ADN Distribution und empfiehlt als Lösung Objektspeicher.
(Bild: Siarhei - stock.adobe.com)
Durch die Digitalisierung nahezu aller Geschäftsbereiche und die Vernetzung von Produktionsanlagen, Maschinen und Geräten steigt das Datenvolumen unaufhörlich. Laut dem Marktforschungsunternehmen IDC wird das weltweite Datenvolumen im Jahr 2025 mehr als 180 Zettabyte betragen. Rund 80 Prozent der erzeugten Daten sind unstrukturiert. Gleichzeitig werden Daten immer wertvoller. Dem IT-Mittelstandsbericht 2022 des Digitalverbands Bitkom zufolge tragen datengetriebene Geschäftsmodelle bereits bei 27 Prozent der deutschen Mittelständler signifikant zum Geschäftserfolg bei.
Die klassische Methode, unstrukturierte Daten in Form von Dateien und Ordnern abzulegen, stößt bei diesen Datenmassen an ihre Grenzen. Der Aufwand für Klassifizierung, Schutz und Verwaltung steigt enorm, die Suche nach Informationen in einer hierarchischen Ordnerstruktur ist mühsam und unflexibel. Eine Alternative wird daher immer interessanter: Object Storage. Bei dieser Technologie werden Daten als Objekte abgelegt, die durch einen eindeutigen Identifikator gekennzeichnet sind und durch Metadaten beschrieben werden. Metadaten können dabei nicht nur anwendungs- oder benutzerspezifische Informationen enthalten, sondern auch Richtlinien für die Dateiverwaltung. Für Object Storage sprechen vor allem folgende Gründe:
1. Object Storage vereinfacht die Verwaltung, Nutzung und Analyse großer Datenmengen erheblich
Objektspeicher kann geräte- und netzwerkübergreifend verwaltet werden; logische Volumes werden ebenso überflüssig wie die Einrichtung eines RAID-Systems. Über Programmierschnittstellen können Applikationen zudem direkt auf die Daten zugreifen, ohne den Umweg über ein File-System gehen zu müssen. Für neue Konzepte der Entwicklung und Bereitstellung von Software wie DevOps ist Object Storage daher von unschätzbarem Wert.
2. Object Storage ist überall einsetzbar
Bei Object Storage denken die meisten wahrscheinlich an die Angebote der großen Public-Cloud-Provider wie AWS S3, Azure Blob Storage oder Google Cloud Storage, die von vielen Webanwendungen und mobilen Apps für Speicheraufgaben genutzt werden. Nicht alle Unternehmen können und wollen jedoch ihre sensiblen Daten in einer Public Cloud speichern. Mit zunehmender Nutzung wird eine öffentliche Cloud außerdem schnell zur Kostenfalle, da die Übertragung großer Datenvolumen zu erheblichen finanziellen Aufwänden führen kann.
Die Nachfrage nach Objektspeicher-Lösungen, die On-Premises eingesetzt werden können, steigt deshalb stetig. Das Marktforschungsunternehmen Mordor Intelligence schätzt das durchschnittliche jährliche Wachstum des globalen Gesamtmarkts auf zwölf Prozent. Die größte Flexibilität und Skalierbarkeit bieten dabei Software-definierte Objektspeicherlösungen wie Data Core Swarm. Sie lassen sich auf jeder beliebigen x86-Server-Plattfrom betreiben und durch Festplatten oder Flash-Laufwerke unterbrechungsfrei im laufenden Betrieb erweitern. Neue Storage-Knoten können so in wenigen Minuten in Betrieb genommen werden.
3. Object Storage schützt vor Ransomware
Objektspeicher ist aber nicht nur die Antwort auf unstrukturierte Massendaten, er bietet auch die Möglichkeit, Backups effizient vor Verschlüsselungstrojanern zu schützen. So kann beispielsweise durch S3 Object Locking verhindert werden, dass Anwender oder Angreifer Daten versehentlich oder absichtlich verändern beziehungsweise löschen. Object Storage ist daher eine gute Alternative zu Tape und kann als WORM-Speicher (Write Once, Read Many) eingesetzt werden. Eine automatisierte Replikation an einen zweiten, logisch oder physisch isolierten Standort gibt zusätzliche Sicherheit.
Fazit: Objektspeicher gehört die Zukunft
Erfassung, Speicherung, Schutz und Analyse großer unstrukturierter Datenmassen stellen eine enorme Herausforderung dar. Object Storage bietet hier eine gute Alternative zu herkömmlichen File-basierten Systemen. Objektspeicherlösungen vereinfachen und beschleunigen die Verwaltung und Nutzung von Daten erheblich, sind sowohl On-Premises als auch in der Cloud nutzbar und schützen effektiv vor Verschlüsselungsangriffen durch Ransomware.
IT-Partner, die ins Geschäft mit Object Storage einsteigen wollen, können sich hier melden.
Hermann Ramacher, Geschäftsführer ADN Distribution GmbH.
(Bild: ADN)
* Der Autor: Dipl.-Oec. Hermann Ramacher ist Gründer und Geschäftsführer von ADN Distribution GmbH aus Bochum. Gemäß der These „IT muss neu gedacht werden“ ist er ein Vorreiter der Digitalisierung von Geschäftsprozessen und der performanten und sicheren ortsunabhängigen Arbeit. Aus den Medien kennt man ihn als visionären Märkte-Macher, der sich seit fast 30 Jahren mit zukunftsfähigen Technologien beschäftigt beziehungsweise diese im In- und Ausland aufspürt und als Innovationen in sein Distributionsportfolio aufnimmt. Mit großem Erfolg: 2022 vermeldete der Value Added Distributor mit 230 Mitarbeitenden einen Umsatz von über 700 Millionen Euro. Mehr unter adn.de.
Stand: 08.12.2025
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