Recovery-Tool für Exchange und Sharepoint im Praxistest, Teil 1

Einzelne Mails und Sharepoint-Dateien mit Ontrack PowerControls 6.0 wiederherstellen

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Auch für die Datenanalyse und -migration geeignet

Die Ontrack PowerControls eignen sich im praktischen Einsatz übrigens nicht nur zum Wiederherstellen von Daten, sondern auch zum Durchsuchen und Analysieren der Datenbestände. Da die Zielserver mit den Quellservern nicht identisch sein müssen, können die Tools auch zur Migration von Daten, wie wir sie im Test von Exchange 2007 zu Exchange 2010 durchgeführt haben, zum Einsatz kommen.

Darüber hinaus wird durch die Exchange-Version der Tools ein Single-Mailbox-Backup überflüssig, was Zeit und Arbeitsaufwand spart. Die Lösung ist außerdem nach Herstellerangaben in der Lage, auf inkonsistente Datenbanken zuzugreifen, die Exchange selbst nicht mehr lesen kann. Die Ontrack PowerControls lassen sich also sehr leistungsfähig und flexibel einsetzen.

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Wo sollte das Tool installiert werden?

Vor dem Setup der Ontrack PowerControls 6.0 müssen sich die zuständigen Mitarbeiter ein paar Gedanken darüber machen, wo das Produkt eingespielt werden soll. Die Software muss auf einem Rechner laufen, der Domänenmitglied ist, sonst kann diese die Exchange-Server des Unternehmens nicht öffnen. Außerdem muss ein Benutzer zum Einsatz kommen, der über die Berechtigung verfügt, auf die Exchange-Konten zuzugreifen.

Letzteres spielt nur dann eine Rolle, wenn als Restore-Ziel ein ganzer Exchange-Server Verwendung findet und nicht ein einzelnes Postfach. Schreibzugriffe auf einzelne Postfächer lassen sich auch einfach durch die Eingabe des dazugehörigen Passworts realisieren. Im Test installierten wir das Produkt unter einem Domänenadministratorkonto auf einem Windows Server 2003 R2 mit Service Pack 2, der Mitglied unserer Testdomäne war. Der Domain Controller lief unter Windows Server 2008 R2, das Gleiche gilt für den Exchange-2010-Server.

Der Exchange-2007-Server arbeitete auf Basis von Windows Server 2008 und der Sharepoint-2007-Server verwendete – wie die Kroll Ontrack Software – einen Windows Server 2003 R2 mit Service Pack 2 als Betriebssystem. Es sind auch andere Konfigurationen denkbar: Die Ontrack PowerControls unterstützen neben dem Windows Server 2003 auch alle anderen aktuellen Windows-Versionen von Windows XP bis hin zu Windows 7.

Erste Schritte

Die Installation der Software läuft – wie unter Windows üblich – mithilfe eines Wizards ab. Dieser zeigt Lizenzinformationen an, fragt nach dem Benutzernamen und dem Unternehmen, in dem das Produkt zum Einsatz kommt, und möchte außerdem den Zielordner wissen. Danach haben die Administratoren die Option, die einzuspielenden Komponenten zu selektieren, also die Ontrack PowerControls für Exchange und Sharepoint sowie den „Extract Wizard“, der die Aufgabe übernimmt, die wiederherzustellenden Daten aus den diversen Backup-Sets zu extrahieren und den Ontrack PowerControls zum Weiterverarbeiten zur Verfügung zu stellen. Im Test installierten wir alle vorhandenen Komponenten.

Sobald die Setup-Routine abgeschlossen wurde, können die zuständigen Mitarbeiter die Software starten. Sie weist jetzt darauf hin, dass es für den Betrieb erforderlich ist, die Lizenzdatei, die der Hersteller bereitgestellt hat, in den Programmordner zu kopieren. Wenn dieser Schritt erledigt wurde, steht das System für den alltäglichen Einsatz zur Verfügung. Die Ontrack PowerControls für Exchange setzen allerdings zusätzlich noch die Existenz einer Outlook-Installation auf dem verwendeten System voraus, diese Software war bei uns aber bereits von vornherein vorhanden. Im Test verwendeten wir übrigens Outlook 2007.

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