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In&Out-Benchmark-Test von RAID-10 und RAID-5 gegen SSD bei Oracle-Datenbanken

EMC Clariion gegen TMS Ramsan-20

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(Archiv: Vogel Business Media)

Keine signifikanten Vorteile für Redo-Logs auf SSD

Im ersten Testfall ergab die sequentielle Schreibperformance auf den SSD-Devices, bei der Daten oder Datensätze unmittelbar hintereinander gespeichert werden, im Vergleich zu den Disks nur eine um 30 Prozent höhere Performance.

Die konventionellen Speicher verarbeiten sequentielle Schreibzugriffe also schon ziemlich effizient. Da der Schreibvorgang bei zentralen Disksystemen in den Cache erfolgt, sind die Servicezeiten mit denjenigen von SSD vergleichbar.

Auch bei der Überprüfung der unterschiedlichen I/O-Performance (Ein- und Ausgabeleistung) in einer Oracle-Datenbank für das Laden (load) oder Ändern (update) von Daten ergaben die SSDs keinen wesentlichen Vorteil. Untersucht wurden absichtlich zwei Oracle-Workloads mit hoher Redo-Log-Rate.

Beim Laden von Daten in eine Tabelle ergeben sich bei beiden Konfigurationen praktisch gleiche Resultate. Obwohl hierbei also viele Redo-Transaktionen ausgelöst werden, kann durch Verwendung von SSD-Storage kein Vorteil erzielt werden.

Einerseits ist die Steigerung der reinen I/O-Performance relativ klein (30 Prozent für Ramsan-300), andererseits ist die Redo-Log-Performance nicht alleine für die Gesamtperformance von Oracle ausschlaggebend. Ebenso wichtig ist die Performance der Datenfiles, welche in diesem Testszenario gleich war.

(Archiv: Vogel Business Media)

Transaktionsdaten warten auf Bestätigung

Analog zum Data-Load ergibt sich beim Update von Daten ein ähnliches Bild. Trotz theoretisch 30 Prozent höherem maximalem Redo-Durchsatz ergeben sich für Redo-Logfiles keine Performance-Vorteile durch die Verwendung von SSD-Storage.

Dies liegt daran, dass SSD-Storage für kleine, sequentielle IOs, wie sie bei Online-Redo-Logfiles anfallen, eine nur geringfügig bessere Performance aufweisen. Zudem ist der Anteil der Redo-Logfiles an der Oracle-Gesamtperformance nicht allein entscheidend, so dass selbst bei Redo-intensiven Tests keine signifikanten Verbesserungen erzielt wurden.

Im Ganzen ergeben sich keine Vorteile in der Latenzzeit der Ein- und Ausgabe von Daten. Beim Zurückschreiben (De-staging) von sequentiellen Redo-Log-I/Os auf physische Disks ist übrigens auch RAID-5-Storage sehr effizient. Somit bieten weder RAID-10- noch SSD-Storage beim Verarbeiten von Redo-Logfiles signifikante Vorteile.

(Archiv: Vogel Business Media)

Komplette Datenbank auf SSD-Storage

Diese Situation ändert sich um Faktoren, wenn im zweiten Szenario die gesamte Datenbank auf SSD-Storage platziert wird. Leseoperationen können auf SSD dann mit signifikant geringerer Servicezeit durchgeführt werden.

Die Anzahl der Schreiboperationen pro Zeiteinheit ist auf SSD im Vergleich mit RAID-5 oder RAID-10 ebenfalls sehr viel höher. Dies führt insgesamt zu einer deutlichen Performancesteigerung der Datenbank um den Faktor zwei bis fünf.

weiter mit: Festplatten kommen wesentlich schneller in den I/O-Sättigungsbereich

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